Nobuko Akiyama

Nobuko Akiyama (japanisch 秋山 信子 Akiyama Nobuko, wirklicher Name: Imai Nobuko (今井 信子); geboren 24. Februar 1928 in Tennōji, Präfektur Ōsaka; gestorben 9. April 2024 in Kawachinagano, Präfektur Ōsaka) war eine japanische Puppenmacherin. Als solche wurde sie 1996 zum Lebenden Nationalschatz für traditionelle und realistische Kostümpuppen (衣裳人形, ishō ningyō) ernannt.[1]

Überblick

Nobuko wurde 1928 im Stadtbezirk Tennōji geboren. Als Kind war sie kränklich und verbrachte viel Zeit zuhause.[2] Sie besuchte die private Anan-Oberschule in Ōsaka.[1] Nach ihrem Schulabschluss wurde sie Schülerin des Puppenmachers Ōbayashi Sono (1910–1971), der auf Shōwa-zeitliche, traditionelle Holzpuppen in Menschengestalt spezialisiert war.[3] 1960 stellte sie erstmals eigene Werke bei der 7. Ausstellung der Japan Kogei Association für Kunsthandwerk aus und erhielt eine Auszeichnung des Bildungsausschusses der Präfektur Ōsaka.[3] 1993 trat sie der Japan Kogei Association bei.

Ihre Puppen sind aus Holz, Stroh, Stoff und Papier gefertigt. Dazu werden die Puppenkörper geschnitzt und mit einer Paste aus Holzspänen der Paulownia modelliert (桐塑, tōso). Die Stoffe werden in Yūzen-Technik gefärbt in Puppengröße zugeschnitten. Dazu werden neben typischen Mustern der Edo-Zeit und dem Schwinden luxuriöser Bekleidung in der Übergangszeit zur Showa-Zeit auch Karomuster verwendet.[4] In der Bemalung und Farbgebung von Ikuta Kachōjo, in der Lackierung (Urushi) von Takeichi Isamu beeinflusst, erreicht sie eine realistische statuettenartige Darstellungsform.[3] Schwerpunkt ihrer Darstellungen sind Künstler und historische Persönlichkeiten aus der Umgebung von Ōsaka, Personen von Minderheiten wie den Ainu, aus Okinawa, Korea (bspw. Takamuko-no-Kuromaru (?–654)) oder China.[3] Ihr Gesamtwerk umfasst mehr als 300 Puppen.[2] Ihre Arbeitsweise ist geprägt von der Liebe zum Detail. Dazu unterscheidet sie zwischen dem mehr oberflächlichen kirei, hier etwa hübsch, niedlich und utsukushii schön.

1990 wurde Nobuko mit der Ehrenmedaille am violetten Band für künstlerische Errungenschaften und Leistungen geehrt. 1998 erhielt sie den Orden der Edlen Krone, 4. Verdienstklasse (Gyzinie).

Nobuko starb sie im Alter von 96 Jahren in ihrem Haus in Kawachinagano.

  • 秋山 信子. Japan Kōgei Association, abgerufen am 19. Dezember 2025 (japanisch, Profile von Nobuko Akiyama mit vielen Abbildungen ihrer Werke).
  • 秋山 信子. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (japanisch, Mit einer Vielzahl von Abbildungen).

Einzelnachweise

  1. a b 秋山信子. In: デジタル版 日本人名大辞典+Plus bei kotobank.jp. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (japanisch).
  2. a b 市民の横顔 FACE. (PDF) Stadt Kawachinagano, abgerufen am 19. Dezember 2025 (Profil von Nobuko Akiyama).
  3. a b c d 作家情報データ&作品一覧. Kunstmuseum Okayama, abgerufen am 19. Dezember 2025 (japanisch).
  4. 人形. Japan Kōgei Association, abgerufen am 19. Dezember 2025 (japanisch).