Nicolaus Wendelin Schmidt
Nikolaus Wendelin Schmidt (* 20. Mai 1883 in Mühlheim am Main (Hessen); † 17. September 1954 in Berlin-Lichterfelde) war ein deutscher Bildhauer. Er erhielt 1913 den Rompreis Villa Massimo. Er war verheiratet mit der Künstlerin Johanna Helene Charlotte Schröder, genannt Hannes Petersen.
Biografie
Schmidt studierte bei Leo Breuer an der Königlich akademischen Hochschule für die bildenden Künste zu Berlin. Schon als Student gewann er Preise. 1913 gewann er als einer der ersten den Rompreis der mit einer für ein Jahr finanzierten Studienreise nach Frankreich und Italien und Aufenthalt in der Villa Massimo (1913/14) in Rom verbunden war.[1]
In der Zeit des Nationalsozialismus war Schmidt Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 21 Gruppenausstellungen sicher belegt[2], darunter 1937, 1938, 1941 und 1944 die Große Deutsche Kunstausstellung in München.
Das Adressbuch verzeichnete ihn u. a. 1943 in der Undinestraße 33 in Berlin-Lichterfelde.
Schmidts Stärke lag in Porträts und in lebensgroßen Plastiken. Etwa 100 sind nachweisbar, es wurden aber mit Sicherheit mehr gefertigt, sie befinden sich teilweise in Museen (z. B. Kleinplastik im ehemaligen Museum für Leibesübungen in Berlin) oder mehrheitlich in Privatbesitz. Außerdem wurden von ihm zahlreiche Zeichnungen und Radierungen gefertigt.
Werkbeispiele
- Generalfeldmarschall Göring (Porträtbüste; Bronze; 1938 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung)[3]
- Großadmiral Dr. h. c. Raeder (Porträtbüste; Bronze; 1941 auf der Großen Deutschen Kunstausstellung)[4]
Literatur
- Schmidt, Nicolaus Wendelin. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 4: Q–U. E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 198 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Internationales Kunst-Adressbuch, 1954/55, S. 378.
- Die Kunst im Deutschen Reich, 5 / 1941 322 (Abb.)
- Velhagen & Klasings Monatshefte 48/I (1933/34) Taf.geg.p.472,576; 53/II(1938/39) Taf.geg.p.328,380f.
- La Revue Moderne, Paris, 28. Februar 1938, S. 12–13
- Berliner Morgenpost, 29. April 1967
Einzelnachweise
- ↑ villamassimo.de: Die Stipendiaten der Villa Massimo vom Gründungsjahr 1913 bis 2014 ( des vom 21. November 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 14. Februar 2016)
- ↑ Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 549 und passim
- ↑ Generalfeldmarschall Göring — Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45. Abgerufen am 17. Dezember 2025.
- ↑ Großadmiral Dr. h. c. Raeder — Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45. Abgerufen am 17. Dezember 2025.