Mount-Banahaw-Bergwaldmaus
| Mount-Banahaw-Bergwaldmaus | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Musseromys gulantang | ||||||||||||
| Heaney, Balete, Rickart, Veluz & Jansa, 2009 |
Die Mount-Banahaw-Bergwaldmaus (Musseromys gulantang) ist ein auf der philippinischen Insel Luzon endemisches Nagetier in der Unterfamilie der Altweltmäuse. Sie ist die Typusart der Gattung Musseromys und hat sich vermutlich als eine der ersten Arten der Gattung entwickelt.[1] Der Artzusatz gulantang im wissenschaftlichen Namen ist der Sprache Tagalog entnommen und bedeutet sehr überraschend. Mit diesem Ausspruch reagierten Bauern der Region, denen das Tier gezeigt wurde.[2]
Merkmale
Das zur Erstbeschreibung verwendete Tier hatte eine Kopf-Rumpf-Länge von 77 mm, eine Schwanzlänge von 101 mm und ein Gewicht von 15,5 g. Die Hinterfüße erreichen 20 mm Länge und die Ohren sind 16 mm lang. Es ist langes weiches Fell vorhanden, das dunkelbraun mit orangenen und rötlichen Schattierungen ist. Am Ende des Schwanzes bilden lange Haare eine Quaste. Die Ballen auf den Sohlen der langen Füße stehen weiter auseinander, verglichen mit anderen Gattungsmitgliedern. Der kurze Daumen an den kleinen Vorderpfoten trägt einen Nagel, während die anderen Finger Krallen besitzen. Die dunklen Ohren sind weniger zugespitzt als bei anderen Musseromys-Arten. Typisch sind etwa 55 mm lange Vibrissen an der schmalen Schnauze. Die Vorderseiten der Schneidezähne sind orange und heller als bei anderen Gattungsvertretern.[1]
Das Tier ähnelt in seiner Grundform kleinen baumbewohnenden Altweltmäusen vom asiatischen Festland und von Neuguinea. Genetische Studien lassen jedoch keine nähere Verwandtschaft zu diesen erkennen. Seitlich der Augen gibt es einen nackten Fleck, was die Art von der Gattung Pinselschwanz-Baummäuse unterscheidet. Zusätzlich übersteigt die Länge der Ohren deren Breite, was auch auf die Neuguinea-Springmaus zutrifft.[2]
Verbreitung und Lebensweise
Dieses Nagetier lebt nur im Umfeld des Berges Banahaw im südzentralen Teil der Insel Luzon. Funde stammen aus etwa 620 Meter Höhe. In der Region dominieren tropische Wälder mit Hartlaubgewächsen.[3] Für die Art wird eine nachtaktive und kletternde Lebensweise angenommen. Die muskulösen Kiefer lassen vermuten, dass harte Pflanzensamen gefressen werden. Informationen zur Fortpflanzung fehlen.[1]
Gefährdung
In der Region fanden umfangreiche Waldrodungen um 1920 statt. Traditionelle Feldwirtschaft ist seltener geworden. Zur Populationsgröße und zu den Auswirkungen der Veränderungen ist nichts bekannt. Die IUCN listet die Mount-Banahaw-Bergwaldmaus mit ungenügender Datenlage (data deficient).[3] Am Fundort eröffnete wenige Jahre zuvor ein Naturpark.[2]
Weblinks
- Farbtafel mit Nagetieren, unter Figures, Mount-Banahaw-Bergwaldmaus mit Nr. 166
Einzelnachweise
- ↑ a b c Don E. Wilson, Thomas E. Lacher Jr., Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 7 - Rodents II. Lynx Edicions, 2017, ISBN 978-84-16728-04-6, S. 654 (englisch, Musseromys gulantang).
- ↑ a b c Heaney, L.R.; Balete, D.S.; Rickart, E.A.; Veluz, M.J.; Jansa, S.A.: A New Genus and Species of Small ‘Tree-Mouse’ (Rodentia, Muridae) Related to the Philippine Giant Cloud Rats. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. 331. Jahrgang, 2009, S. 205–229, doi:10.1206/582-7.1 (englisch, bioone.org).
- ↑ a b Musseromys gulantang in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2019. Eingestellt von: Dando, T. & Kennerley, R., 2017. Abgerufen am 7. November 2025.