Napoleons Feldzug in Russland
| Film | |
| Titel | Napoleons Feldzug in Russland |
|---|---|
| Originaltitel | 1812 год |
| Transkription | 1812 god |
| Produktionsland | Russisches Kaiserreich |
| Erscheinungsjahr | 1912 |
| Länge | 48 Minuten |
| Produktionsunternehmen | A. Chanschonkow |
| Stab | |
| Regie | Wassili Gontscharow, Alexander Uralski, Kai Hansen |
| Drehbuch | Wassili Gontscharow |
| Kamera | Louis Forestier, Alexander Lewizki, Georges Meyer, Alexander Ryllo, Fjodor Bremer |
| Besetzung | |
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Napoleons Feldzug in Russland (russisch 1812 год 1812 god) ist ein russischer Historienfilm von Wassili Gontscharow von 1912 über den Vormarsch der napoleonischen Truppen in Russland im Jahre 1812 und deren Rückzug.
Inhalt
Gezeigt werden die Verteidigungsbemühungen des Generals Kutusow in einem Dorf, französische und russische Truppen und Verwundete der Schlacht bei Borodino, Napoleon und seine Soldaten in Moskau, der Brand der Stadt und der anschließende Rückzug der Invasoren. Am Ende werden ein 118-Jähriger und eine 113-Jährige als noch lebende Zeitzeugen gezeigt.
Hintergründe
Der russische Regisseur Wassili Gontscharow hatte 1911 erstmals ein sehr erfolgreiches Historiendrama über die Verteidigung von Sewastopol (von 1852/53) in die russischen Kinos gebracht. Nach diesem Vorbild sollte auch der napoleonische Eroberungsversuch aus dem Jahr 1812 dargestellt werden.[1] Die Produktionsfirma von Alexander Chanschonkow arbeitete dafür mit dem anderen wichtigen russischen Filmstudio der Pathé frères zusammen, es wirkten zwei Koregisseure, fünf Kameramänner und hunderte Komparsen mit. Als Vorlage für einige Szenen wurden Historiengemälde des bekannten Malers Wassili Wereschtschagin über diese Ereignisse verwendet.[2] Im Film wurden auch einige technische Neuerungen entwickelt, wie der Brand Moskaus in einem Holzmodell.
1812 god wurde am 25. August 1912, dem hundertjährigen Jahrestag der Schlacht von Borodino, in allen größeren russischen Städten gezeigt und darüber in allen russischen Zeitungen berichtet.[3] Er wurde ein großer Publikumserfolg. Er wurde auch im Ausland gezeigt, in Deutschland als Napoleons Feldzug in Russland.[4]
Der Film wurde auch in der Gegenwart in Russland mehrmals gezeigt, so beim Festival des Archivfilms in Moskau 2012 und 2022, außerdem 2005 in Brüssel, 2010 in Frankreich und 2012 in Australien bei russischen Filmschauen.[5]
Weblinks
- 1812 Kinoglaz (englisch)
- 1812 Film auf YouTube (32 min)
- 1812 kino teatr (übersetzt), mit neun Fotos
- Napoleons Feldzug in Russland bei IMDb
Einzelnachweise
- ↑ Peter Rollberg, Historical Dictionary of Russian and Soviet Film, Second Edition, Lanham 2016, p. 281
- ↑ Eleanor Rees, Designing Russian Cinema, Bloomsbury 2023, p. 28; auch in Jay Leyda, Kino. A History of the Russian and Soviet Film, 1960, p. 60
- ↑ Jay Leyda, Kino. A History of the Russian and Soviet Film, Third Edition, Princeton University Press, 1983, p. 60, mit einigen Hintergrundinformationen
- ↑ Napoleons Feldzug in Russland (1912) bei The German Early Cinema Database, DCH Cologne., von Wassili Gontscharow, aber mit verwechselten Angaben zum Schauspieler Wladimir Kriwzow und dem Kameramann Alphonse Winkler, die nur in anderen Filmen mitwirkten
- ↑ 1812 Kinoglaz