Nobuko Motomura

Nobuko Motomura (japanisch 本村 伸子 Motomura Nobuko; * 20. Oktober 1972 in Toyota, Präfektur Aichi) ist eine japanische Politikerin der Kommunistischen Partei Japans (KPJ), die seit 2012 Mitglied des Shūgiin, des Unterhauses des Parlaments, ist.

Leben

Nobuko Motomura, Tochter des Kommunalpolitikers Eiichi Motomura, absolvierte ein Studium im Fach Japanische Geschichte an der Graduiertenschule für Literaturwissenschaften der Ryūkoku-Universität, welches sie mit einem Master beendete. Sie war zunächst Mitarbeiterin der Neujapanischen Frauenvereinigung (Shin nihon fujin nokai) und im Anschluss Sekretärin des Politikers Hiroko Hatta, der zwischen 1998 und 2004 Mitglied des Sangiin, des Oberhauses des Parlaments (Kokkai), war. Danach wechselte in die Parteizentrale der Kommunistischen Partei Japans KPJ (Nihon Kyōsantō) und war erst Direktorin der Abteilung für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus sowie anschließend Direktorin der Abteilung für Innere Angelegenheiten und Kommunikation. Sie kandidierte bei den Shūgiin-Wahlen 2005 und 2009 sowie bei den Sangiin-Wahlen 2010 und 2013 für die KPJ jeweils erfolglos für ein Mandat im Repräsentantenhaus beziehungsweise im Oberhaus.

Nobuko Motomura, die Mitglied des Exekutivausschusses und des Ständigen Ausschusses für Justizangelegenheiten der KPJ ist, wurde bei der Shūgiin-Wahl am 14. Dezember 2014 auf der KPJ-Liste für die Region Tōkai erstmals zum Mitglied des Repräsentantenhauses (Shūgiin), des Unterhauses des Parlaments (Kokkai), gewählt und gehört diesem seither an. Sie engagiert sich zudem als Mitglied des Sonderausschusses für Verbraucherangelegenheiten sowie des Sonderausschusses für Regionalentwicklung, Kinderpolitik und Förderung der digitalen Gesellschaft der KPJ. Sie unterstützt das Ausländerwahlrecht, das in Japan lebenden Ausländern das Wahlrecht einräumt, mit der Begründung, dass Ausländer Steuern zahlen und Teil der japanischen Gemeinschaft sind.[1] Sie unterstützt außerdem die Einrichtung eines Komitees zum Schutz der Menschenrechte ausländischer Arbeitnehmer, da die Einkünfte des derzeitigen Gremiums, der International Training Cooperation Organization, von Unternehmen stammen, die gegen die Menschenrechte ausländischer Arbeitnehmer verstoßen.

Einzelnachweise

  1. Foreigner suffrage, separate surnames stir passions in poll runup. In: The Japan Times. 3. Juli 2010, abgerufen am 10. Oktober 2025 (englisch).