Nenzigasttal
| Nenzigasttal
| ||
|---|---|---|
|
Nenzigasttal taleinwärts | ||
| Lage | Österreich | |
| Gewässer | Nenzigastbach | |
| Gebirge | Verwall | |
| Geographische Lage | 47° 6′ 16″ N, 10° 6′ 26″ O | |
|
| ||
| Länge | 6 km | |
| Fläche | 19 km² | |
Das Nenzigasttal ist ein unbewohntes südliches und orographisch linkes Seitental des Klostertals in Vorarlberg, Österreich. Sein Hauptgewässer ist der Nenzigastbach mit einem Gesamteinzugsgebiet von 19,26 km2.[1]
Lage und Umgrenzung
Das Nenzigasttal liegt im Gemeindegebiet von Klösterle. Geographisch liegt es im nördlichen Verwallgebirge. Im hinteren Talbereich gibt es ein westliches Seitental, das Eisental mit dem Eisentaler Bach. Umgrenzt wird das Einzugsgebiet des Nenzigastbachs von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Unterer Rauher Kopf – Oberer Rauher Kopf – Krachelspitze – Satteinser Spitze – Kaltenberg – Pflunspitze – Neue Reutlinger Hütte (am Übergang ins Gaflunatal) – Östliche Eisentaler Spitze – Westliche Eisentaler Spitze – Omesspitze – Burtschakopf.[2]
Geschichte
Früher wurde im Eisental nach Eisen geschürft, das mühsam auf einem alten Saumpfad unter dem Burtschakopf bis Danöfen zur Schmelze transportiert wurde.[3]
Erschließung und Almwirtschaft
Ein Güterweg für die Land- und Forstwirtschaft führt von Langen am Arlberg zur Alpe Nenzigast auf 1480 m Höhe. Die Alpe liegt etwa in der Talmitte, danach gibt es keine Straße mehr. Die Bettleralpe weiter taleinwärts auf 1996 m Höhe ist nicht mit dem PKW erreichbar. Ein anderer Güterweg führt von Danöfen bzw. Klösterle zur Thüringer Alpe, diese liegt auf einer Anhöhe auf der westlichen Seite des Nenzigasttales, unterhalb des Burtschakopfes auf 1820 m Höhe.[4]
Naturschutz
Der Großteil des Nenzigasttals gehört zum Europaschutzgebiet Verwall[5], zum Großraumbiotop Nenzingasttal-Eisentaler Region (Nr. 11219)[6] und zur Weißzone Nenzigast.[7] Am Taleingang befinden sich mehrere wertvolle Hochmoor-Biotope mit einer Gesamtfläche von 6,13 ha, sie werden zusammengefasst als Biotop Nr. 11208, Schwendi, Schneckenböden, Riedboden.[6] Sie liegen in 1200 bis 1400 m Höhe.
Weblinks
Wandern
Von Langen am Arlberg über den Güterweg geht man 90 Minuten bis zur Alpe Nenzigast, dort ist im Sommer einen Jausenstation. Von Klösterle aus führt ein Wanderweg mit Serpentinen hinauf auf die Schwende und dann geht es weiter auf dem Güterweg zur Alpe, das ist etwas schneller, landschaftlich schöner, aber steiler. Von Langen bis zur Neuen Reutlinger Hütte geht es ab Langen 4½ Stunden.[8]
Einzelnachweise
- ↑ Flächenverzeichnis der österreichischen Flussgebiete Rheingebiet. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Wandern. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Biotope Vorarlberg. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Landesstraßen. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Schutzgebiete. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ a b Biotopinventar. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Nenzigast. In: Inventar Weißzone. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Wegweiser Langen am Arlberg, Bahnhof. Abgerufen am 20. Dezember 2025.