Moritz Golde
Johann Gottlieb Moritz Golde (* 7. oder 8. November 1820 in Dresden; † 25. September 1859 ebenda) war ein sächsischer Porträtmaler, Lithograf und Fotograf.
Leben
Golde wurde als Sohn des Markthelfers Gottlieb Golde in Dresden geboren und am 11. November 1820 dort getauft. Er wurde Porträtmaler und Lithograf. Das Dresdner Adressbuch von 1859 nennt ihn mit Fotoatelier an der Prager Straße 24a auch als Fotografen.[1] Seine Adressen in Dresden waren Struvestraße 8, dann Seegasse 20, um 1855 Lüttichaustraße 20, bis 1858 Große Schießgasse 2. Zuletzt, im Jahr 1859, wohnte er an der Ostra-Allee 6.
Moritz Golde heiratete am 25. September 1842 in Dresden Johanna Dorothea Friederika Kämpfe. In zweiter Ehe heiratete er Emma (Henriette Auguste) Krause, eine Tochter des Philosophen und Privatdozenten Karl Christian Friedrich Krause. Die Hochzeit fand am 5. Oktober 1851 in Dresden statt. Golde starb 38-jährig in Dresden und wurde am 28. September bestattet.
Als Lithograf wurde Golde vor allem durch den von Franz Hanfstaengl in Dresden verlegten Stich Die Vorlesung der „Räuber“ von Schiller nach dem Gemälde von Theobald von Oer rezipiert.[2][3]
Literatur
- Golde, M. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 14: Giddens–Gress. E. A. Seemann, Leipzig 1921, S. 338 (Textarchiv – Internet Archive).
Weblinks
- Moritz Golde, Eintrag im Portal deutschefotothek.de
Einzelnachweise
- ↑ Jochen Voigt, Christoph Kaufmann: Der gefrorene Augenblick. Daguerreotypie in Sachsen 1839–1860. Inkunabeln der Photographie in sächsischen Sammlungen. Edition Mobilis, 2004, ISBN 978-3-9808-8782-3, S. 312
- ↑ Deutsches Kunstblatt. Jahrgang VII, Nr. 49 (4. Dezember 1856), S. 435 (Google Books)
- ↑ Katalog von Kupferstichen, Radirungen, Lithographien, Photographien, Pracht- und illustrirten Werken etc. Verlag von Hermann Vogel, Leipzig 1881, S. 36