Nächste Britische Unterhauswahl

Die Nächste Britische Unterhauswahl findet spätestens am 15. August 2029 statt, gut fünf Jahre nach der britische Unterhauswahl 2024 vom 4. Juli 2024, sofern keine erneute vorzeitige Neuwahl (General Election) angesetzt wird, was der Premierminister bewirken kann. Gewählt werden nach Mehrheitswahlprinzip 650 Mitglieder des britischen Unterhauses aus 650 Wahlkreisen. Eine Verringerung auf 600 wird angestrebt.

Jedes Jahr im Mai werden diverse regionale, lokale und kommunale Wahlen abgehalten. Aufgrund von anstehenden Strukturänderungsabsichten im Rahmen der Devolution (Vereinigtes Königreich) wurden jedoch Anfang Februar 2025 von Ministerin Angela Rayner eine Reihe von regionalen Wahlen auf 2026 verschoben: Local elections in East Sussex, West Sussex, Essex, Thurrock, Hampshire, the Isle of Wight, Norfolk, Suffolk and Surrey will be delayed for one year to allow major reorganisations to take place, Local Government Secretary Angela Rayner has said. ... Local elections for county councils will still go ahead this year on 1 May in Cambridgeshire, Derbyshire, Devon, Gloucestershire, Hertfordshire, Kent, Lancashire, Leicestershire, Lincolnshire, Nottinghamshire, Oxfordshire, Staffordshire, Warwickshire and Worcestershire. Die Ungleichbehandlung wird von Oppositionsparteien scharf kritisiert.[1]

Ausgangslage

Unterhauswahl 2024
 %
40
30
20
10
0
34,1
23,7
14,3
12,6
6,8
2,5
0,7
0,7
0,6
4,0
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a mit SDLP, die von Labour für gewöhnlich unterstützt wird.
d mit Alliance, die von den Liberal Democrats für gewöhnlich unterstützt wird.
e Unter den grünen Stimmen sind die drei grünen Parteien Green Party of England and Wales, Scottish Green Party und Green Party in Northern Ireland subsumiert.

Die Wahl 2024 konnte die Labour Party, gewinnen und erhielt zum ersten Mal seit 2010 die absolute Mehrheit. Durch das Mehrheitswahlrecht gewann sie fast 2/3 der Sitze, obwohl sie nur gut 33 % der Stimmen erhielt. Die bisher regierende Conservative Party landete mit erdrutschartigen Verlusten nur noch auf Platz 2. Die 2019 neu gegründete Brexit-Partei kam trotz 14 % der Stimmen nur auf 5 Sitze und gewann somit weniger Sitze als die Liberaldemokraten, die mit 12 % der Stimmen über 70 Sitze gewinnen konnten.

Nach der Wahl bildete Keir Starmer das Kabinett Starmer. Er hatte in den ersten Wochen im Amt in den Umfragen zum Leadership approval eine leicht positive Bilanz (z. B. 38 % positiv, 20 % negativ, im Saldo +18). Nach der Messerattacke in Southport (29. Juli 2024) sanken seine Umfragewerte deutlich. Es gab zwei Wochen lang teils gewalttätige Unruhen im UK.

Wahlverfahren

Das UK hat 650 Wahlkreise. In jedem wird nach dem relativen Mehrheitswahlrecht ein Unterhausabgeordneter gewählt. Der Kandidat mit der höchsten Wählerstimmenzahl in jedem Wahlkreis gewinnt (first-past-the-post). Eine relative Mehrheit genügt; es gibt keine Stichwahl, falls keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit der Stimmen erhält. Die Wahlkreisgrenzen sind seit 2024[2] unverändert.

Umfragen

Einzelnachweise

  1. bbc.com vom 5. Februar 2025: Council shake-up sees elections delayed in nine areas
  2. Data for new parliamentary constituencies. Abgerufen am 28. März 2025 (britisches Englisch).