Phillips-Stachelzwergmaus

Phillips-Stachelzwergmaus
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Gattung: Mäuse (Mus)
Art: Phillips-Stachelzwergmaus
Wissenschaftlicher Name
Mus phillipsi
Wroughton, 1912

Die Phillips-Stachelzwergmaus (Mus phillipsi) ist ein im zentralen Indien endemisches Nagetier in der Gattung der Mäuse. Die Art bildet zusammen mit vier weiteren asiatischen Gattungsvertretern die Untergattung Pyromys.[1] Längere Zeit wurde die Population als Synonym der Falbmaus (Mus cervicolor) betrachtet, die nicht zu dieser Untergattung zählt.[2]

Merkmale

Diese kleine Maus erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 62 bis 80 mm und eine Schwanzlänge von 50 bis 62 mm. Gewichtsangaben fehlen, die Hinterfüße sind 14 bis 18 mm lang und die Länge der Ohren liegt bei 11 bis 14 mm. Typisch ist oberseits stachliges Fell von brauner bis gelbbrauner Farbe, während die Unterseite weiß ist. Zusätzlich hat der Schwanz eine dunkle Oberseite und eine helle Unterseite. Am Schädel befinden sich hinter der Region mit der Öffnung für das Ohr auffällige Wülste. Die zehn Zitzen der Weibchen sind paarig angeordnet.[2]

Verbreitung und Lebensweise

Die Art bewohnt die Bundesstaaten Andhra Pradesh, Madhya Pradesh, Maharashtra, Gujarat, Karnataka, Rajasthan und Tamil Nadu in Indien. Als Fundort des Typusexemplars ist die Umgebung von Aligarh angegeben, was auch den Bundesstaat Uttar Pradesh einbeziehen würde. Diese Maus hält sich im Hügel- und Bergland zwischen 500 und 1500 Meter Höhe auf. Als Habitat dienen felsige Landschaften mit verstreuten Büschen, größere Buschflächen mit dornigen Pflanzen, kleinere Wälder und Grasflächen. Manchmal befindet sich Ackerland in der Nähe.[3][1]

Die nachtaktive Phillips-Stachelmaus bewegt sich auf dem Boden und gräbt im Erdreich. Im Bundesstaat Rajasthan waren verschiedene Weibchen im Dezember mit 2 bis 6 Embryos trächtig. Zum sozialen Verhalten und zur Nahrung gibt es keine Informationen.[2]

Gefährdung

In begrenzten Regionen ist der Bestand durch Landschaftsveränderungen und durch intensive Weidewirtschaft bedroht. Diese Maus kann sich an moderate Veränderungen anpassen. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).[3]

Einzelnachweise

  1. a b Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 3. Auflage. 2 Bände. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4 (englisch, Mus phillipsi).
  2. a b c Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 7 - Rodents II. Lynx Edicions, 2017, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 795 (englisch, Mus phillipsi).
  3. a b Mus phillipsi in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016. Eingestellt von: Molur, S. & Nameer, P.O., 2016. Abgerufen am 13. Dezember 2025.