Nike Davies-Okundaye
Nike Davies-Okundaye (* 23. Mai 1951 in Ogidi-Ijumu, Kogi[1]), auch Nike Okundaye oder Mama Nike, ist eine nigerianische Textilkünstlerin und Galeristin, die durch die Wiederbelebung der Adire-Tradition und ihre Förderung junger Kunstschaffender landesweit bekannt wurde.[2] Sie leitet mehrere Standorte der Nike Art Foundation und ist mit der von ihr aufgebauten Nike Art Gallery in Lagos Teil der nigerianischen Kunstszene und des Kulturtourismus.[3]
Leben
Davies-Okundaye wurde 1951 in Ogidi-Ijumu in Kogi geboren und wuchs in einer Familie von Weberinnen und Färberinnen auf, in der sie früh Adire- und Indigo-Techniken erlernte.[1] Prägende Jahre verbrachte sie in Osogbo, einem bedeutenden Zentrum der nigerianischen Kunst, bevor sie ohne umfangreiche formale Schulbildung ihren künstlerischen Weg einschlug.[1] Im Jahr 2019 erhielt sie für ihr Lebenswerk und ihren kulturellen Beitrag die Ehrendoktorwürde der Rhodes-Universität in Südafrika.[4]
Wirken
Davies-Okundaye gründete die Nike Art Foundation und gründete zur Schaffung von Ausbildung und Präsentationsräumen für Kunst Zentren und Galerien in Lagos, Abuja, Osogbo und Ogidi-Ijumu.[5] Die Lagoser Nike Art Gallery geht auf ihre erste, 1983 in Osogbo eröffnete Galerie zurück und beherbergt rund 8000 Werke der nigerianischen Kunstwelt.[3] Ihre Arbeit gilt als Motor der jüngeren Entwicklung der nigerianischen Kunst und als Instrument der wirtschaftlichen und sozialen Stärkung insbesondere von Frauen.[2] Im Jahr 2019 war sie Teil der Ausstellung I Am… Contemporary Women Artists of Africa am Smithsonian National Museum of African Art in Washington, D.C.[6] Für ihre langjährige kulturvermittelnde Arbeit wurde sie im November 2024 von der US-Botschaft in Nigeria mit dem U.S. Exchange Alumni Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.[7] Im Dezember 2024 besuchte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Nike Art Gallery in Lagos und würdigte dabei öffentlich die Rolle der Künstlerin als „Mama Nike“ und Mentorin junger Kunstschaffender.[8] 2023 nahm Nike Arts in Abuja einen neuen Galeriestandort in Betrieb, womit das Netzwerk ihrer Institutionen weiter anwuchs.[9]
Einzelnachweise
- ↑ a b c Chief (Mrs.) Nike Monica Okundaye – Bio. In: nikeartfoundation.com. 1. Januar 2024, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b How Nike Davies-Okundaye, or Mama Nike, led Nigeria's art revolution. In: Newsweek. 26. Juli 2024, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ a b Nike Art Gallery, Ogun partner, target 100,000 tourists visit to Olumo Rock yearly. In: The Guardian Nigeria. 1. Mai 2025, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Rhodes University honours five of Africa's best. In: Rhodes University. 4. Mai 2019, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Nike Art Foundation – Our Locations. In: nikeartfoundation.com. Abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Opening events: I Am… Contemporary Women Artists of Africa. In: Smithsonian National Museum of African Art. 19. Juni 2019, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Ambassador Mills Honors Three Legendary Nigerian Artists, Celebrates 50 Years of Artistic Collaboration between the U.S. and Nigeria. In: U.S. Embassy and Consulate in Nigeria. 6. November 2024, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Night of Cultural Elegance: German President Steinmeier’s Visit to Nike Art Gallery. In: Arise News. 12. Dezember 2024, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Nike Arts opens gallery in Abuja. In: The Guardian Nigeria. 26. März 2023, abgerufen am 8. Oktober 2025 (englisch).