Musʿab ibn ʿUmair

Musʿab ibn ʿUmair, auch bekannt als Musʿab al-Chayr (Der Gute) (مصعب بن عمير, DMG Musʿab ibn ʿUmair; * zwischen den Jahren 594 und 598; gestorben 625), war einer der Sahaba (Gefährten) des Propheten Mohammed, der schon im jungen Alter den Islam annahm. Er spielt eine recht wichtige Rolle für den Islam, da er mitverantwortlich dafür ist, dass Mohammed und seine Leute die große Hidschra von Mekka nach Medina vollziehen konnten.

Leben

Seine Mutter Chunâs bint Mâlik war eine Frau mit starker Persönlichkeit. Mus’ab respektierte sie. Als er dem Islâm beitrat, fürchtete er nichts mehr, als dass diese Nachricht seine Mutter erreiche. Daher beschloss er, seinen Übertritt zum Islâm geheim zu halten, bis Allâh etwas Anderes für ihn bestimmen würde. Er besuchte den Propheten oft im Haus von Al-Arqam, betete mit ihm und lauschte den Versen Allâhs.

Eines Tages sah Uthmân ibn Talha, wie er mit dem Gesandten das rituelle Gebet verrichtete. Daraufhin ging er zu dessen Mutter und berichtete ihr, was er gesehen hatte. Ihre Güte verflog und sie und ihre Angehörigen wurden sehr wütend auf ihn. Aber der junge Gläubige stand überzeugt und sicher vor ihnen und rezitierte für sie Verse des Qurân, damit Allâh ihre Herzen damit erweiche. Allerdings wollte Allâh sie zu diesem Zeitpunkt nicht rechtleiten und sie beschlossen, ihn einzusperren und zu foltern. Er ertrug dies geduldig um Allâhs willen und erhoffte Dessen Lohn.

Seine Mutter verbot ihm eines Tages das Essen. Sie weigerte sich, dass jemand, der ihre Götzen missachtete, von ihrem Essen aß, selbst ihr Sohn. Sie warf ihn aus ihrem Haus und sagte zu ihm: „Geh und mach, was du willst! Ich bin nicht mehr deine Mutter!“ Nichtsdestoweniger näherte sich Mus’ab seiner Mutter und sagte zu ihr: „Liebe Mama, ich gebe dir einen Rat und habe dir gegenüber Mitgefühl! Bezeuge, dass es keine Gottheit außer Allâh gibt und dass Muhammad Sein anbetend Dienender und Gesandter ist!“ Sie entgegnete ihm wütend: „Ich schwöre bei der Gottheit, ich werde deiner Religion nicht beitreten, denn sonst wird meine Meinung missachtet und mein Verstand wird schwach!“

Als Mus’ab hörte, dass einige Gläubige nach Abessinien auswanderten, schloss er sich ihnen an. Später in Yathrib, also im damaligen Medina, lebten die beiden arabischen Stämme Aus und Khazraj. Im Jahr 11 nach der Berufung (3 v.H.; 620 n. Chr.) kamen sechs Männer, alle aus dem Stamm der Khazraj, zur Wallfahrt nach Mekka. Als der Prophet sie mit der Botschaft des Islam ansprach, hörten sie mit überraschender Offenheit und Zugeneigtheit zu (darin unterschieden sie sich völlig von den anderen Stämmen, denen er bislang begegnet war). Es spielte hierfür auch eine Rolle, dass sie aus einer zerrissenen Stadt kamen, in der die zwei arabischen Stämme in erbitterter Feindschaft miteinander lebten. Sie sprachen noch vor Ort die Schahāda und nahmen sich vor, die Botschaft des Propheten nach Medina zu ihren Leuten zu bringen. Daraufhin schickte Mohammed Musʿab ibn ʿUmair mit der medinensischen Delegation nach Medina, um sie im Islam zu unterrichten und ihnen die bisherige Offenbarung zu überbringen.[1]

Tod

Mus‘ab ibn Umair kam in der Schlacht von Uhud im Jahre 625 ums Leben. Er war einer der vielen, die mit viel Courage gekämpft hatten. Dennoch wurde er am Ende, als er versuchte, den Propheten zu beschützen, durch den Speer von Ibn Kami'ah durchstochen und starb somit einen Märtyrertod.

Einzelnachweise

  1. Der erste Botschafter des Islâm Mus’ab ibn Ümair. Abgerufen am 16. Oktober 2025.