Moritz Glasbrenner
Moritz Glasbrenner (* 8. Juli 1990) ist ein deutscher Fußballtrainer. Zuletzt trainierte er den Drittligisten SSV Ulm 1846.
Sportlicher Werdegang
Der aus einer Medizinerfamilie stammende Glasbrenner wuchs ab 2001 in Münster auf. Bereits als Teenager war er Jugendtrainer beim SC Gremmendorf und dem SC Münster 08. 2011 ging er als U-15-Jugendtrainer zum 1. FC Gievenbeck, wo er nach dem Aufstieg der Wettkampfmannschaft in die Oberliga Westfalen im folgenden Sommer in das Trainerteam von Maik Weßels aufgenommen wurde. Nach dem direkten Wiederabstieg am Ende der Spielzeit 2021/13 fokussierte er sich auf seine Tätigkeit als U-19-Trainer beim Klub. Im Sommer 2014 wechselte Glasbrenner in den Nachwuchsbereich von Preußen Münster. Parallel absolvierte er zwischen 2010 und 2016 ein Medizinstudium an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Anschließend begann er als Arzt in der Chirurgie des St. Franziskus-Hospitals in Münster zu praktizieren und wechselte später ans Universitätsklinikum Münster. Nebenher betrieb er seine eigene Fußballschule und bot Fußballcamps für Borussia Dortmund und Juventus Turin an. Später war er zeitweise für die Scoutingabteilung von Borussia Dortmund tätig.
2020 kehrte Glasbrenner, der parallel in eine allgemeinmedizinische Praxis wechselte, um nachmittags Zeit für die Trainingsarbeit zu haben, als Nachwuchstrainer zu Preußen Münster zurück, wo er ab 2021 die U-17-Mannschaft in der B-Junioren-Bundesliga trainierte. Nach dem Abstieg am Ende der Spielzeit 2022/23 wechselte er ins Nachwuchsleistungszentrum zum SC Paderborn 07, dabei gab er zudem seine Tätigkeit als Arzt auf.[1][2] Parallel zur NLZ-Tätigkeit begann er seine Ausbildung zur DFB-A+-Lizenz.
Im Sommer 2025 verpflichtete der SSV Ulm 1846 Glasbrenner für die in der U19-DFB-Nachwuchsliga antretende Nachwuchsmannschaft, nachdem der bisherige U-19-Trainer Robert Lechleiter im März als Nachfolger Thomas Wörles zum Cheftrainer der Wettkampfmannschaft aufgerückt war und der bisherige U-15-Trainer Alexander Käs interimistisch die Mannschaft betreut hatte.[3] Nach einem schwachen Start des Zweitligaabsteigers in die Drittligasaison 2025/26 wurde Lechleiter am 18. September freigestellt und Glasbrenner übernahm interimistisch die Mannschaftsleitung.[4] Aus seinen ersten drei Spielen gegen Mitabsteiger SSV Jahn Regensburg (2:1), die Zweitvertretung der TSG 1899 Hoffenheim (1:1) und Aufsteiger 1. FC Schweinfurt 05 (5:1) holte er sieben Punkte, so dass er – trotz mangelnder Pro-Lizenz – trotz einer 1:4-Niederlage gegen den FC Ingolstadt 04 am 8. Oktober mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet formal zum Cheftrainer befördert wurde.[5] Die folgenden vier Spiele gingen mit teilweise desolaten Vorstellungen verloren und ein nach einer 0:5-Heimniederlage gegen Hansa Rostock verfasstes und anschließend öffentlich gewordenes internes Schreiben der Mannschaftskapitäne Johannes Reichert und Christian Ortag zeichnete ein zerrüttetes Verhältnis zwischen Mannschaft, Trainer und Sportdirektor Markus Thiele[6], so dass der Klub am 10. November 2025 auf dem 18. Tabellenplatz liegend Glasbrenner und Thiele von ihren Aufgaben entband.[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ wn.de: „Glasbrenner bleibt in der Bundesliga – und kündigt dafür sogar als Arzt“ (abgerufen am 11. November 2025)
- ↑ scp07.de: „Glasbrenner komplettiert Riege im NLZ“ (abgerufen am 11. November 2025)
- ↑ ssvulm1846-fussball.de: „Moritz Glasbrenner wird U19-Trainer“ (abgerufen am 11. November 2025)
- ↑ svulm1846-fussball.de: „Der SSV trennt sich von Robert Lechleiter“ (abgerufen am 11. November 2025)
- ↑ ssvulm1846-fussball.de: „Moritz Glasbrenner wird Cheftrainer“ (abgerufen am 11. November 2025)
- ↑ kicker.de: „"Die Atmosphäre ist vergiftet": Ulm-Kapitäne Reichert und Ortag bitten per Brief um Hilfe“ (abgerufen am 11. November 2025)
- ↑ ssvulm1846-fussball.de: „Der SSV Ulm 1846 Fussball trennt sich von Markus Thiele und Moritz Glasbrenner“ (abgerufen am 11. November 2025)