Neue Geschichten vom Franz
| Film | |
| Titel | Neue Geschichten vom Franz |
|---|---|
| Produktionsland | Österreich, Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Länge | 68 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen |
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| Stab | |
| Regie | Johannes Schmid |
| Drehbuch | Sarah Wassermair |
| Produktion | Michael Kitzberger, Katharina Posch, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter, Markus Glaser, Ingo Fliess |
| Musik | Toni Dobrzanski |
| Kamera | Matthias Grunsky |
| Schnitt | Karin Hammer |
| Besetzung | |
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| Chronologie | |
Neue Geschichten vom Franz ist ein österreichisch-deutscher Spielfilm von Johannes Schmid aus dem Jahr 2023 mit Jossi Jantschitsch in der Titelrolle als Franz Fröstl und Ursula Strauss und Simon Schwarz als dessen Eltern. Das Drehbuch von Sarah Wassermair basiert auf der Buchreihe Geschichten vom Franz von Christine Nöstlinger.[3][4] Es handelt sich um die Fortsetzung von Geschichten vom Franz (2022).
Handlung
Gabi und Eberhard sind die besten Freunde des zehnjährigen Franz Fröstl aus Wien. Weil sich die beiden ständig streiten, stellt Franz für die Sommerferien einen Zeitplan auf, bei dem er nur mit jeweils einem von beiden etwas unternimmt, damit sich die beiden Streithähne nicht begegnen müssen. Als die drei zufällig im Freibad trotzdem aufeinandertreffen, leidet auch die Freundschaft von Franz zu den beiden.
Nachdem Franz ein Gespräch seiner Eltern mithört, wonach ein gemeinsamer Feind verbinde und das stärkste Band einer Freundschaft sei, kommt Franz eine Idee. Gabi will Detektivin werden und einen Einbrecher schnappen, der im Bezirk unterwegs ist. Franz findet, dass sich seine Nachbarin Berger sehr verdächtig verhält. Als ihr die Handtasche runterfällt, entdeckt Franz darin Perlenketten. Zuletzt wurde von gestohlenem Schmuck berichtet. Um Gabi und Eberhard wieder zu versöhnen, bringt er die beiden zusammen und die drei beginnen gemeinsam, zu observieren und Beweise zu sammeln.
Unter anderem folgen sie Frau Berger ins Kaufhaus Steffl, wo sie ein Gespräch von ihr am Handy aufzeichnen, aber dabei vom Kaufhausdetektiv erwischt werden. Berger hatte sich telefonisch zur Schmuckübergabe am Abend in einer abgelegenen Lagerhalle verabredet, das Trio folgt ihr dahin. Überraschenderweise taucht dort auch ihr Lehrer Zickzack auf, der vom „Raub der Zauberschwestern“ spricht. Franz will zur Polizei, während Gabi erst Beweise sammeln möchte.
Bei der Rückkehr von Frau Berger in ihre Wohnung bittet Franz sie um ein Glas Wasser, sodass er sich dort umsehen kann. Er entdeckt ein Flugblatt der Theatergruppe Apollo für das Stück Die gefesselte Phantasie, wo Berger mitwirkt. Als junge Frau wollte sie Schauspielerin werden, allerdings hatte sie großes Lampenfieber und sich daher für einen anderen Beruf entschieden. Weil Franz sagt, dass er das kennt, gibt sie ihm Tipps, was er dagegen tun könnte.
Die Mutter von Franz rät ihm, Gabi und Eberhard die Wahrheit über Frau Berger zu sagen. Allerdings geben seine beiden Freunde an, sich nur wegen der gemeinsamen Ermittlungen zu vertragen. Gabi will in Bergers Wohnung einbrechen, um das vermeintliche Diebesgut sicherzustellen. Um den Einbruch zu verschieben, isst Franz Erdbeeren, gegen die er allergisch ist. Gabi und Eberhard wollen ohne ihn trotzdem einbrechen, während Frau Berger beim Friseur ist.
In Bergers Wohnung gesteht Franz seinen Freunden schließlich, dass er die ganze Zeit wusste, dass der Schmuck nur fürs Theater war. Franz wirft unabsichtlich eine Blumenvase hinunter, worauf Frau Berger ausrutscht und mit einem Beinbruch ins Krankenhaus kommt. Das Trio organisiert daraufhin, dass die Vorstellung etwas später beginnt, sodass Frau Berger im Rollstuhl doch noch auf der Bühne singen kann. Außerdem stellt sich heraus, dass der Kaufhausdetektiv der gesuchte Einbrecher war.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden im September und Oktober 2022 in Wien und Niederösterreich statt.[4][5] Unterstützt wurde die Produktion vom FilmFernsehFonds Bayern, vom Österreichischen Filminstitut, vom Filmfonds Wien, von FISA Filmstandort Austria sowie dem Land Niederösterreich und Creative Europe MEDIA, beteiligt war der Österreichische Rundfunk.[5]
Produziert wurde der Film von der österreichischen Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion und der deutschen if... Productions (Produzenten Michael Kitzberger, Katharina Posch, Wolfgang Widerhofer, Nikolaus Geyrhalter, Markus Glaser Markus Glaser, Ingo Fliess).[6] Den Vertrieb übernahm in Deutschland Wild Bunch Germany.[5]
Die Kamera führte Matthias Grunsky, die Musik schrieb Toni Dobrzanski, die Montage verantwortete Karin Hammer und das Casting Martina Poel. Den Ton gestaltete Klaus Kellermann, das Kostümbild Leonie Zykan, das Szenenbild Renate Schmaderer und die Maske Verena Pellegrini-Eichtinger und Regina Breitfellner.[4][6][5]
Veröffentlichung
Premiere war am 25. Juni 2023 beim Kinderfilmfest des Filmfests München.[3]
Der österreichische und deutsche Kinostart erfolgte am 7. September 2023.[4][7]
Im ORF wurde der Film am 28. Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.[8]
Rezeption
Kritiken
Oliver Armknecht vergab auf film-rezensionen.de sieben von zehn Punkten. Der Film sei wie schon der erste Teil ein gelungener und charmanter Kinderfilm. Der versöhnliche Ton würde dabei mit einem kleinen Kriminalfall verbunden, der zwar nicht übermäßig komplex sei, die Zielgruppe aber etwas rätseln lasse.[9]
Julia Schafferhofer bezeichneten den Film in der Kleinen Zeitung als liebenswerte Fortsetzung nach einem gewitzten Drehbuch, die mit Lausern, zuhörenden Eltern, Wiener Lokalkolorit zwischen Gänsehäufl und U-Bahn sowie modernen Rollenbildern punkte.[10]
Susanne Gottlieb schrieb auf DerStandard.at, dass die Produktion wohltuend von anderen Kinderfilmen abhebe und sich der Verlockung entziehe, seine Konflikte auf allzu simple Lösungen zu reduzieren. Erneut sei dem Team ein amüsanter wie tiefgründiger Blick auf Fragen von Freundschaft, Loyalität und Selbstverwirklichung gelungen.[11]
Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) zeichnete den Film mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ aus[12].
Kinobesucher
Mit insgesamt 64.774 Kinobesuchern lag der Film auf Platz 4 der österreichischen Produktionen des Kinojahres 2023.[13]
Weblinks
- Neue Geschichten vom Franz bei IMDb
- Neue Geschichten vom Franz bei crew united
- Neue Geschichten vom Franz auf geyrhalterfilm.com
- Neue Geschichten vom Franz auf wildbunch-germany.de
- Neue Geschichten vom Franz auf ORF ON
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Neue Geschichten vom Franz. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 244336).
- ↑ Alterskennzeichnung für Neue Geschichten vom Franz. Jugendmedienkommission.
- ↑ a b Neue Geschichten vom Franz. In: filmfest-muenchen.de. Abgerufen am 24. Mai 2023.
- ↑ a b c d Neue Geschichten vom Franz. In: Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 23. Mai 2023.
- ↑ a b c d Neue Geschichten vom Franz bei crew united, abgerufen am 24. Mai 2023.
- ↑ a b Neue Geschichten vom Franz. In: geyrhalterfilm.com. Abgerufen am 23. Mai 2023.
- ↑ Neue Geschichten vom Franz. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 24. Mai 2023.
- ↑ ORF-Premiere: Neue Geschichten vom Franz. In: ORF.at. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ Oliver Armknecht: Neue Geschichten vom Franz. In: film-rezensionen.de. 11. Juli 2023, abgerufen am 12. Juli 2023.
- ↑ Julia Schafferhofer: Fortsetzung des Nöstlinger-Hits: Lauser mag man eben. In: Kleine Zeitung. 6. September 2023, abgerufen am 7. September 2023.
- ↑ Susanne Gottlieb: Christine Nöstlingers "Neue Geschichten vom Franz" im Kino. In: DerStandard.at. 9. September 2023, abgerufen am 9. September 2023.
- ↑ Neue Geschichten vom Franz. Abgerufen am 5. September 2023.
- ↑ Österreichische Kinocharts 2023: Die 10 erfolgreichsten Filme! In: film.at. 3. Januar 2024, abgerufen am 3. Januar 2024.