Neuruppersdorf

Neuruppersdorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Neuruppersdorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Wildendürnbach
Koordinaten 48° 45′ 8″ N, 16° 31′ 6″ Of1
Höhe 226 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 449 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 13,83 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05087
Katastralgemeindenummer 13041

Das alte, außer Dienst gestellte Feuerwehrhaus
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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449

Neuruppersdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Wildendürnbach im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 449 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1971 bestand Neuruppersdorf als selbständige Ortsgemeinde.[2]

Geografie

Das östlich von Wildendürnbach liegende, ursprünglich längs eines Angers angelegte Dorf wird vom Wildendürnbach zur Thaya hin entwässert; der Anger wurde später aber teilweise verbaut und der Bach ist großteils verrohrt. An Neuruppersdorf vorbei führt die Landesstraße L36, von der man in den Ort abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 218 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Neuruppersdorf als Dorf mit 118 Häusern genannt, das nach Wildendürnbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Steinebrunn besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Althof Retz ausgeübt und die Untertanen und Grundholde gehörten den Herrschaften Steinebrunn, Poysbrunn und Althof Retz sowie den Minoritenkonvent im Stift Asparn.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Neuruppersdorf ein Bäcker, ein Binder, zwei Fleischer, drei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Sägewerk, zwei Schmiede, zwei Schneider, drei Schuster, ein Trafikant, zwei Tischler, ein Viehhändler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig. Etwas außerhalb gab es eine Ziegelei.[5]

Im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung vereinigten sich per 1. Jänner 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Neuruppersdorf, Pottenhofen und Wildendürnbach.[2]

Sehenswertes

Persönlichkeiten

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Ronthal bis Schönborn. Mechitaristen, Wien 1835, S. 26 (Ruppersdorf (Neu-)Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 5. Band: Pellendorf; b) Riedenthal (Groß-)).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 19, Sektion Falkenstein, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,3 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 238.
Commons: Neuruppersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 41. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 26. Dezember 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 264/1971)
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 210 (Ruppersdorf (Neu-) in der Google-Buchsuche).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 372