Museum Dingolfing

Museum Dingolfing

Eingangsbereich
Daten
Ort Dingolfing, Deutschland
Art
Eröffnung 1959
Betreiber
Stadt Dingolfing
Leitung
N.N.
Website
ISIL DE-MUS-035714

Das Museum Dingolfing ist in der Herzogsburg Dingolfing untergebracht und zeigt Exponate aus Vorzeit, Industrie und aus der Geschichte der Stadt Dingolfing.

Geschichte

Das Museum mit dem Untertitel Industriegeschichte, Archäologie, Stadtgeschichte entstand aus der Sammlung eines 1904 gegründeten Vereins, die bis 1935 an wechselnden Orten untergebracht und ausgestellt war. Im Jahr 1956 erwarb die Stadt Dingolfing die mittelalterliche Herzogsburg in der Oberen Stadt zur Einrichtung eines Heimatmuseums, das 1959 eröffnet werden konnte. Zehn Jahre später übernahm die Stadt die Sammlungen des aufgelösten Museumsvereins. Von 1997 bis 1999 wurde das Gebäude saniert, die Dauerausstellung zur Stadtgeschichte neu konzipiert und um eine Abteilung zur Wirtschafts- und Zeitgeschichte erweitert. 2006 kam eine archäologische Abteilung in zwei Räumen des benachbarten Pfleghofs hinzu. Nach dem Neubau eines Foyers und der Sanierung des ehemaligen Getreidespeichers im Museumsquartier erfolgte im November 2008 die Eröffnung der industriegeschichtlichen Ausstellung auf drei Ebenen.[1] Zur Industriegeschichte zählt insbesondere der ortsansässige frühere Fahrzeughersteller Hans Glas GmbH. Die Ausstellungsfläche beträgt etwa 2400 Quadratmeter.[2]

2009 erhielt das Museum den Bayerischen Museumspreis.[3]

Ausstellungsgegenstände

Die Abteilung Archäologie reicht bis in die Jungsteinzeit zurück.[4]

In der Abteilung Stadtgeschichte wird gezeigt, wie sich die Stadt Dingolfing entwickelt hat.[4]

In der Abteilung Industriegeschichte wird unter anderem die Geschichte der Hans Glas GmbH gezeigt. Dazu gehören Sämaschinen aus der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, Motorroller und Personenkraftwagen.[4] Ausgestellt sind Goggomobil, Glas Isar, 1300 GT, 1304 und V8 sowie BMW 520 und 650. Ein Unikat in der Ausstellung ist ein Zweisitzer, der wie eine Miniatur des Austin Healey 3000 wirkt. Chefkonstrukteur Karl Dompert hatte ihn 1955 gewissermaßen zum Spaß für die Enkel von Hans Glas gebaut. Angetrieben wird der kleine Sportwagen von einem 300-cm³-Motor von Norbert Riedel.[5]

Literatur

  • Museum Dingolfing. Industriegeschichte, Stadtgeschichte, Veranstaltungen. Stadt Dingolfing, 2009.
  • Fritz Markmiller: Die Herzogsburg in Dingolfing. Ein originelles Museum im originalen Haus. In: Museum heute. Nr. 18. Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Dezember 1999, ISSN 0944-8497, S. 17–22 (museumsberatung-bayern.de [PDF; 1,1 MB; abgerufen am 25. September 2025]).
  • Georg Rettenbeck: Das Industriemuseum Dingolfing. Markstein in der Museumslandschaft Bayerns. In: Museum heute. Nr. 38. Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Juli 2010, ISSN 0944-8497, S. 5–7 (museumsberatung-bayern.de [PDF; 3,4 MB; abgerufen am 25. September 2025]).
  • Florian Eibl, Anja Hobmaier: 7.000 Jahre Geschichte in einem Raum. Die neue archäologische Abteilung im Museum Dingolfing. In: Museum heute. Nr. 57. Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Juni 2020, ISSN 0944-8497, S. 14–18 (museumsberatung-bayern.de [PDF; 13,4 MB; abgerufen am 25. September 2025]).
Commons: Museum Dingolfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Museum Dingolfing In goggo-glasfahrer-dgf, abgerufen am 20. November 2022.
  2. Dieter Lammersdorf: Oldtimermuseen in Deutschland. Johann Kleine Vennekate-Verlag, Lemgo 2014, ISBN 3-935517-06-8, S. 266.
  3. 2009 Museum Dingolfing, Sammlung Industriegeschichte In museumspreis.bayern, abgerufen am 20. November 2022.
  4. a b c Museum Dingolfing In museum-dingolfing.de, abgerufen am 20. November 2022.
  5. Dietmar Stanka: Erlebnisziele Auto – Eine Reise zu Geschichte und Gegenwart. Grebennikov Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-941784-35-5 (formal falsch) (korrekte ISBN 978-3-941784-34-5), S. 122 u. 123.