Morris Museum of Art

Das Morris Museum of Art ist ein Kunstmuseum in Augusta, Georgia, USA. Es wurde 1992 eröffnet und ist das erste Museum in den Vereinigten Staaten, das sich ausschließlich der Dokumentation der Kunst und Künstler des amerikanischen Südens widmet. Es befindet sich im Augusta Riverfront Center am Ufer des Savannah River. Im Jahr 2007 erhielt das Museum den „Governor’s Award in the Humanities“ des Bundesstaates Georgia.[1]

Geschichte

Das Museum wurde von William S. Morris III, dem Vorstandsvorsitzenden der in Augusta ansässigen Morris Communications Corporation, zum Gedenken an seine Eltern gegründet. 1985 wurde es als gemeinnützige Stiftung eingetragen. Seine inhaltliche Ausrichtung fand das Museum im Jahr 1989 durch den Ankauf einer Sammlung südlicher Kunst von Robert P. Coggins aus Marietta, Georgia. Diese Sammlung, die von 1984 bis 1987 unter dem Titel „Art and Artists of the South“ durch Museen im Südosten der USA tourte, bildet den Grundstock des heutigen Bestands. Nach dem Tod von Coggins erwarb das Museum zusätzliche Werke aus seinem Nachlass.[2]

Sammlung

Der Sammlungsbestand umfasst rund 2500 Werke, darunter vorwiegend Gemälde und Arbeiten auf Papier von Künstlern, die im Süden der USA geboren wurden oder deren Werke erkennbare regionale Einflüsse aufweisen. Die Sammlung reicht von den Aquarellen des britischen Entomologen und Ornithologen John Abbot über Landschaften des 19. Jahrhunderts von Henry Ossawa Tanner und Joseph Rusling Meeker bis hin zu einem großformatigen Werk von Robert Rauschenberg, das eigens für die Sammlung in Auftrag gegeben wurde und Motive aus Augusta zeigt. Auch Werke von Jasper Johns, der in Augusta geboren wurde, sind vertreten. Weitere bedeutende Künstler der Sammlung sind Benny Andrews und sein Vater George Andrews („Dot Man“) aus Georgia, Nell Choate Jones, Lamar Dodd, Augusta Oelschig, Alexander John Drysdale, Hattie Saussy, Art Rosenbaum, Don Cooper, William Posey Silva, Nellie Mae Rowe sowie Mitglieder der Familie Murphy aus Savannah. Das Museum besitzt außerdem umfangreiche Bestände der Werke von Elliott Daingerfield, einem bedeutenden symbolistischen Maler des 19. Jahrhunderts, von Will Henry Stevens, einem frühen Modernisten, sowie von Alfred Hutty, einem Vertreter der Charleston Renaissance im frühen 20. Jahrhundert.[2]

Literatur

  • Bruce W. Chambers, Art and Artists of the South: The Robert P. Coggins Collection, University of South Carolina Press, Columbia, 1984.
  • William H. Gerdts, Art across America: Two Centuries of Regional Painting, 1710–1920, Bd. 2, Abbeville Press, New York, 1990.
  • Donald B. Kuspit und David S. Bundy, Painting in the South: 1564–1980, Virginia Museum of Fine Arts, Richmond, 1983.
  • Estill Curtis Pennington, A Southern Collection, Morris Communications, Augusta, 1992.
Commons: Morris Museum of Art – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Morris Museum of Art - Devoted to the art and artists of the American South. 6. September 2025, abgerufen am 17. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).
  2. a b Morris Museum of Art. Abgerufen am 17. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).

Koordinaten: 33° 28′ 45,5″ N, 81° 58′ 6,9″ W