Mother’s Milk (2013)

Film
Titel Mother's Milk
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahre Englisch
Länge 94 Minuten
Stab
Regie Edward Pionke
Drehbuch Edward Pionke
Produktion Edward Pionke
Musik Petter Wahlback
Kamera Craig Harmer
Schnitt Jessica Lawheed
Besetzung
  • Mackenzie Wiglesworth: Kim Rodgers
  • Casey Chapman: Claude Rainer
  • Scott Anderson: David
  • Laura Berner Taylor: Kims Schwester
  • Dennis Rowe: Ralph, der Barmann
  • Vanessa Hughes: Claudes Mutter
  • Jaden Klein: junger Claude

Mother's Milk ist ein US-amerikanischer Psycho-Thriller aus dem Jahr 2013. In der Handlung entführt der Universitätsprofessor Claude die junge Kim, um an ihr seinen Fetisch zu befriedigen, aus den Brüsten von Frauen Muttermilch zu trinken. Als eine induzierte Laktation bei Kim nicht funktioniert, schwängert er sie. Während Kim in Gefangenschaft bei ihm lebt, kommen die beiden sich näher und Kim entdeckt hinter der Maske ihres Entführers dessen tragische Vergangenheit.

Die weibliche Hauptrolle der Kim spielte Mackenzie Wiglesworth, ihren Entführer Claude verkörperte Casey Chapman.

Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und viele Nominierungen, darunter für Mackenzie Wiglesworth und Casey Chapman als beste Schauspieler.

Handlung

Claude ist ein junger Professor für Statistik an einer Universität. Zuhause schaut er sich Filme an, wie die Brüste von Frauen Milch absondern. Irgendwann hat er alle entsprechenden Filme gesehen. An einem Wanderweg trifft er die junge Kim Rodgers, die gerade mit ihrer im Kinderwagen liegenden Nichte Annie einen Spaziergang macht. Claude betäubt und entführt Kim und bringt sie in sein Haus in den Keller, wo er seinem Opfer einen Raum geschaffen hat. Kim wird auf einer Matratze niedergelegt, eine Kette um den Fuß fesselt sie an die Wand. Er versucht erfolgreich beruhigend auf Kim einzuwirken. Es zeigt sich, dass er weder ihren Namen kennt, noch sie je zuvor gesehen hat. Er offenbart Kim, dass sie hier ist, damit er an ihren Milchbrüsten trinken kann. Kim entgegnet, dass sie nicht die Mutter des Babys ist. Für Claude ist das kein Grund sie gehen zu lassen. In diesem Fall soll sie mit einer induzierten Laktation Milch geben.

Er lässt Kim von sich erzählen. In vier Monaten will sie ihren Verlobten heiraten. Sie hat einen Master in Englischer Literatur, derzeit ist sie arbeitslos und will in Zukunft einen Roman schreiben. Claude zeigt sich äußerst enthusiastisch sie dabei unterstützen zu dürfen. Kim realisiert aus der Art wie ihre Entführung abgelaufen ist und dass ihr Gefängnis akribisch vorbereitet wurde, dass Claude offenbar schon zuvor Frauen entführt hat. Sie spricht ihn darauf an. Er gesteht, dass es eine Frau gegeben habe, doch was mit ihr passiert ist, will er ihr nicht sagen. Als Kim nachfragt, ob sie tot ist, antwortet er nicht. Claude verspricht ihr nichts zu tun. Er will lediglich ihre Brüste berühren. Ohne Gewalt anzuwenden, kettet er Kim mit Handschellen an die Wand und liebkost ihre Brüste.

Claude bittet Kim mit ihr zu Abend zu essen, doch sie weigert sich die Leber zu essen, die er ihr serviert. Claude erklärt, er werde sie "trainieren, nicht erziehen" ihm zu gehorchen. In den folgenden Tagen lässt er sie hungern. Kim erwidert schließlich, wenn er wolle, dass sie Muttermilch produziere, sei es keine gute Idee sie hungern zu lassen. Claude geht darauf nicht ein. Nach einigen weiteren Tagen ist Kims Widerstand schließlich gebrochen und sie beginnt zu essen, was er ihr vorsetzt. Nach einer Session an Kims Brüsten erwidert sie, sie habe noch nie von induzierter Laktation gehört. Auf ihre Frage an Claude, wie lange dies dauern werde, entgegnet er 2 bis 4 Wochen. Eine andere Option, wenn es nicht funktioniere, sei eine Schwangerschaft.

Mehr als zwei Wochen sind vergangen. Die induzierte Laktation hat nicht funktioniert. Claude misst Kims Temperatur um zu sehen, wann ihr Eisprung ist. Er erfüllt ihr einen Wunsch und bringt sie nach draußen an die frische Luft. Claude erzählt ihr von seinem Trauma, den Tod seiner Mutter verschuldet zu haben. Als er noch ein Kind war, ließ sie eines Abends eine Kerze brennend auf dem Tisch und nahm ein Schlafmittel. Der kleine Claude wachte in der Nacht auf, nahm die Kerze und verursachte den Brand. Da er seine Mutter nicht mehr wach bekam, konnte er sie nicht aus dem niederbrennenden Haus retten.

Der Tag von Kims Eisprung ist gekommen. Er bietet ihr an, sich die Pumpspritze mit dem Sperma selbst einzufügen. Auf Kims Frage, was passiere wenn sie sich weigert, erwidert er, dass er es dann selbst machen werde. Kim entgegnet, er mache das alles, nur damit sie Milchbrüste bekomme, an denen er saugen könne. Es gebe doch Frauen, die er dafür bezahlen könne, dass sie seinen Fetisch befriedigen. Claude entgegnet verletzt, ob sie glaube, dass er das nicht schon versucht habe. Es habe jedoch nicht funktioniert. Auf die Frage, was nach der Schwangerschaft mit dem Baby geschehen solle, erwidert Claude, Kim könne es behalten oder er werde es in einer Babyklappe vor einem Krankenhaus abgegeben. Kim lässt sich künstlich befruchten und wird schwanger.

Es ist Winter geworden. Claude entwickelt für Kim mehr und mehr Gefühle. Eines Abends bittet er sie zu einem Dinner, in einem Laden hat er hier ein schönes Kleid besorgt. Kim sieht beim Anziehen ihre bereits sichtbare Schwangerschaft. Das anfangs freundliche Gespräch wandelt sich, als Claude sagt, dass sich die Dinge besser entwickelt hätten. In den Zeichnungen, die Kim seit Beginn ihrer Gefangenschaft gemalt hat, finde er nicht mehr "Ich werde Claude töten". Doch Kim wird emotional. sie gesteht, dass sie ihn nicht mehr töten wolle und sich etwas gutes für ihn wünsche. Aber der einzige Weg, dass ihre Beziehung funktionieren könne, sei, dass er sie gehen lasse. Sie will ihren Verlobten Tommy wiedersehen, ihre Familie und ein normales Leben zurückhaben. Claude wird ebenfalls emotional und wünscht sich, er hätte Kim nie entführt. Sie sei ein guter Mensch, er dagegen ein Monster. Und er kenne Kim zu gut um ihren Beteuerungen zu glauben, dass sie ihn nicht den Behörden melden werde. Beide weinen.

Claude träumt davon wie seine Mutter ihn stillt. Kurz darauf erscheint ihm im Traum auch Kim, die ihn auffordert, dass er seine tote Mutter nicht mehr brauche und sie nun ihn habe. Statt zu ihren Brüsten leitet sie seine Hand zu seiner Vagina und berührt seinen eigenen Genitalbereich. Claude wacht auf, geht in den Keller zu Kim, kettet sie an die Wand, streift ihre Oberkleidung hoch und beißt ihr die rechte Brustwarze ab. Verstört verlässt er das Zimmer und die schreiende Kim und weint verzweifelt im Bad über das Geschehene. Wenig später versucht er sich bei Kim zu entschuldigen, doch sie ist so verstört, dass sie keinerlei Nähe zeigen kann. Sie fleht ihn nur an, sie gehen zu lassen. Claude erwidert nur, dass er – durch die Situation wie durch sein Selbst – der wahre Gefangene sei. Beide weinen.

Claude verkündet für einige Tage die Stadt zu verlassen. Kim bittet ihn am Abend ein Steak essen zu dürfen. Als sie ihn bittet es alleine essen zu dürfen, gewährt er ihr den Wunsch. Als Claude später den Teller holen will, sticht sie ihm mit der Gabel in den Hals. Claude kann sich zwar selbst verarzten, doch der Vorfall macht ihm deutlich, dass es nichts mehr gegenüber Kim gibt, dass er noch reparieren kann. Er nimmt ein Küchenmesser und begeht Suizid. Sein Freund David, der mit ihm wegfahren wollte, findet seine Leiche. Als die im Keller angekettete Kim nach Claude ruft, wird er auf sie aufmerksam.

Einige Zeit später sitzt Kim im Garten des Hauses ihrer Schwester. Diese bringt ihr Unverständnis zum Ausdruck, dass sie Kim nicht verstehe. Eine Psychose könne auch vererbt werden. Kim ist sich dessen bewusst, auch was alle ihr raten. Doch sie entscheidet sich gegen eine Abtreibung des Kindes, das in ihr heranwächst und mit Claudes Samen künstlich gezeugt wurde.

Kritiken

„Die Geschichte entwickelt sich nicht so, wie das Publikum es erwarten würde, kommt aber zu einem soliden Abschluss. Dazwischen kann das Publikum zwei großartige Figuren genießen, getragen von starken schauspielerischen Leistungen.“

Horro's Gory Reviews[1]

Auszeichnungen

New York City Independent Film Festival

  • 2013: Best Actor in Narrative Feature Film, für Casey Chapman, gewonnen[2]
  • 2013: bestes Drehbuch – ehrenvolle Erwähnung, für Edward Pionke, nominiert[2]

Northwest Ohio Independent Film Festival

  • 2013: hervorragender Film, Jury-Preis, für Edward Pionke, gewonnen[2]
  • 2013: bestes Drehbuch, Jury-Preis, für Edward Pionke, gewonnen[2]
  • 2013: hervorragende Schauspielerin, Jury-Preis, für Mackenzie Wiglesworth, gewonnen[2]
  • 2013: Outstanding Score, Jury-Preis, gewonnen[2]
  • 2013: hervorragendes Drehbuch, Jury-Preis, für Edward Pionke, gewonnen[2]
  • 2013: hervorragender Spielfilm, für Edward Pionke, nominiert[2]
  • 2013: hervorragende Regie, für Edward Pionke, nominiert[2]
  • 2013: hervorragender Schauspieler, Jury-Preis, für Casey Chapman, nominiert[2]
  • 2013: hervorragende Kamera, Jury-Preis, für Craig Harmer, nominiert[2]

International Film Awards Berlin

  • 2013: bester Schauspieler, für Casey Chapman, gewonnen[2]
  • 2013: beste Regie, für Edward Pionke, gewonnen[2]
  • 2013: beste Schauspielerin, für Mackenzie Wiglesworth, nominiert[2]
  • 2013: Brandenburg Gate Award, für Edward Pionke, nominiert[2]

Einzelnachweise

  1. https://horrosgoryreviews.blogspot.com/2015/03/mothers-milk-review.html
  2. a b c d e f g h i j k l m n o Mother's Milk (2013) - Auszeichnungen - IMDb. Abgerufen am 28. Dezember 2025 (deutsch).