Nikolaj Szeps-Znaider

Nikolaj Szeps-Znaider (geboren 5. Juli 1975 in Kopenhagen) ist ein dänischer Geigenvirtuose und Dirigent. Er verwendete früher den Künstlernamen Nikolaj Znaider.[1]

Leben

Nikolaj Szeps-Znaider wurde in Dänemark als Sohn polnisch-jüdischer Immigranten geboren.[2] Für seine Entwicklung maßgebend war ein Studium bei Boris Kuschnir in Wien. 1992 gewann Szeps-Znaider den 4. internationalen Carl-Nielsen-Wettbewerb. Seine internationale Karriere als Geiger begann, als er 1997 den Concours Reine Elisabeth in Brüssel gewann.

Am 1. November 2012 kam im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins Herbert Willis Konzert für Violine und Orchester „Sacrosanto“ zur Uraufführung durch Nikolaj Szeps-Znaider (Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien). Er tritt oft mit der Sächsischen Staatskapelle auf, so 2016 bei einem Festkonzert in der Dresdner Semperoper. Unter dem Dirigat von Christian Thielemann spielte Szeps-Znaider u. a. das 1. Violinkonzert g-Moll op. 26 von Max Bruch.

Im September 2020 übernahm er die Position als Music Director des Orchestre National de Lyon mit einem Vertrag über zunächst 4 Jahre. Er ist in dieser Position Nachfolger von Leonard Slatkin.[3] Der Vertrag wurde mittlerweile bis zur Saison 2026/27 verlängert.[4]

Auszeichnungen

Diskografie

Einzelnachweise

  1. Norman Lebrecht: Nikolaj Znaider: I have changed my name. Here’s why. Slippedisc, 3. Dezember 2018, abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch, Persönliche Erklärung von Nikolaj Szeps-Znaider zu seinem Namen).
  2. Jessica Duchen: Nikolaj Znaider. In: The Jewish Chronicle. 23. November 2010, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch).
  3. Nikolaj Szeps-Znaider named Music Director in Lyon. In: gramophone.co.uk. 3. Dezember 2018, abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch).
  4. Nikolaj Szeps-Znaider. In: Enticott Music Management. Abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch).