(843) Nicolaia

Asteroid
(843) Nikolaia
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Eigenschaften des Orbits Animation
Epoche: 21. November 2025 (JD 2.461.000,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2,279 AE
Exzentrizität 0,210
Perihel – Aphel 1,799 AE – 2,758 AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 7,995°
Länge des aufsteigenden Knotens 4,0°
Argument der Periapsis 317,0°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs 8. August 2026
Siderische Umlaufperiode 3 a 161 d
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit 19,51 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser
Abmessungen
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode 22 h 38 min
Absolute Helligkeit 13,8 mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
Spektralklasse
(nach SMASSII)
Geschichte
Entdecker Holger Thiele
Datum der Entdeckung 30. September 1916
Andere Bezeichnung 1916 SO, 1978 RS5
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

(843) Nikolaia ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 30. September 1916 vom dänischen Astronomen Holger Thiele an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 20. September an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg fotografiert worden war.

Nachdem das Objekt noch bis zum 14. Dezember 1916 weiter an der Hamburger Sternwarte beobachtet werden konnte, war es danach für lange Zeit wegen unzureichender Bahnbestimmungen auf Grundlage der Beobachtungen aus 1916 verloren. Erst im Rahmen einer Untersuchung, bei der die alten Photoplatten mit modernen Methoden neu ausgewertet wurden, wurde nach 65 Jahren eine neue Beobachtungskampagne am La-Silla-Observatorium in Chile gestartet und der Asteroid gleich auf der ersten Aufnahme vom 28. Mai 1981 wieder aufgefunden.[1]

Der Asteroid ist benannt zu Ehren des dänischen Astronomen und Mathematikers Thorvald Nicolai Thiele (1838–1910), des Vaters des Entdeckers.

Wissenschaftliche Auswertung

Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (843) Nikolaia wurde aus Messungen vom 29. Juni bis 17. Juli 2019 eine Rotationsperiode von 22,6308 h erhalten.[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. L. D. Schmadel, L. Kohoutek: Recovery of the Long Lost Minor Planet (843) Nicolaia after 65 Years (Astronomisches Rechen-Institut Heidelberg – Mitteilungen Serie B). In: Astronomische Nachrichten. Band 303, Nr. 2, 1982, S. 139–141, doi:10.1002/asna.2103030211 (PDF; 202 kB).
  2. A. Pál, R. Szakáts, Cs. Kiss, A. Bódi, Zs. Bognár, Cs. Kalup, L. L. Kiss, G. Marton, L. Molnár, E. Plachy, K. Sárneczky, Gy. M. Szabó, R. Szabó: Solar System Objects Observed with TESS – First Data Release: Bright Main-belt and Trojan Asteroids from the Southern Survey. In: The Astrophysical Journal Supplement Series. Band 247, Nr. 1, 2020, S. 1–41, doi:10.3847/1538-4365/ab64f0 (PDF; 1,06 MB).