Neustift am Hartberg

Neustift am Hartberg (Streusiedlung)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Aspangberg-St. Peter  (KG Großes Amt)
Koordinaten 47° 32′ 15″ N, 16° 5′ 38″ Of1
f3f0
Einwohner der Ortschaft 81 (1. Jän. 2025)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05181
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
f0
81

BW

Neustift am Hartberg (früher auch Unterbach) ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Aspangberg-St. Peter im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 81 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Die im Südosten des Gemeindegebietes und südlich des namensgebenden Hartberges gelegene Streusiedlung besteht aus zahlreichen Einzellagen und verfügt nicht über ein historisch gewachsenes Zentrum. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 29 Adressen.[2] Im Ort befindet sich ein Kaolinbergwerk, zugleich der größte Arbeitgeber des Ortes.

Geschichte

Die Bewohner waren mittelmäßig bestiftete Waldbauern, die auch Ackerbau und Viehzucht betrieben, berichtete Schweickhardt im 19. Jahrhundert, wobei er besonders deren Viehzucht löblich darstellte. Im Jahr 1822 wurde der Ort mit acht Häusern genannt, die nach Aspang eingepfarrt waren, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Aspang besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Aspang, Friedberg und Krumbach sowie dem Stift Neukloster.[3]

Nach dem Umbruch 1848 war der Ort bis 1867 dem Amtsbezirk Aspang zugeteilt und Teil der damaligen Gemeinde Aspang-Amt, die mit 28. Mai 1960 in Aspangberg umbenannt wurde.[4]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Neusiedl bis Pottendorf. Mechitaristen, Wien 1832, S. 189 (Neustift in der Google-Buchsuche).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 109, Sektion Aspang, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,5 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 252.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 70 (Neustift in der Google-Buchsuche).
  4. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 113. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 6. Dezember 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 081/1960)