Museo nazionale dell’Emigrazione italiana
Das Museo nazionale dell’Emigrazione italiana (Abkürzung: MEI, deutsch: Nationales italienisches Migrationsmuseum) ist ein Migrationsmuseum in Genua, das im Jahr 2022 seine Eröffnung hatte.
Geschichte
2009 wurde provisorisch im Nationaldenkmal für Viktor Emanuel II. in Rom das vom italienischen Außenministerium initiierte nationale italienische Migrationsmuseum eröffnet. Etwa 50 Millionen Menschen in der Welt stammen zu mindestens einem Achtel von italienischen Vorfahren ab. In dem Museum wurde gezeigt, wie die italienischen Emigranten aus Sizilien, der Lombardei, Venetien oder den Abruzzen in der Diaspora ihre Spuren hinterließen und teilweise erst im Ausland ihre Nationalzugehörigkeit schätzen lernten.[1] Das Museum umfasste fünf Bereiche:[2]
- Geschichtsüberblick mit Dokumentarfilmen, Zeitzeugenberichten, Bildern und Zeitungsnachrichten
- Regionalteil mit Schwerpunkt auf regionalen Ausstellungen zu sozialen, anthropologischen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten
- Emigrationsgallerie
- Webportal
- Raum für Sonderausstellungen durch die Regionen
Ende März 2016 wurde das Museum vom damaligen italienischen Kultusminister Dario Franceschini geschlossen, um es mit der im Meeresmuseum Galata in Genua seit 2011 untergebrachten Sonderausstellung Memoria e Migrazioni (Abkürzung: MEM, deutsch: Erinnerung und Emigration) zu einem einzigen nationalen italienischen Migrationsmuseum zusammenzuführen.[3][4]
Das neue Museumsprojekt wurde im Juni 2018 in Genua vorgestellt. Es soll sich an das Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven und an das EPIC The Irish Emigration Museum in Dublin orientieren.[5][6]
2022 wurde das Museum (MEI) in der Commenda di San Giovanni di Pré eröffnet.[7] Das MEI umfasst die Ausstellung „Erinnerung und Migrationen“, die der italienischen Auswanderung gewidmet ist und 2011 im Galata – Museo del Mare eröffnet wurde. Diese Ausstellung beleuchtet die italienischen Auswanderer, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts in Genua in Richtung USA und Argentinien aufbrachen, sowie diejenigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordeuropa zogen. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Binnenmigration gelegt, von Süden nach Norden und vom Land in die Städte.[8]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Opening of National Museum of Italian Emigration. Italienisches Außenministerium, 23. Oktober 2009, abgerufen am 17. November 2019.
- ↑ The National Italian Museum of Emigration is born, a century of national history. Italienisches Außenministerium, 29. Mai 2009, abgerufen am 17. November 2019.
- ↑ Al Galata Museo del Mare arriva il Mem: memoria e migrazione. In: mentelocale.it. Abgerufen am 20. November 2019 (italienisch).
- ↑ Emigrazione, Franceschini: Si va verso fondazione per la Ellis Island italiana. A febbraio a Genova firma dell’accordo. In: beniculturali.it. Abgerufen am 20. November 2019 (italienisch).
- ↑ Alla Commenda di Prè il Museo nazionale dell’Emigrazione. In: comune.genova.it. Abgerufen am 20. November 2019 (italienisch).
- ↑ Museoteatro della Commenda. In: museidigenova.it. Abgerufen am 20. November 2019 (italienisch).
- ↑ La storia del MEI. Abgerufen am 21. November 2025 (italienisch).
- ↑ Memoria e Migrazioni. Abgerufen am 21. November 2025 (italienisch).
Koordinaten: 44° 24′ 56″ N, 8° 55′ 20″ O