Naftna industrija Srbije

Naftna industrija Srbije

Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN RSNISHE79420
Gründung 1991
Sitz Novi Sad, Serbien
Leitung Vadim Yakovlev und Kirill Kravchenko
Mitarbeiterzahl 5.973[1]
Umsatz 177,91 Mrd. RSB[1]
1,44 Mrd. EUR[2]
Branche Energiewirtschaft
Website www.nis.eu
Stand: 31. Dezember 2016

Naftna industrija Srbije (NIS, kyrillisch Нафтна индустрија Србије – НИС; Bedeutung: Petroleum Industrie Serbien) ist ein Öl-Unternehmen aus Serbien. Es wurde 1991 gegründet und 2008 an den vom russischen Staat kontrollierten Gasmonopolisten Gazprom verkauft.

Die Haupttätigkeit des Unternehmens ist die Exploration von Gas und Öl in Serbien (vor allem in der Vojvodina) und die Herstellung, Einfuhr, Verarbeitung, Transport und Vermarktung von Kohlenwasserstoffen (Öl und Gas). NIS hat seinen Sitz in Novi Sad.

Als Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine haben die USA Sanktionen gegen NIS beschlossen, die seit 9. Oktober 2025 in Kraft sind. Gazprom soll dadurch gezwungen werden, seine Beteiligung an NIS abzugeben.[3] Mit Inkrafttreten der Sanktionen endeten die Rohöllieferungen über die Adria-Pipeline aus Kroatien.[4][5][6]

Vermögen

Im Jahr 2007 erzielte NIS einen Gewinn von rund 9 Mrd. RSD (US $ 170 Millionen). NIS hat 11.000 Mitarbeiter, betreibt 500 Tankstellen in ganz Serbien, Bosnien und Herzegowina und Montenegro. Die Pančevo Ölraffinerie veredelt jährlich 4,8 Millionen Tonnen Rohöl, die Novi Sad Ölraffinerie veredelt jährlich 2,6 Mio. Tonnen Erdöl. Diese, sowie die Gas-Raffinerie in Elemir in der Nähe von Novi Sad, sind Eigentum von NIS.

Die Privatisierung

Die Privatisierung des Unternehmens begann im Jahr 2007. Mehrere Unternehmen, darunter auch Gazprom, MOL, OMV, Hellenic Petroleum, Rompetrol und Lukoil hatten ihr Interesse am Erwerb des Unternehmens bestätigt. Am 25. Januar 2008 unterzeichneten Serbien und Russland eine Vereinbarung, nach der 51 % der NIS-Aktien an Gazprom für 400 Mio. € verkauft wurden. Neben den Verträgen mit Gazprom ist der Kontakt über die Aufnahme Serbiens in das South-Stream-Projekt und den Bau einer Gas-Reserve in Banatski Dvor wieder aufgenommen worden.

Siehe auch

Commons: Naftna industrija Srbije – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b NIS 2016 Annual Report (PDF; 8,9 MB) abgerufen am 22. Juli 2017.
  2. Umgerechnet zum Kurs am Bilanzstichtag, den 31. Dezember 2016.
  3. US-Sanktionen gegen russisch-serbischen Ölkonzern NIS in Kraft getreten. In: stern.de. 9. Oktober 2025, abgerufen am 16. Oktober 2025.
  4. US-Sanktionen gegen serbischen Ölkonzern NIS treten in Kraft. In: cash.ch. 9. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025.
  5. Oliver Soos: US-Sanktionen: Serbiens Öl-Abhängigkeit von Russland rächt sich. In: tagesschau.de. 18. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025.
  6. Janis Fahrländer: Serbische Ölfirma unter Druck - US-Sanktionen bedrohen serbische Wirtschaft. In: srf.ch. 24. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025.