Niklasberg (Gemeinde Raabs)
Niklasberg (früher auch Nikolaiberg) ist eine Rotte in der Katastralgemeinde Ziernreith in der Stadtgemeinde Raabs an der Thaya im Bezirk Waidhofen an der Thaya in Niederösterreich.
Geografie
Niklasberg liegt auf einer Geländestufe über dem linksseitigen Ufer der Mährischen Thaya, im Westen erreicht man über eine Brücke unmittelbar den Ort Unterpertholz, im Osten liegt der Ort Ziernreith.
Geschichte
Urkundlich wurde hier im Jahr 1188 eine Kirche und im Jahr 1353 eine Pfarre genannt. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Rotte mit fünf Häusern genannt, die über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Drosendorf besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Drosendorf und Pernegg.[1]
Nach 1850 bildeten die Dörfer Unterpertholz, Ziernreith und Neuriegers gemeinsam mit Niklasberg die Gemeinde Unterpertholz, die im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung per 1. Jänner 1971 der Stadtgemeinde Raabs an der Thaya beitrat.[2]
Kirchhofanlage
Die Kirchhofanlage umfasst die Pfarrkirche mit einem ummauerten Friedhof, einen ehemaligen Pfarrhof südwestlich der Kirche, eine ehemalige Schule südöstlich der Kirche und eine ehemalige Albrechtskirche nordwestlich der Kirche mit Fundamentmauern einer gotischen Kirche.
- Katholische Pfarrkirche Niklasberg hl. Nikolaus
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 5. Band: Herrschaft Drosendorf bis Strahlbach. Anton Benko, Wien 1840, S. 18 (Nikolaiberg – Internet Archive).
- Niklasberg, Pfarrkirche hl. Nikolaus, inmitten eines ummauerten Friedhofs, Ehem. Pfarrhof, Ehem. Schule, Ehem. Albrechtskirche. In: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. S. 798–799.
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 344.
Einzelnachweise
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 72 (Nicolaiberg in der Google-Buchsuche).
- ↑ Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 43. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 29. November 2024.
Koordinaten: 48° 55′ 51,7″ N, 15° 28′ 35,5″ O