Museum Schloss Wolkenstein
Museumseintrittskarte, 2023 | |
| Daten | |
|---|---|
| Ort | Wolkenstein (Erzgebirge) |
| Art |
Felsenburg
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| Eröffnung | 1963 -> 1990 (neu) |
| Betreiber |
Stadt Wolkenstein
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| Leitung |
Uta Liebing, zugleich Leiterin des Gästebüros (Stand Herbst 2025)
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| Website | |
| ISIL | DE-MUS-864715 |
Das Museum Schloss Wolkenstein ist ein Regionalmuseum im Schloss Wolkenstein im Erzgebirge. Es wurde im Jahr 1963 als Heimatstube eröffnet und wird seit den 1990er Jahren von der Stadtverwaltung Wolkenstein betrieben. Schwerpunkte der ständigen Ausstellung sind die Geschichte der Stadt, des Bergbaus, des Handwerks und besonders des Kurbadewesens. In den Jahren bis um 1990 gab es keine Weiterentwicklung. Erst seit dem 21. Jahrhundert bekam das Museum mehr Raum, außerdem können an und in der sanierten Burganlage Aktivitäten aller Art durchgeführt werden.[1]
Lage
Das Museum nutzt die meisten Räume des restaurierten Schlosses Wolkenstein, das sich in der Bergstadt Wolkenstein an der Silberstraße befindet. Es trägt die Adresse Schlossplatz 1, 09429 Wolkenstein. Einen gesonderten Eingang nur für das Museum gibt es nicht, erst auf dem Schlosshof sind weitere Bereiche für Volkskunstaktionen, Konzerte, Vorführungen u. a. abgetrennt.[2]
Geschichte
Baugeschichte
Die Schloss- bzw. die Burganlage geht auf eine Erstbebauung des Bergsporns im 13. Jahrhundert zurück. Die Lage hoch über dem Fluss Zschopau ermöglichte die Kontrolle und den Schutz des hier entlangführenden Handelsweges von und nach Böhmen. Die Adelsfamilie der Waldenburger ließ sich hier eine Burg aus behauenen Feldsteinen und Backsteinen errichten, die aus mehreren Teilgebäuden bestand und von einer Mauer umgeben war. Die Besitzer wechselten im Lauf der Geschichte mehrfach, dabei wurden auch immer wieder bauliche Anpassungen vorgenommen. Die Anlage verfiel im 20. Jahrhundert und wurde als Strafanstalt, zum Wohnen und andere Zwecke benutzt. So sind von der historischen Burg keine sichtbaren Reste erhalten, die unsichtbaren Reste im Boden stehen unter Denkmalschutz und bilden den Burgstall.[2]
Museumsgeschichte
Als im Lauf der Jahrzehnte immer mehr Artefakte rund um die Burg und in der Stadt zutage gefördert worden waren, beschloss der Stadtrat im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt, diese als gesonderte Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Historiker bewerteten die Fundstücke und Spenden und ordneten sie in die Stadtgeschichte ein. Nach einem ersten Ausstellungskonzept wurde eine Heimatstube mit Handwerkerräumen im Westflügel des Schlosses eingerichtet.[3]
Nach der Wende von 1990 gab es die Heimatstube weiterhin, die Mitarbeiter und die Stadtverwaltung kümmerten sich um einen Ausbau und vor allem um eine finanzielle Förderung. Sie wandten sich über den Freistaat Sachsen auch an die Europäische Union und erreichten schließlich, dass die Aktivitäten für den Erhalt und den Ausbau des Schlosses Wolkenstein als Museum weiter gefördert werden. In dem im Jahr 2021 beschlossenen Konzept heißt es dazu: „Jetzt wollen wir im Rahmen unserer Mittel und Möglichkeiten das Innenleben des Schlosses herausheben. Nicht nur die Lage der Anlage ist imposant, auch die Gebäudevielfalt spiegelt Baugeschichte über Jahrhunderte wider“.[4]
Beschreibung
Das Museum gliedert sich in verschiedene Bereiche, es beginnt mit dem Blick auf ein Stadtmodell aus den 1950er Jahren in der Eingangshalle. Die Besucher werden dann in die Räumlichkeiten wie den Rittersaal geleitet. Es folgen Abteilungen, die die Entwicklung der Stadt als Warmbad anhand von Ausstattungen und Möbeln darstellen. Auch die Volkskunst aus der Region wird präsentiert. Dann gelangen die Besucher zur Dauerausstellung Stadt- und Schlossgeschichte und – seit 1995 – zur Ausstellung Land der Amethyste[4]. Sie geht auf eine gespendete private Sammlung zurück und verweist auf die Bergbautradition, hier insbesondere den Fund bzw. den Abbau von Erzen mit Edelsteinen. Ein wichtiger Teil der Exposition ist die Veranschaulichung des täglichen Lebens der Bewohner.[5] Der Zugang zum Museum ist nicht vollständig barrierefrei, es gibt kleinere Stufen bzw. Schwellen, die Türbreiten betragen aber mehr als einen Meter.[6]
Darüber hinaus wurden und werden wechselnde Ausstellungen kuratiert, u. a.:
- „Prisecnice zije! – Preßnitz lebt!“, Jahr 2021
- Mittelalterliche Gerichtsbarkeit[7].
Weblinks
- Schloss Wolkenstein – Eine mittelalterliche Burg im Erzgebirge Datum=2023-06-10. youtube.com
- Mineralien aus der Ausstellung Land der Amethyste. (In der unteren Bildleiste ‚Bild 9 von 11‘ aufrufen).
Einzelnachweise und Kommentare
- ↑ Veranstaltungen im Museum Schloss Wolkenstein. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ a b Schlösserland Sachsen, Schloss Wolkenstein. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (Kurzvideo aus dem Schloss; Dauer 1:09 Minuten).
- ↑ Schloss Wolkenstein, Geschichte. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ a b Förderung eines Vorhabens nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zur Umsetzung von LEADER-Entwicklungsstrategien (Förderrichtlinie LEADER – RL LEADER/2014) vom 15.12.2014. Beschreibung des Vorhabens. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
- ↑ Museum im Schloss. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (Ansichten aus dem Museum).
- ↑ Lt. Angaben auf der Museumswebsite.
- ↑ Schloss Wolkenstein, Schlosshof. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (Kurzinfos auf einer privaten Webseite).