Night of the Living Dead 3D

Film
Titel Night of the Living Dead 3D
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2006
Länge 77[1] Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Jeff Broadstreet
Drehbuch Robert Valding
Produktion Jeff Broadstreet
Musik Jason Brandt
Kamera Andrew Parke
Schnitt Robert Valding
Besetzung und Synchronisation
Chronologie
Night of the Living Dead 3D: Re-Animation →

Night of the Living Dead 3D ist ein US-amerikanischer Horrorfilm des Regisseurs Jeff Broadstreet aus dem Jahr 2006. Die Inszenierung ist nach Tom Savinis Die Rückkehr der Untoten aus dem Jahr 1990 bereits das zweite Remake des Horror-Klassikers Die Nacht der lebenden Toten (Originaltitel: Night of the Living Dead, 1968) von Regisseur George A. Romero.

Handlung

Die Geschwister Barbara und Johnny fahren wider Willen zur Beerdigung ihrer einzigen Tante aufs Land. Verspätet erreichen sie den Friedhof und wundern sich über das Fehlen einer Trauergesellschaft. Anstelle dieser bietet sich den beiden ein schreckliches Szenario angriffslustiger Zombies, die sie attackieren. Johnny flieht mit dem PKW, während Barb sich einiger Attacken der Untoten erwehrt, bis sie entkommt. Unterwegs versucht die verängstigte Frau vergebens ihren Bruder zu kontaktieren, verliert allerdings ihr Mobiltelefon, als sie in größter Not vom College-Studenten Ben gerettet wird, der sie mit dem Motorrad zu einem Farmhaus einer befreundeten Familie fährt, den Coopers.

Bei den Coopers versucht Barb abermals Hilfe zu erlangen, doch der hiesige Hausherr Henry glaubt weder an eine Auferstehung der Toten noch an die örtliche Polizei, die er vielmehr meidet, da er im großen Stil illegal Marihuana anbaut. Nach und nach werden die Coopers, bzw. die Bewohner des Landhauses gebissen und ebenfalls zu Zombies. Irgendwann stößt der zwielichtige Nachbar der Coopers, Bestatter Gerald Tovar junior zum verbarrikadierten Farmhaus. Man gewährt ihm Einlass, und das ganze Ausmaß der Zombieplage wird den Eingeschlossenen nun klar. Ihr Nachbar ist für die Auferstehung der Toten verantwortlich. Statt diese im Krematorium zu verbrennen, bahrte er sie mit weiteren Abfällen medizinischer Forschungseinrichtungen offen in einem Lagerhaus auf und ermöglichte so jene Katastrophe. Nach seiner kleinen Beichte lockt er die verbliebenen Lebenden in sein Haus, indem er vorgibt, über funktionierende Kommunikationsmöglichkeiten zu verfügen. Allerdings spielt er ein falsches Spiel und betätigt sich als Untergebener der blutrünstigen Zombies.

Barb, Ben und Tovar versuchen gemeinsam das Haus zu verlassen, während die verwundeten und infizierten Coopers zurückbleiben und sich todgeweiht im Haus verschanzen. Die drei Lebenden begeben sich zu Tovars Haus. Unterwegs liquidiert Ben Barbs untoten Bruder Johnny und deren ebenfalls untote Mutter. Traumatisiert erreicht Barb schließlich Tovars Haus, als sich die Lage erneut zuspitzt. Der selbstherrliche Leichenbestatter überwältigt Ben, sperrt diesen in den Kofferraum und offenbart sich der fassungslosen Barb als Psychopath. Barb gelingt es Tovars Farmhaus in Brand zu stecken, bevor der zornige Bestatter sie gemeinsam mit Ben zum Friedhof fährt. Dort versucht er krampfhaft Barbara zu „retten“, indem er sie als Zombie wiederauferstehen lassen will. Sein Vorhaben scheitert, und er selbst wird von den Zombies getötet.

Barb und Ben gelingt es am Ende, sowohl den Zombies als auch dem mittlerweile untoten Tovar zu entkommen. Unglücklicherweise ist Ben schwer verwundet, eine Verwandlung in eine Kreatur steht unmittelbar bevor. Der Todgeweihte erbittet von seiner weinenden Partnerin einen Gnadenschuss, den sie ihm mit der letzten Kugel ihres Revolvers gewährt. In der letzten Szene des Films wird die nunmehr wehrlose Barb von Heerscharen von Zombies bedrängt und der Film endet abrupt.

Besetzung und Synchronisation

Rolle Darsteller Deutscher Synchronsprecher
Barb Brianna Brown
Ben Joshua DesRoches
Gerald Tovar junior Sid Haig
Henry Cooper Greg Travis Gerald Paradies[2]
Hellie Cooper Johanna Black
Owen Adam Chambers
Johnny Ken Ward
Karen Cooper Alynia Phillips
Tom Max Williams
Judy Cristin Michele

3D-Version

Da die Produzenten Night of the Living Dead 3D durchgehend mit einer speziellen 3D-Kamera gedreht haben, gibt es eine zweite Filmversion, in der dreidimensionale Effekte gezeigt werden. Es wird eine spezielle 3D-Brille benötigt, um die entsprechende Wirkung zu erzielen; in der erhältlichen 2-Disc-Special-Edition sind daher zwei Stück enthalten. Auch das DVD-Cover ist dreidimensional (holografisch) gestaltet.

Fortsetzung

2012 wurde ein Prequel namens Night of the Living Dead 3D: Re-Animation veröffentlicht. Die Regie übernahm ein weiteres Mal Jeff Broadstreet. Die Hauptrollen spielen Andrew Divoff, der auch als Co-Produzent fungierte, Sarah Lieving, Robin Sydney, Denice Duff und Jeffrey Combs.[3] Der Film enthält einige Parodien u. a. auf Sarah Palin.[4] Der Film spielt am Tag vor dem Ausbruch des Virus im ersten Film.[5]

Kritik

Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 40 %[6]
Metacritic (Metascore) 32/100[7]

Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete den Film als ein „extrem billig gemachtes Remake eines Remakes“. Der Film sei „mühsam aufgepeppt durch im Computer generierte 3D-Effekte.“ Einzig „die Idee, den Referenzfilm in die Handlung zu integrieren, zeugt von einer gewissen Eigenständigkeit.“[8]

TV Today schreibt: "Die selbstironisch gemeinten Dialoge retten dieses steife Billigremake [...] ebenso wenig wie die Kino-3D-Effekte [...], einige Oben-Ohne-Szenen oder Genrestar Sid Haig („Haus der 1000 Leichen“) als dubioser Bestatter. Diese Untoten sollten sich begraben lassen."[9]

Einzelnachweise

  1. a b Freigabebescheinigung für Night of the Living Dead 3D. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, März 2008 (PDF; Prüf­nummer: 113 361 DVD).
  2. Night of the Living Dead 3D. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 16. Dezember 2025.
  3. Eric Walkuski: New stills from Night of the Living Dead 3D: Re-Animation, plus L.A. screening info. In: JoBlo. 11. Januar 2012, abgerufen am 16. Dezember 2025 (englisch).
  4. Trailer for Night of the Living Dead 3D: Reanimation (Zugriff am 10. Mai 2011)
  5. Night of the Living Dead 3D: Re-Animation - Tons of New Stills to Start Grabbing at You! (Zugriff am 5. März 2012)
  6. Night of the Living Dead 3D. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 5 Kritiken).
  7. Night of the Living Dead 3D. In: Metacritic. Abgerufen am 11. Januar 2026 (englisch, aggregiert aus 4 Kritiken).
  8. Night of the Living Dead 3D. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 2. März 2017.
  9. Night of the Living Dead 3D: Trailer & Kritik zum Film. In: TV Today. Abgerufen am 16. Dezember 2025.