Moritz von Süßmilch

Bernhard Moritz von Süßmilch genannt Hörnig, auch Moritz von Süßmilch-Hörnig, eigentlich Bernhard Moritz von Süßmilch, (* 24. Juli 1823 in Wurzen; † 11. Mai 1892 in Leipzig) war ein sächsischer Oberst und Nestor der Kartografie Sachsens.

Leben

Seine Eltern waren der kgl. sächs. Oberstleutnant Friedrich Süßmilch, gebürtig 1747 in Meißen, und Hedwig von Süßmilch gen. Hörnig, 1763 geboren, 1850 verstorben. Die Mutter stammte aus einer bereits nobilitierten Familienlinie, war die Tochter des geadelten Majors Alexander von Süßmilch, Reichsadelsstand 1776 zu Wien.

Als Sohn eines Offiziers trat Moritz, eigentlich Bernhard Moritz von Süßmilch 1839, in die Sächsische Armee ein, 1849 wurde er zum Oberleutnant, 1859 zum Hauptmann im XII. Infanterie-Bataillon und 1866 zum Major befördert. Beim Feldzug 1870/1871 erhielt Süßmilch das EK-II.[1]

Später wurde er Oberstleutnant und schließlich als Oberst zur Disposition gestellt. Mit diesem Dienstgrad war er um 1877 nochmals Kommandeur des 4. Infanterie-Regiments Nr. 103.[2] Nach der Reorganisation der Armee wurde er Kommandant der Landwehr in Leipzig, danach in Zwickau, Grimma und zuletzt wieder in Leipzig. Zuletzt verließ er die Armee, um sich ganz seinen literarischen Arbeiten zu widmen.

Ein Onkel des Kartografen war der Generalmajor Karl Friedrich von Süßmilch genannt Hörnig.[3] Sein Sohn war der sächsische Offizier Bernhard von Süßmilch.

Werk (Auswahl)

  • Aus dem Tagebuch eines Soldaten, aber keines Landsknechts. Leipzig: Otto Wiegand (Buch über den schleswig-holsteinischen Feldzug, anonym)
  • Wanderbriefe.
  • Topographische Spezialkarte vom Königreich Sachsen. (1 : 250 000)
  • Geschichte des (jetzigen) 2. Königl. Sächsischen Husarenregiments „Königin“ Nr. 19. 1882.
  • Historisch-geographischer Atlas von Sachsen und Thüringen.
  • Über die Kriegführung im Orient. (anonym)
  • Das Erzgebirge in Vorzeit, Vergangenheit und Gegenwart. Hermann Graser Verlag, Annaberg 1889, 2. Auflage 1894. 2. Auflage-SLUB.

Genealogie

  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1908. Jahrgang 2, Justus Perthes, Gotha 1907, S. 897.
  • Gothaisches Genealogisches Taschnebuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der D.A.G. Teil B (Briefadel). 1940. Jahrgang 32, Justus Perthes, Gotha 1939. Siehe FamilySearch.

Einzelnachweise

  1. George Eberhard Hans Ferdinand Julius Freiherr von Hodenberg: Das Königlich Sächsische 1. (Leib-) Grenadier Regiment Nr. 100 in seinen hervorstehenden Erlebnissen und Thaten. 2. Auflage, C. Heinrich, Dresden 1883, S. 107.
  2. Vgl. Königliches Gesammtministerium (Hrsg.): Staatshandbuch für das Königreich Sachsen. 1877. C. Heinrich, Dresden 1877, S. 413.
  3. US-GW-Archives.net.: Men of Progress. Wisconsin. (pages 417-451) A selected list of biographical sketches and portraits of the leaders in business, professional and official life. Together with short notes on the history and character of Wisconsin. (en).