Niall McGinn

Niall McGinn
McGinn im Trikot von Celtic
Personalia
Geburtstag 20. Juli 1987
Geburtsort Donaghmore, Nordirland
Größe 178 cm
Position Rechtsaußen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2006–2008 Dungannon Swifts 42 0(4)
2008 Derry City 30 0(6)
2009–2012 Celtic Glasgow 38 0(4)
2011–2012 → FC Brentford (Leihe) 37 0(5)
2012–2017 FC Aberdeen 179 (58)
2017 Gwangju FC 7 0(0)
2018–2022 FC Aberdeen 100 (13)
2022–2023 FC Dundee 19 0(1)
2023–2025 Glentoran FC 50 0(14)
2024–2025 → Greenock Morton (Leihe) 20 0(1)
2025– Peterhead FC 30 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2008–2022 Nordirland 72 0(6)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 14. Januar 2026

2 Stand: 14. Januar 2026

Niall McGinn (* 20. Juli 1987 in Donaghmore) ist ein nordirischer Fußballspieler auf der Position eines Mittelfeldspielers. Er steht beim FC Dundee unter Vertrag. Aktuell ist er an den Glentoran FC verliehen.

Karriere

Verein

McGinn begann seine Karriere bei den Dungannon Swifts in seiner Heimat Nordirland. In seiner ersten vollen Saison 2007/08 wurde er in der höchsten nordirischen Spielklasse mit dem Team Zehnter. In der Saison zuvor durfte McGinn bereits internationale Luft schnuppern, als er mit Dungannon im UI-Cup antritt. Im Spiel gegen den Vertreter aus Island Keflavík ÍF, spielte der Mittelfeldspieler bis zur 69. Minute, ehe er gegen Mark Scott ausgewechselt wurde. Im Winter 2008/09 wechselte er zu Derry City in die höchste irische Spielklasse. Am Ende der Saison wurde der dritte Platz belegt, und daraufhin wechselte McGinn in der Übertrittszeit 2009/10 zu Celtic Glasgow nach Schottland. Sein Debüt in der Scottish Premier League gab der Nordire am 12. September 2009 gegen Dundee United. Er stand dabei in der Startelf, wurde aber in der 79. Minute für Kōki Mizuno ausgewechselt. Auch in der ersten Europa-League-Saison 2009/10 wurde er fünfmal eingesetzt. Celtic war in den Play-offs der UEFA Champions League am FC Arsenal gescheitert, dem Vierten der Premier League 2008/09, durfte aber in der Gruppenphase der Europa League weiter spielen. Hier belegte Celtic hinter dem israelischen Vizemeister Hapoel Tel Aviv und dem Bundesliga-Fünften Hamburger SV nur den dritten Platz. In der Meisterschaft mussten sie sich Dauerrivale Glasgow Rangers beugen und wurden mit sechs Punkten Rückstand Vizemeister. Dabei waren sie beste Mannschaft der Meisterschafts-Play-offs, konnten die 11 Punkte Rückstand aus der ersten Runde nicht wett machen. Celtic war damit aber für die 3. Qualifikationsrunde der UEFA Champions League 2010/11 qualifiziert, in der die Mannschaft am portugiesischen Vizemeister Sporting Braga scheiterte, McGinn aber nicht berücksichtigt wurde. In der Saison 2010/11 hatte Celtic nach der ersten Runde nur einen Punkt Rückstand auf die Rangers, konnte in den Meisterschafts-Play-offs diesen aber nicht mehr aufholen und wurde erneut Vizemeister. Im Scottish FA Cup 2010/11 gewann Celtic das Finale gegen den FC Motherwell, McGinn kam im gesamten Pokalwettbewerb aber zu keinem Einsatz. Im Juli 2011 wurde er an den englischen Drittligisten FC Brentford ausgeliehen, bei dem er es mit 37 Ligaspielen auf mehr Einsätze brachte als bei Celtic in zuvor zwei Spielzeiten. Im Juli 2012 wechselte er dann ablösefrei zum FC Aberdeen und spielte wieder in der Scottish Premier League. In seiner ersten Saison bei den „Dons“ musste er in die Abstiegs-Playoffs, die die Mannschaft aber problemlos überstand. Mit 20 Toren war McGinn viertbester Torschütze. In der folgenden Saison war er zwar mit 13 Toren nur noch einer der beiden siebtbesten Torschützen, die Dons schlossen aber die 1. Runde als zweitbeste Mannschaft ab und waren nach den Meisterschafts-Playoffs als Dritte für die 1. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2014/15 qualifiziert. Zudem gewann er mit Aberdeen den Scottish League Cup 2013/14. In der UEFA Europa League setzten sich die Schotten gegen den estnischen Vierten FK Daugava Riga durch. Auch die zweite Runde gegen den FC Groningen wurde überstanden, wobei McGinn ein Tor zum 2:1-Sieg in Groningen beisteuerte.[1] In der dritten Runde verloren sie dann aber beide Spiele gegen Real Sociedad San Sebastián, den Siebten der spanischen Meisterschaft. McGinn kam in allen sechs Spielen zum Einsatz, in denen er zwei Tore erzielte. Die Saison 2014/15 schloss Aberdeen als Vizemeister ab, hatte aber am Ende 17 Punkte Rückstand auf Celtic. Sie hatten sich aber die Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2015/16 gesichert. Diese überstanden sie nur durch die Auswärtstorregel gegen den mazedonischen Dritten KF Shkëndija, wobei McGinn die Schotten beim 1:1 im Hinspiel in Skopje mit 1:0 in Führung gebracht hatte, so dass ein 0:0 im heimischen Stadion im Rückspiel reichte.[2] In der zweiten Runde gegen den kroatischen Vizemeister HNK Rijeka gewannen sie zunächst in Rijeka mit 3:0. Beim Rückspiel lagen sie aber in der 63. Minute mit 0:2 zurück. Eine Minute später gelang McGinn der Anschlusstreffer und acht Minuten später den Dons noch der Ausgleich. In der dritten Runde führte sie die Reise ins weit entfernte Kasachstan, wo sie auf den kasachischen Dritten FK Qairat Almaty trafen und verloren mit 1:2. Dies konnten sie mit einem 1:1 im Rückspiel nicht mehr ausgleichen. Die Saison 2015/16 schloss er mit Aberdeen wieder als Vizemeister ab und konnte den Rückstand auf Celtic nun auf 15 Punkte verringern.

Gwangju

Im Juni 2017 machte Ki Young-ok, Fußballdirektor von Gwangju FC und Vater des ehemaligen Celtic-Mittelfeldspielers Ki Sung-yueng, McGinn ein Angebot, dem Verein beizutreten. Am 4. Juli wechselte McGinn als erster Spieler der K League aus dem Vereinigten Königreich zu Gwangju. McGinn hatte Mühe, sich in Korea einzuleben, und es wurde einvernehmlich vereinbart, seinen Vertrag im November 2017 zu beenden.

Aberdeen (zweiter Einsatz)

Obwohl McGinn Angebote von Hearts und Hibernian erhalten hatte, kam er am 28. Dezember 2017 mit einem Dreieinhalbjahresvertrag von Aberdeen zurück und trat dem Verein am 1. Januar 2018 offiziell wieder bei. Er stand erneut auf der Verliererseite seiner früheren Arbeitgeber, als Celtic Aberdeen im Finale des Scottish League Cup 2018 mit 1:0 besiegte, nachdem er in der Scottish Premiership 2017–18 ebenfalls den zweiten Platz hinter ihnen belegt hatte.

Dundee

Am 24. Januar 2022 wechselte McGinn zum schottischen Erstligisten FC Dundee und unterschrieb einen Vertrag über 18 Monate. Zwei Tage später gab er sein Debüt als Einwechselspieler gegen St. Johnstone. Sein erstes Tor für Dundee erzielte McGinn im schottischen Pokal gegen Peterhead. Sein erstes Ligator für die „Dee“ fiel beim 3:1-Heimsieg gegen Hibernian.

McGinn erzielte Dundees erstes Pflichtspieltor der Saison 2022/23 beim Sieg gegen Hamilton Academical im schottischen Ligapokal. Nachdem er nicht mehr zum Einsatz gekommen war, verließ McGinn Dundee am 9. Januar 2023 im gegenseitigen Einvernehmen.

Glentoran

Am selben Tag kehrte McGinn in seine nordirische Heimat zurück und unterschrieb einen Vertrag beim NIFL-Premiership-Club Glentoran.

Am 1. Dezember 2023 wurde McGinn für seine Beteiligung an allen Toren beim 4:0-Sieg gegen Glentorans Erzrivalen Linfield gelobt.

Greenock Morton (Leihe)

Am 31. August 2024 kehrte McGinn auf Leihbasis bis zum Saisonende zum schottischen Zweitligisten Greenock Morton zurück. Sein Debüt für die „Ton“ gab er noch am selben Tag als Einwechselspieler in einem Heimspiel gegen Falkirk. Am 26. Februar 2025 erzielte McGinn sein erstes Tor für Morton bei einer Auswärtsniederlage gegen Livingston. Nach Saisonende bestätigte sein Stammverein Glentoran, dass McGinn den Verein nach Vertragsende verlassen würde.

Peterhead

Am 6. Juli 2025 wechselte McGinn auf Leihbasis für ein Jahr zum schottischen Drittligisten Peterhead. Am 12. August erzielte McGinn seine ersten beiden Tore für Peterhead bei einem Sieg im Scottish Challenge Cup gegen Aberdeen U21.

Nationalmannschaft

Sein Debüt für die Nationalmannschaft gab Niall McGinn am 19. November 2008 im freundschaftlichen Länderspiel gegen Ungarn in Belfast. Das Spiel ging mit 0:2 verloren, McGinn wurde in der 55. Minute für Michael Duff eingewechselt. Anschließend stand er in der Weltmeisterschaftsqualifikation im Aufgebot und kam aber nach vier Spielen als Bankdrücker und zwei Einsätzen in Freundschaftsspielen erst im September 2009 beim 0:2 gegen die Slowakei zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz und einen Monat später zu seiner ersten Partie über 90 Minuten. Durch die Niederlage gegen die Slowaken und das anschließende 1:1 gegen die Tschechen verpassten die Nordiren die WM-Endrunde in Südafrika. Auch die folgende Qualifikation für die EM 2012, bei der er zu sechs Einsätzen kam, verlief wieder erfolglos.

In der nächsten WM-Qualifikation kam er am 16. Oktober 2012 beim 1:1 gegen Portugal zu seinem ersten Einsatz nach einem Bänderriss und erzielte beim 100. Länderspiel von Cristiano Ronaldo sein erstes Länderspieltor und damit die 1:0-Führung für die Nordiren.[3] Er wurde dann in den nächsten 13 Spiele auch eingesetzt, die Nordiren konnten sich aber auch unter dem neuen Trainer Michael O’Neill nicht für die WM qualifizieren.

In der Qualifikation für die Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er im ersten Spiel gegen Ungarn zwar erst im letzten Drittel eingewechselt, erzielte dann aber den 1:1-Ausgleich und bereitete den 2:1-Siegtreffer für Nordirland vor. In sieben der verbliebenen neun Partien kam er zum Einsatz und dreimal half er mit Vorlagen wertvolle Punkte zu sichern. Am Ende gelang Nordirland erstmals die Teilnahme an einer EM und McGinn wurde in das Aufgebot seines Landes aufgenommen. Zum Auftakt gegen Polen wurde er noch nicht eingesetzt. In der zweiten Partie gegen die Ukraine kam er wenige Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zu seinem EM-Debüt. In der letzten Minute der Nachspielzeit erzielte er das 2:0 für sein Team und machte damit den ersten EM-Sieg Nordirlands überhaupt perfekt.[4] Gegen Weltmeister Deutschland wurde er im letzten Gruppenspiel auch erst gegen Ende eingewechselt, konnte dem mit 0:1 verlorenen Spiel aber keine Wende mehr geben. Dennoch qualifizierten sich die Nordiren als viertbester Gruppendritter für das Achtelfinale, wo es gegen Wales zum ersten britischen K.-o.-Spiel bei einem großen Fußballturnier kam. Nachdem Gareth McAuley eine Viertelstunde vor Schluss den Ball zum 0:1 ins eigene Netz gelenkt hatte, kam McGinn zum dritten Mal als Einwechselspieler zum Zug, konnte aber nichts mehr beitragen, um das Turnier-Aus abzuwenden.

Erfolge

  • Schottischer Meister 2011/12 (mit Celtic ohne Einsatz)
  • Schottischer Ligapokalsieger 2008/09 (mit Celtic ohne Einsatz), 2013/14 (mit Aberdeen)
  • Schottischer Pokalsieger 2010/11 (mit Celtic ohne Einsatz)
  • Qualifikation für das EM-Achtelfinale 2016
Commons: Niall McGinn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Groningen vs. Aberdeen FC 1 - 2
  2. Shkendija vs. Aberdeen FC 1 - 1
  3. Portugal - North. Ireland 1:1
  4. Historischer Sieg für Nordirland, weltfussball.de, 16. Juni 2016