Mwenga (Territorium)

Mwenga
Basisdaten
Staat Demokratische Republik Kongo
Provinz Sud-Kivu
Sitz Mwenga
Fläche 11.172 km²
ISO 3166-2 CD-SK
Dorf Kasika
Koordinaten: 3° 2′ S, 28° 26′ O

Mwenga ist ein Territorium in der Provinz Sud-Kivu in der Demokratischen Republik Kongo.

Geographie

Das Territorium Mwenga befindet sich im Zentrum der Provinz Süd-Kivu. Es weist eine Fläche von 11.172 km² und Stand 2019 schätzungsweise rund 844.000 Einwohner auf. Nachbarterritorien sind im Norden Walungu, im Nordosten Uvira, im Südosten Fizi und im Westen Shabunda.[1] Im Osten von Mwenga befindet sich das Schutzgebiet Réserve Naturelle d'Itombwe (RNI, deutsch „Itombwe-Naturreservat“). Im Norden des Schutzgebiets und Nordosten des Territoriums Mwenga befindet sich der Mont Mohi, der eine Höhe von etwa 3480 m aufweist.[2][3] Wichtige Flüsse in Mwenga sind die beiden Nebenflüsse des Lualaba Elila und Ulindi sowie der in den Lwama mündende Lwiko.[1]

Das Territorium unterteilt sich in die fünf Chefferies Basile, Luhwindja, Burhinyi, Lwindi und Wamuzimu sowie den Secteur Itombwe.[4.1]

Ereignisse

Im März 2025 rückte die AFC/M23 in das Territorium ein.[5]

Kultur

Etwa 80 Prozent der Bevölkerung sprechen Swahili. Weitere Sprachen sind Kilega, Kwandu, Nyindu, Bembe und Kinyarwanda.[1]

Bergbau

An Lagerstätten finden sich im Territorium Gold und Minerale wie Kassiterit, Coltan und Wolframit, die insbesondere in den Chefferies Wamuzimu und Basile abgebaut werden.[1] Zudem kommen beispielsweise Turmalin, Beryll und Monazit vor.[6] Eine wichtige Goldabbaustätte ist die Twangiza-Mine im Chefferie Luhwindja.[7] Nach dem Einzug der M23-Rebellen plünderten diese laut dem Bergbauunternehmen Twangiza Mining dort zwischen Mai und Oktober 2025 eine geschätzte Menge von 500 Kilogramm Gold im Wert von 70 Millionen US-Dollar.[8]

Verkehr

Durch das Territorium führt die Nationalstraße 2 in Südwest-Nordost-Richtung über Burhale im Territorium Walungu nach Bukavu.[4.2]

Commons: Mwenga Territory – Sammlung von Bildern
  • Territoire de Kalehe. Cellule d'Analyses des Indicateurs de Développement, archiviert vom Original am 24. April 2021; (französisch).
  • Mwenga. In: GeoNames. (englisch).

Einzelnachweise

  1. a b c d Territoire de Kalehe. Cellule d'Analyses des Indicateurs de Développement, archiviert vom Original am 24. April 2021; abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
  2. Protected areas for gorillas: Itombwe. In: berggorilla.org. Abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  3. Mwenga. In: GeoNames. Abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  4. République Démocratique du Congo Ministère du Plan. Unité de Pilotage du Processus d'Élaboration du Document de Stratégie de Réduction de la Pauvreté. UPPE-SRP. Rapport final. (PDF; 669 KB) Abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
    1. S. 36
    2. S. 10
  5. RDC: l’AFC/M23 atteint Mwenga, sixième territoire du Sud-Kivu affecté par la rébellion. In: actualite.cd. 4. März 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
  6. Ruby Weinberg et al.: Exploitation Minière Artisanale dans la Rérserve Naturelle d'Itombwe, République Démocatique du Congo. (PDF; 2,58 MB) Estelle Levin Limited & WWF, Juni 2013, S. 13, abgerufen am 25. Oktober 2025 (französisch).
  7. Pascal Boroto: Mwenga : Nouvelle frappe de drones sur la mine de Twangiza. In: lesouverainlibre.info. 23. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
  8. Maxwell Akalaare Adombila: M23 rebels loot $70 million worth of gold from Congo mine since May, company says. Reuters, 21. Oktober 2025, abgerufen am 25. Oktober 2025 (englisch).