Mtutuzeli Matshoba

Mtutuzeli Matshoba (geb. 1950 in Soweto) ist ein südafrikanischer Schriftsteller und Drehbuchautor, der vor allem durch in der Zeitschrift Staffrider veröffentlichte Erzählungen wie To Kill a Man’s Pride und den Band Call Me Not a Man (1979) bekannt wurde.[1][2][3] Sein späteres Filmschaffen umfasst das Drehbuch zu Chikin Biznis, das im Rahmen von M-Net New Directions entstand und beim panafrikanischen Festival FESPACO ausgezeichnet worden ist.[4][1]

Leben

Matshoba wurde 1950 in Soweto, Transvaal, geboren.[1] Ab 1978 arbeitete er für die in Johannesburg erscheinende Literatur- und Kunstzeitschrift Staffrider und veröffentlichte dort 1978 die Erzählung My Friend, the Outcast (Vol. 1, Nr. 2).[1][5] Sein erster Prosaband Call Me Not a Man erschien 1979 bei Ravan Press in Johannesburg.[3] Im Februar 1980 folgte die Veröffentlichung der Erzählung To Kill a Man’s Pride in Staffrider (Vol. 3, Nr. 1).[2] Für zwei in Staffrider erschienene Texte erhielt er 1981 den Thomas-Pringle-Preis (English Academy of Southern Africa).[6]

Wirken

Matshobas Prosa ist eng mit den Themen des südafrikanischen Alltags unter der Apartheid verknüpft; seine auf Soweto bezogenen Kurzgeschichten wurden von Autorinnen und Autoren der nachfolgenden Generation ausdrücklich als prägend und inspirierend gewürdigt.[7] To Kill a Man’s Pride wurde in wichtigen südafrikanischen Anthologien nachgedruckt, darunter in To Kill a Man’s Pride, and Other Stories from Southern Africa (Ravan Press, 1984).[8] Seit den 1990er-Jahren arbeitete Matshoba auch im Film; sein Drehbuch Chikin Biznis wurde 1996 zunächst als Kurzfilm realisiert und 1998 als Langfilm erweitert.[1] Für Chikin Biznis erhielt er mehrere Auszeichnungen auf afrikanischen Festivals, darunter eine Ehrung beim FESPACO.[4][1] Überdies wirkte Matshoba als Juror: Im Jahr 2014 gehörte er zur Jury des Projekts Twenty in 20, welche die 20 besten südafrikanischen Kurzgeschichten der demokratischen Ära ausgewählt hat.[9] Im Jahr 2016 war er als Leiter von „Script to Screen“-Arbeitskreisen tätig.[10]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Matshoba, Mtutuzeli 1950-. In: Encyclopedia.com. Abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  2. a b To kill a man's pride. In: SAGE Journals. Abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  3. a b Call me not a man (Ravan Press, 1979). In: Internet Archive. 1979, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  4. a b From silence to subterfuge. In: Mail & Guardian. 23. Dezember 1999, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  5. Staffrider Vol.1 No.2 (May–Jun 1978), Inhaltsverzeichnis. In: South African History Online. Abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  6. Mtutuzeli Matshoba. In: ESAT – Encyclopaedia of South African Theatre, Film, Media and Performance (Stellenbosch University). 10. März 2018, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  7. Soweto shines in short stories. In: Mail & Guardian. 6. April 2018, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  8. To kill a man's pride, and other stories from Southern Africa (1984). In: Internet Archive. 1984, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  9. Writing: Short is beautiful. In: TimesLIVE (Sunday Times). 27. Juli 2014, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).
  10. The South African short story is becoming public imagination’s new fascination. In: Mail & Guardian. 26. August 2016, abgerufen am 16. September 2025 (englisch).