Nijō-in no Sanuki

Nijō-in no Sanuki (jap. 二条院讃岐; * um 1141; † um 1217) war eine japanische Dichterin.[1]

Sie wurde als Tochter von Minamoto no Yorimasa und der Tochter von Minamoto no Masayori geboren. Nijō-in no Sanuki war Hofdame des abgedankten Tennō Nijō (Nijō-in), von dem auch ihr Notname abgeleitet ist, und Frau des Heerführers und Dichters Minamoto no Yorimasa. Sie war eine der angesehensten Dichterinnen ihrer Zeit und zählt zu den Sechsunddreißig weiblichen Unsterblichen der Dichtkunst (Nyōbō Sanjūrokkasen). Einige ihrer Gedichte wurden in die Anthologie Ogura Hyakunin Isshu aufgenommen. In späteren Jahren zog sie sich als buddhistische Nonne von der Welt zurück.

Beispiel

Horst Hammitzsch Shinkokinwakashū, Nr. 590 Original aus dem Dichterwettstreit Sengohyakuban-utaawase

Im Diesseits leben;
wie ist es so schmerzlich doch.
Auf dem Schindeldach
flüchtig vorüberrauschauend,
der erste Regenschauer.

Quellen

  • Horst Hammitzsch, Lydia Brüll (Hrsg.): Shinkokinwakashū. Reclam, Stuttgart 1964, ISBN 3-15-008931-X, S. 82.
  • Ewa Machotka: Visual Genesis of Japanese National Identity: Hokusai’s Hyakunin Isshu. Peter Lang, 2009, ISBN 978-90-5201-482-1, S. 127 (books.google.de).
  • Markus Rüttermann: Unbefangenheit: Keichūs Beitrag zur Wissenschaftstheorie im frühneuzeitlichen Japan. Otto Harrassowitz Verlag, 2000, ISBN 3-447-04268-0, S. 154 (books.google.de).

Einzelnachweise

  1. 二条院讃岐. In: デジタル大辞泉 bei kotobank.jp. Shogakukan, abgerufen am 13. Januar 2011 (japanisch).