Netzkarte (Roman)

Netzkarte ist ein Roman von Sten Nadolny. Er erschien erstmals 1981 im List Verlag in München.

Inhalt

Sten Nadolny gibt sich in einem Vorwort als Redakteur der Notizen aus, die Ole Reuter in der Zeit von 1976 bis 1980 mit der Bitte, daraus einen Roman zu machen, erstellt hat.

In dieser Zeit reiste der Protagonist, der sich am Ende seines Lehramtsstudiums befand, zweimal mit einer Netzkarte der Deutschen Bundesbahn quer durch die alte Bundesrepublik und nach West-Berlin. Er schildert beiläufige Erlebnisse während seiner Reisen, die ihn oft in Kleinstädte führen und Versuche, mit Frauen in Kontakt zu treten. Zu Judith, einer Stenotypisten aus Bad Oldesloe, entwickelt sich eine Romanze und die beiden reisen später für einige Zeit gemeinsam. Jedoch bricht auch der Kontakt zu ihr ab.

In der Zeit, die zwischen der ersten Reise 1976 und der zweiten 1978 vergangen ist, arbeitet Ole Reuter in einer Filmcrew. Die Erlebnisse der zweiten sind Reise sind ähnlicher zu der der ersten, jedoch bemerkt er, dass die Netzkarte inzwischen teurer und das Streckennetz kleiner geworden ist. Am Ende hat Ole ein erneutes Treffen mit einer Frau, die Judith sehr ähnelt.

In einen Brief an Sten Nadolny betont Ole Reuter noch einmal, dass die Frau am Ende seiner Aufzeichnungen nicht mit Judith identisch gewesen ist. Er bittet ihn weiterhin, seine Aufzeichnungen nicht zu verfälschen und erwähnt, dass er in die USA ausgewandert sei.

Kritik

„Nadolny präsentiert in sachlicher Sprache das Lebensgefühl einer Generation, deren Welt zwar begrenzt und doch geprägt ist von Neugier und nahezu unendlichen Möglichkeiten.“

Michael Kuhl[1]

Literatur

  • Sten Nadolny: Netzkarte List, München 1981, ISBN 3-471-78220-6.

Einzelnachweise

  1. https://kuhlebuecher.com/2021/03/17/netzkarte-von-sten-nadolny/