Naoko Nishizawa

Naoko Nishizawa (japanisch 西澤 直子 Nishizawa Naoko, wirklicher Name: Kishi Naoko (岸 直子; geboren 11. August 1945 in Ichinomiya, Präfektur Aichi) ist eine japanische Agrarchemikerin und Hochschullehrerin, deren Forschungsschwerpunkt widerstandsfähige Kulturpflanzen für kalkhaltige Böden und neuer Reissorten mit hohen Nährwerten war. Sie ist „Meiyo Kyōju“[Anm. 1] der Universität Tokio, war Universitätspräsidentin der Präfekturuniversität Ishikawa und stellvertretende Vorsitzende der „Ishikawa Prefectural Public University Corporation“. Sie ist auch Mitglied der Japanischen Akademie der Wissenschaften.[1]

Leben

Naoko wurde 1945 in Ichinomiya als Tochter eines Offiziers der japanischen Bodenselbstverteidigungsstreitkräfte und von Asako Kishi, einer Journalistin und Kulinarik-Kritikerin geboren. Sie besuchte die Nagata-chō Grundschule und die Kōjimachi Mittelschule in Tokio. Danach schloss sie die Tokyo Metropolitan Hibiya Oberschule ab. Sie schloss ihr Studium der Agrarchemie an der Universität Tokio 1968 ab und promovierte 1973. Von 1982 an arbeitete Naoko als Forschungsassistentin an der Universität.[1] 1995 ging sie für ein Jahr als Forschungsassistentin für die Molekularbiologie von Pflanzen an die Rockefeller University in den Vereinigten Staaten.

Nach ihrer Rückkehr aus den Staaten arbeitete sie als Dozentin für Biowissenschaften an der Universität Tokio. 2008 wurde sie Mitglied im Science Council of Japan. 2009 wechselte Naoko zur Präfekturuniversität Ishikawa und lehrte dort im Fachbereich Biotechnologie, dessen Vorsitzende sie 2011 wurde.[1]

2018 verließ sie die Universität und wurde Vorsitzende des „Verbandes der japanischen Agrarwissenschaften“ (日本農学会会長). Ein Jahr später kehrte sie an die Universität zurück und wurde Präsidentin der Präfekturuniversität Ishikawa.[1]

Auszeichnungen

Veröffentlichungen (Auswahl)

Anmerkungen

  1. Meiyo Kyōju (名誉 教授) wird im Deutschen gelegentlich mit „Professor emeritus“ wiedergegeben. Aber im Unterschied zu diesem, bei Eintritt in den Ruhestand automatisch geführten Titel, ist dies in Japan eine nur gelegentlich gewährte, besondere Auszeichnung.

Einzelnachweise

  1. a b c d e Naoko Nishizawa. In: researchmap. Abgerufen am 10. Januar 2026 (englisch).