Mozartstraße 17 (Weimar)

Das Wohnhaus Mozartstraße 17 an der Ecke zur Paul-Schneider-Straße ist ein mehrgeschossiges Miethaus des Jugendstils in der Westvorstadt von Weimar. Es ist in eine Straßenzeile eingebunden.

Geschichte

Das viergeschossige Gebäude entstand 1906, wie ein Giebel auf einem Zwerchhaus im Dachgeschoss verrät. Dieses Dachgeschoss ist auch gaubenbesetzt. Das Gebäude ist relativ reich mit Ornamenten verziert. Das Gebäude ist nicht symmetrisch. Es besitzt einen viergeschossigen nicht bis zum Dach reichenden Risaliten. Neben diesen befindet sich der Hauseingang. Auch die Fensterrahmungen wirken verspielt. Von 1906 bis 1936 lebte der Schriftsteller Wilhelm Hegeler (1870–1943) mit einigen Unterbrechungen in Weimar. Von 1911 bis 1917 wohnte er in der damaligen Moltkestraße 17 (heute Mozartstraße 17). Hier besuchte ihn der Schriftsteller Hermann Hesse, der vor dem Ersten Weltkrieg zweimal zu Lesungen nach Weimar kam, und einmal im Hause Hegelers übernachtete.[1] Bis 1912 wohnte hier auch Selma vom Scheidt.[2] Auch die Familie von Karl May suchte diese in diesem Hause auf zum Zwecke von Zeugenaussagen gegen seine erste Frau Emma Pollmer.[3] Die Mozartstraße als Gesamtensemble steht unter Denkmalschutz. Dieses Gebäude ist jedoch als einzelnes bis heute nicht in der Denkmalliste erfasst.

Einzelnachweise

  1. Mozartstraße 17 auf www.literaturland-thueringen.de
  2. Deutsches Theater-Adressbuch, Band 1, S. 707.
  3. Dieter Sudhoff, Hans-Dieter Steinmetz (Hrsg.): Karl-May-Chronik: 1906-1909, S. 513

Koordinaten: 50° 58′ 46,9″ N, 11° 19′ 4,9″ O