Nightwatch: Demons Are Forever
| Film | |
| Titel | Nightwatch: Demons Are Forever |
|---|---|
| Originaltitel | Nattevagten – Dæmoner går i arv |
| Produktionsland | Dänemark |
| Originalsprache | Dänisch |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Länge | 114 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Nordisk Film, Kopenhagen |
| Stab | |
| Regie | Ole Bornedal |
| Drehbuch | Ole Bornedal |
| Produktion | Thomas Heinesen |
| Musik | Ceiri Torjussen |
| Kamera | Lasse Frank Johannessen |
| Schnitt | Gregers Dohn |
| → Besetzung und Synchronisation | |
| Chronologie | |
Nightwatch 2 – Dämonen der Vergangenheit (dänisch Nattevagten – Dæmoner går i arv) ist ein psychologischer Horrorfilm des dänischen Autorenfilmers Ole Bornedal und erschien 2023. Der Film setzt drei Jahrzehnte nach dem Vorgänger Nightwatch – Nachtwache ein, der für Bornedal und Hauptdarsteller Nikolaj Coster-Waldau 1994 den Durchbruch markierte. Bornedals Tochter Fanny übernimmt nun die Hauptrolle als Filmtochter von Coster-Waldau. Der internationale Titel Nightwatch: Demons Are Forever nimmt Bezug auf Ian Flemings James-Bond-Roman Diamonds Are Forever (dt. Diamantenfieber).
Handlung
Die Mordserie während Martins Aushilfsjob als Nachtwächter in der Gerichtsmedizin verfolgt seine Familie noch dreißig Jahre später.[2] Trotzdem entschließt sich seine Tochter Emma, ihr Medizinstudium auf dieselbe Weise zu finanzieren. Als sie erfährt, dass der Mörder von damals noch lebt, will sie ihn im Gefängnis besuchen und so ihr Familientrauma konfrontieren. Sie findet ihn zunächst blind und apathisch in einer dunklen Isolationszelle vor. Kurz darauf beginnt eine weitere Mordserie an ihrer nächtlichen Arbeitsstelle, die erneut die Handschrift des Inhaftierten trägt. Zusammen mit ihren Freund Frederik stellt Emma private Ermittlungen dazu an.
Entstehung und Veröffentlichung
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Martin Bork | Nikolaj Coster-Waldau | Manou Lubowski |
| Emma Bork | Fanny Bornedal | Sophie Lechtenbrink |
| Frederik | Alex Høgh Andersen | Patrick Keller |
| Maria | Nina Terese Rask | Anne Düe |
| Sofus | Sonny Lindberg | Nicolas Rathod |
| Jens Arnkiel | Kim Bodnia | Jens-Uwe Bogadtke |
| „Kriminalinspektor“ Peter Wörmer |
Ulf Pilgaard | Peter Reinhardt |
| Insasse Bent | Casper Kjær Jensen | Tom Sielemann |
| Psychologin Gunver | Sonja Richter | Schaukje Könning |
| Kommissarin Kramer | Paprika Steen | Harriet Kracht |
| Pfarrerin Lotte | Vibeke Hastrup | Andrea Cleven |
Ole Bornedal spielte bereits lange mit dem Gedanken einer Fortsetzung zu Nightwatch – Nachtwache, aber zunächst fehlte ein schlüssiger Ansatz. Schließlich fand er diesen, indem eine neue Generation lange verschwiegene Familiengeheimnisse aufdeckt. Die Hauptrolle schrieb er daraufhin für seine Tochter Fanny Bornedal, die bereits in einigen seiner Filme mitgewirkt hatte.[3] Die deutsche Fassung erstellte die Soundwood Media in Potsdam für den Filmverleih Capelight Pictures. Dialogregie führte Enrico Reuter nach einem Dialogbuch von Nadje Conrad.[4]
Die Premiere fand beim BFI London Film Festival 2023 in der Sektion „Cult“ statt.[5] Kinostart in Dänemark war am 14. Dezember 2023[6] und in Deutschland am 16. Mai des Folgejahres. Am 22. August 2024 erschien die deutsche Fassung auf DVD und Blu-ray Disc.[7][8] Die deutschsprachige Erstausstrahlung fand dann am 15. November 2025 im Montagskino des ZDF statt.[9]
Kritik
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 69 %[10] |
| Metacritic (Metascore) | 50/100[11] |
| Lexikon des internationalen Films | [7] |
| Rolling Stone | |
| Spielfilm.de | [12] |
| epd Film | [13] |
Die dänische Presse zeigte sich sehr angetan. Vieles sei zwar schon aus dem Vorgänger bekannt, aber die Narben und Traumata seiner Figuren erdeten den Film.[6]
International waren die Reaktionen verhaltener, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend wohlwollende Besprechungen und ordnet den Film dementsprechend als „Frisch“ ein.[10] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Durchwachsen oder Durchschnittlich“ aus.[11]
Falk Straub betonte bei Spielfilm.de, dass sich die Fortsetzung an vielen Stellen wie ein Gegenstück zu Nightwatch verhält: Die meisten tragenden Rollen sind nun weiblich, Vergangenheitsbewältigung ersetzt jugendliche Aufbruchstimmung und der Kriminalfall nimmt mehr Raum ein als das Leben der Figuren.[12]
„Natürlich […] erreicht [Nightwatch 2] nicht die Komplexität des ersten Teils. Aber wie Bornedal altbekannte Elemente neu arrangiert und weiterspinnt, ist durchaus spannend und unterhaltsam.“
In epd Film fand Anke Sterneborg vor allem Gefallen an der düsteren Atmosphäre „mit blassgelb gefliesten Wänden, die Sterilität signalisieren und zugleich die Patina des Verfalls tragen, in labyrinthischen Krankenhausgängen, fensterlosen Katakomben, unheimlichen Obduktionsräumen und modrigen Gefängniszellen. Dazu das Spiel mit Licht, Schatten und Geräuschen, das hallende Klackern von Absätzen, das kratzende Geräusch eines Messers, das beim Gehen an der Wand entlang gezogen wird…“[13]
Karsten Munt vom Filmdienst wiederum blieb kritisch. Um sich vom Vorgänger abzuheben, verbringe Bornedal so lange mit einer „Reflexion über Generationen-Traumata und Täter-Opfer-Dynamiken[…], dass vom Horrorfilm, der Nightwatch 2 eben auch sein möchte, nicht mehr viel übrigbleibt.“[14]
Anmerkungen und Belege
- ↑ Freigabebescheinigung für Nightwatch: Demons Are Forever. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 254678).
- ↑ Gezeigt im Vorgänger Nightwatch – Nachtwache
- ↑ Frank Arnold: Interview: Ole Bornedal über „Nightwatch: Demons Are Forever“. In: Epd Film. 18. Mai 2024, abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ Nightwatch: Demons Are Forever. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ Press Release: Nightwatch – Demons Are Forever Selected For Bfi London Film Festival 2023. In: Nordisk Film. 31. August 2023, abgerufen am 18. Mai 2024 (englisch).
- ↑ a b "Nattevagten"-efterfølger får ros for gys og chok. In: BT. 13. Dezember 2023, abgerufen am 15. Mai 2024 (dänisch).
- ↑ a b Nightwatch: Demons Are Forever. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ Nightwatch: Demons are forever Blu-ray. In: bluray-disc.de. Abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ Nightwatch: Demons Are Forever bei Fernsehserien.de, abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ a b Nightwatch: Demons Are Forever. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 32 Kritiken).
- ↑ a b Nightwatch: Demons Are Forever. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 6 Kritiken).
- ↑ a b Falk Straub: Kritik. In: Spielfilm.de. Abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ a b Anke Sterneborg: Kritik. In: Epd Film. 26. April 2024, abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ Karsten Munt: Nightwatch: Demons Are Forever. Kritik. In: Filmdienst. Abgerufen am 18. November 2025.
Weblinks
- Nightwatch: Demons Are Forever bei IMDb
- Capelight Pictures: Trailer auf YouTube, 13. Februar 2024 (Laufzeit: 1:29 min).
- Nightwatch: Demons Are Forever in der ZDF-Mediathek, abrufbar bis 17. November 2026