Mostowe (Polohy)
| Mostowe | ||
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| Мостове | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | Ukraine | |
| Oblast: | Oblast Saporischschja | |
| Rajon: | Rajon Polohy | |
| Höhe: | 46 m | |
| Fläche: | 42.8 km² | |
| Einwohner: | 178 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 4 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 71771 | |
| Vorwahl: | +380 6178 | |
| Geographische Lage: | 47° 6′ N, 35° 45′ O | |
| KATOTTH: | UA23100150160033551 | |
| KOATUU: | 2325282805 | |
| Verwaltungsgliederung: | 1 Dorf | |
| Verwaltung | ||
| Adresse: | вул. Космічна 48г 71771 с. Новомиколаївка | |
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Mostowe (ukrainisch Мостове; russisch Мостовое Mostowoje) ist ein ukrainisches Dorf im Rajon Polohy in der Oblast Saporischschja, es geht auf das russlandmennonitische Dorf Tiegerweide als Teil der Kolonie Molotschna zurück.
Am 12. Juni 2020 wurde das Dorf ein Teil der neugegründeten Stadtgemeinde Molotschansk,[1] bis dahin war es ein Teil der Landratsgemeinde Nowomykolajiwka im Süden des Rajons Tokmak.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Polohy.[2]
Im März 2022 wurde der Ort durch russische Truppen im Rahmen des Russischen Überfalls auf die Ukraine eingenommen und befindet sich seither nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Tiegerweide
Der Ort wurde 1822 am Südufer des Kuruschan von 24 mennonitischen Familien angelegt, davon stammten 14 aus Westpreußen. Weitere Familien waren Nachfahren früherer Siedler der Kolonie Molotschna. Vor der Ansiedlung war die Gegend Weidegrund für Bauern aus Tiege, was den Namen Tiegerweide erklärt. Der Ort hatte 1848 52 Bauten. Es gab eine Schule, einen Getreidespeicher und drei Schmieden. 1825 besuchte Zar Alexander I. das Dorf und schlug vor, eine Baumplantage anzulegen, was 1838 getan wurde. 1869 gab es 22 Vollwirtschaften, vier Halbwirtschaften und 32 Kleinwirtschaften. 1908 lebten hier 607 Menschen.
Literatur
- Rudy P. Friesen, Edith Elisabeth Friesen: Bauwerke der Vergangenheit: mennonitische Architektur, Landschaft und Siedlungen in Russland/Ukraine. Tweeback, Bonn 2016, S. 436–439.