Nicolás de Carlo

Nicolás de Carlo (* 14. September 1882 in Pietraroia, Königreich Italien; † 19. Oktober 1951 in Resistencia, Argentinien) war ein römisch-katholischer Bischof und erster Bischof der Diözese Resistencia in der Provinz Chaco, Argentinien.

Leben

De Carlo kam noch im Kleinkindalter mit seiner Familie nach Argentinien und wuchs in der Provinz Entre Ríos auf. Seine schulische und kirchliche Ausbildung erhielt er Colegio de la Inmaculada der Jesuiten in Santa Fe.

Er trat den Jesuiten aber nicht bei und empfing am 18. März 1905 die Priesterweihe für das Bistum Paraná.

Priester

Nach seiner Priesterweihe wirkte De Carlo u. a. als Lehrer im Priesterseminar und übernahm seelsorgerische Aufgaben in Paraná. Er war auch Vize-Rektor des Seminars und später Generalvikar der Diözese Paraná.

Bischof

Am 2. August 1918 ernannte Papst Benedikt XV. ihn zum Titularbischof von Eleutheropolis in Palaestina und Weihbischof in Paraná. Am 30. März 1919 weihte Abel Juan Bazán y Bustos, Bischof von Paraná, ihn zum Bischof. Mitkonsekratoren waren José Anselmo Luque, Weihbischof in Córdoba, und Carlos Echenique Altamira, Weihbischof in Tucumán. Am 1. Dezember 1936 ernannte Papst Pius XI. ihn zum Weihbischof von Santa Fe und zum Apostolischen Administrator Chaco und Formosa.

Mit der Gründung der Diözese Resistencia durch die Bulle Eclesiarum Omnium von Papst Pius XII. am 3. Juni 1939 wurde er ihr erster Bischof. Die Amtseinführung erfolgte am 20. Oktober 1940. 1941 kaemn auch sie Salesianer Don Boscos in das Gebiet.

Während seiner Amtszeit setzte De Carlo sich intensiv missionarisch ein, besonders unter den indigenen Völkern wie Qom, Wichi und Pilagá. Er gründete zahlreiche Pfarreien, Kapellen und Schulen, Internate sowie soziale Einrichtungen wie Asyle und Krankenstationen. 1938 rief er die Jesuiten in das Gebiet. Ein besonderes Augenmerk legte er auf die soziale Caritas, auf Werkstätten‑Kapellen für Arbeitslose und Frauen sowie medizinische Ambulanzen.

Tod und Nachwirkung

Nicolás de Carlo starb am 19. Oktober 1951 in Resistencia. Er hinterließ eine Diözese mit zahlreichen Kirchen, Priestern und sozialen Einrichtungen. In der Provinz Chaco gibt es heute mehrere Schulen, Straßennamen und öffentliche Gebäude, die nach ihm benannt wurden.

Literatur / Quellen

  • Polich de Calvo, Lidia: Hombres y mujeres que hicieron Chaco – Biographien bedeutender Persönlichkeiten der Provinz Chaco. :
  • „Memoria Monseñor Nicolás de Carlo“ (spanisch)