Narciso (Film)

Film
Titel Narciso
Produktionsland Paraguay, Deutschland, Uruguay, Brasilien, Portugal, Spanien, Frankreich
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 2026
Länge 90 Minuten
Stab
Regie Marcelo Martinessi
Drehbuch Marcelo Martinessi
Produktion Sebastián Peña Escobar,
Marcelo Martinessi,
Christoph Friedel,
Agustina Chiarino,
Marina Perales Marhuenda,
Frederico Cesca
Besetzung

Narciso ist ein Spielfilm von Marcelo Martinessi aus dem 2026. Die internationale Koproduktion mit Diro Romero, Manuel Cuenca, Mona Martinez und Nahuel Pérez Biscayart wird im Februar 2026 im Rahmen der Filmfestspiele Berlin (Berlinale) uraufgeführt.

Handlung

Asunción, im Jahr 1958: Narciso kehrt von Buenos Aires in seine Heimat Paraguay zurück. Während die Militärdiktatur die Gesellschaft in lähmende Angst versetzt hat, macht der frühere Landwirt sein Umfeld mit der Musikrichtung Rock ’n’ Roll vertraut, die er in Argentinien kennengelernt hat. Narciso ist ein guter Tänzer und weckt Begehren sowohl bei Frauen als auch Männern. Er beginnt beim Radio zu arbeiten und avanciert mit seiner eigenen Rock-’n’-Roll-Sendung bei Radio Americana zur lokalen Berühmtheit. Ein Jahr später fällt der 28-Jährige, der sich nie vereinnahmen ließ, einem Verbrechen aus Leidenschaft zum Opfer. Die Militärdiktatur nutzt den Mord an Narciso aus, um jede Person zu inhaftieren, die eine Bedrohung für das Regime darstellen könnte.[1][2]

Veröffentlichung

Die Weltpremiere von Narciso erfolgt im Februar 2026 im Rahmen der 76. Filmfestspiele Berlin. Dort wurde das Werk in die Sektion Panorama aufgenommen[3] Martinessis Regiearbeit blicke ähnlich wie The Education of Jane Cummung in derselben Sektion „auf gelebte queere Realitäten der Vergangenheit zurück und“ ergänze „die queere Geschichtsschreibung“.[4]

Auszeichnungen

Noch in der Produktionsphase wurde das Filmprojekt (Arbeitstitel: ¿Quién mató a Narciso? beziehungsweise Who Killed Narciso?, dt.: „Wer hat Narciso getötet?“) im September 2020 auf dem Festival von San Sebastián mit dem Dale! Award prämiert.[5] Wenige Monate später folgte auf dem Co-Production Market der Berlinale 2021 der mit 6000 Euro dotierte Prix ARTE Kino International für Marcelo Martinessi und Koproduzent Sebastián Peña Escobar.[6]

Im Rahmen der Berlinale 2026 ist der Film automatisch für den Panorama Publikumspreis nominiert.

Literatur

Guido Rodríguez Alcalá: Narciso. Asunción, Paraguay : Criterio Ediciones, 2016. – ISBN 978-99967-48-16-5.

Einzelnachweise

  1. ¿Quién mató a Narciso?. In: lababosacine.com (englisch; abgerufen am 18. Januar 2023).
  2. ¿Quién mató a Narciso? / Who Killed Narciso?. In: sansebastianfestival.com (abgerufen am 18. Januar 2023).
  3. Vier minus drei. In: berlinale.de, 14. Januar 2026 (abgerufen am 14. Januar 2026).
  4. „Desire Lines“ – Das Panorama-Programm ist vollständig. In: berlinale.de, 14. Januar 2026 (abgerufen am 14. Januar 2026).
  5. Dale! Award awarded to “Who Killed Narciso?” directed by Marcelo Martinessi (Paraguay). In: europeanfilmagencies.eu, 25. September 2020 (abgerufen am 18. Januar 2023).
  6. Prix ARTE Kino International au projet Who Killed Narciso? de Marcelo Martinessi. In: arte.tv, März 2021 (abgerufen am 18. Januar 2023).