Narbonnais

Als Narbonnais oder Le Narbonnais oder Le Pays Narbonnais (das Narbonner Land) oder in der weiblichen Form La Narbonnaise wird eine Landschaft um die südfranzösische Stadt Narbonne bezeichnet. Sie umfasst den östlichsten Teil des Déparments Aude, den Küstenstreifen des Departements. Der Name verweist auf die Stadt Narbonne, die in diesem Landstrich liegt.

Das Gebiet des Narbonnais ist nicht deckungsgleich mit dem Gemeindeverband Grand Narbonne, auch wenn es große Überschneidungen gibt. Große Überschneidungen gibt es ebenfalls mit der historischen Vizegrafschaft Narbonne.

Das französische Wort „narbonnais“ ist auch das Adjektiv zur Stadt Narbonne und „un Narbonnais“ oder „une Narbonnaise“ ist im Französischen ein Einwohner beziehungsweise eine Einwohnerin der Stadt. Ob die Landschaft oder anderes gemeint ist muss daher aus dem Zusammenhang erschlossen werden.

Grenzen und zugehörige Gemeinden

Das Narbonnais liegt vollständig im Département Aude. Es grenzt im Norden an das Département Hérault, im Osten ans Mittelmeer und im Süden an das Département Pyrénées-Orientales. Es bildet in etwa das östliche Drittel des Arrondissement Narbonne.[2][1]

Die genauen Grenzen des Narbonnais werden, wenn überhaupt, je nach Quelle leicht unterschiedlich angegeben. Einer Liste auf der Website des Départements Aude zufolge[2] liegen die folgenden Städte und Gemeinden im Narbonnais: Armissan, Bages, Bizanet, Canet d’Aude, Caves, Coursan, Cuxac-d’Aude, Feuilla, Fitou, Fleury, Gruissan, Leucate, Marcorignan, Montredon-des-Corbières, Moussan, Narbonne, Névian, La Palme, Peyriac-de-Mer, Port-la-Nouvelle, Portel-des-Corbières, Raissac-d’Aude, Roquefort-des-Corbières, Salles-d’Aude, Sigean, Treilles, Villedaigne, Vinassan.[2] Laut einer anderen Quelle[1] gehört die Gemeinde Canet im Nordwesten nicht dazu, jedoch die Gemeinde Ouveillan im Norden des Gebiets.

Neben dem Narbonnais gibt es im Departement Aude noch die Regionen („Pays“) Carcassonnais, Lauragais, Haute-Vallee de l'Aude und Corbieres-Minervois.[2]

Geographie

Im Narbonnais liegt der Unterlauf der Aude und ein Abschnitt des Canal du Midi im Norden und von dort südlich fließend der Canal de la Robine, der durch die Stadt Narbonne und die südlich von ihr gelegenen Étangs nach Port-la-Nouvelle fließt. Der zweitgrößte Fluss des Departements, die Berre, mündet nördlich von Sigean, neben der Réserve Africaine de Sigean, in die Étangs. Die Étangs, das Massif de la Clape, und ein Teil des im Süden liegenden Berglandes der Corbières maritimes sind auch Teil des Regionalen Naturparks Narbonnaise en Méditerranée, der nach der Landschaft benannt wurde.

Einzelnachweise

  1. a b c Chantal Alibert, Marie-Élise Gardel, Pierre Mestre, Corinne Sanchez: Narbonne et le Narbonnais. Vorwort von Jacques Michaud. Nouvelles Éditions Loubatières, Portet-sur-Garonne, ISBN 978-2-86266-627-3 (französisch, 142 S.).
  2. a b c d Liste des communes de l'Aude par cantons et par pays, vorgehalten als PDF-Datei auf der Website des Départements Aude. Abgerufen am 31. Dezember 2025.

Koordinaten: 43° 11′ 5″ N, 3° 0′ 13″ O