(843) Nicolaia
| Asteroid (843) Nikolaia | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits Animation | |
| Orbittyp | Innerer Hauptgürtel |
| Große Halbachse | 2,279 AE |
| Exzentrizität | 0,210 |
| Perihel – Aphel | 1,799 AE – 2,758 AE |
| Neigung der Bahnebene | 7,995° |
| Länge des aufsteigenden Knotens | 4,0° |
| Argument der Periapsis | 317,0° |
| Zeitpunkt des Periheldurchgangs | 8. August 2026 |
| Siderische Umlaufperiode | 3 a 161 d |
| Mittlere Orbitalgeschwindigkeit | 19,51 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Rotationsperiode | 22 h 38 min |
| Absolute Helligkeit | 13,8 mag |
| Geschichte | |
| Entdecker | Holger Thiele |
| Datum der Entdeckung | 30. September 1916 |
| Andere Bezeichnung | 1916 SO, 1978 RS5 |
| Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom JPL Small-Body Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten. | |
(843) Nikolaia ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 30. September 1916 vom dänischen Astronomen Holger Thiele an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf bei einer Helligkeit von 13,5 mag entdeckt wurde. Nachträglich konnte festgestellt werden, dass das Objekt bereits am 20. September an der Großherzoglichen Bergsternwarte in Heidelberg fotografiert worden war.
Nachdem das Objekt noch bis zum 14. Dezember 1916 weiter an der Hamburger Sternwarte beobachtet werden konnte, war es danach für lange Zeit wegen unzureichender Bahnbestimmungen auf Grundlage der Beobachtungen aus 1916 verloren. Erst im Rahmen einer Untersuchung, bei der die alten Photoplatten mit modernen Methoden neu ausgewertet wurden, wurde nach 65 Jahren eine neue Beobachtungskampagne am La-Silla-Observatorium in Chile gestartet und der Asteroid gleich auf der ersten Aufnahme vom 28. Mai 1981 wieder aufgefunden.[1]
Der Asteroid ist benannt zu Ehren des dänischen Astronomen und Mathematikers Thorvald Nicolai Thiele (1838–1910), des Vaters des Entdeckers.
Wissenschaftliche Auswertung
Mit dem Weltraumteleskop Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS) konnten während dessen Durchmusterung des Südhimmels 2018 bis 2019 auch Objekte des Sonnensystems beobachtet werden. Dabei wurden auch die Lichtkurven von fast 10.000 Asteroiden aufgezeichnet. Für (843) Nikolaia wurde aus Messungen vom 29. Juni bis 17. Juli 2019 eine Rotationsperiode von 22,6308 h erhalten.[2]
Siehe auch
Weblinks
- (843) Nicolaia beim IAU Minor Planet Center (englisch)
- (843) Nicolaia in der Small-Body Database des Jet Propulsion Laboratory (englisch).
- (843) Nicolaia in der Datenbank der „Asteroids – Dynamic Site“ (AstDyS-2, englisch).
Einzelnachweise
- ↑ L. D. Schmadel, L. Kohoutek: Recovery of the Long Lost Minor Planet (843) Nicolaia after 65 Years (Astronomisches Rechen-Institut Heidelberg – Mitteilungen Serie B). In: Astronomische Nachrichten. Band 303, Nr. 2, 1982, S. 139–141, doi:10.1002/asna.2103030211 (PDF; 202 kB).
- ↑ A. Pál, R. Szakáts, Cs. Kiss, A. Bódi, Zs. Bognár, Cs. Kalup, L. L. Kiss, G. Marton, L. Molnár, E. Plachy, K. Sárneczky, Gy. M. Szabó, R. Szabó: Solar System Objects Observed with TESS – First Data Release: Bright Main-belt and Trojan Asteroids from the Southern Survey. In: The Astrophysical Journal Supplement Series. Band 247, Nr. 1, 2020, S. 1–41, doi:10.3847/1538-4365/ab64f0 (PDF; 1,06 MB).