Mordechai Bibi
Mordechai Bibi (hebräisch מרדכי ביבי, arabisch مردخاي بيبي; * 1. Juli 1922 in Bagdad; † 5. Februar 2023) war ein israelischer Politiker und zwischen 1959 und 1974 Mitglied der Knesset für die Achdut haAwoda und deren Nachfolgeparteien.
Leben
Mordechai Bibi besuchte die High School in Bagdad und war zwischen 1942 und 1945 einer der Gründer und führendes Mitglied der Pionier-Zionisten-Untergrundbewegung im Irak sowie von 1944 bis 1945 Leiter des Alija-Komitee im Irak als Gesandter der Organisation für illegale Einwanderung (Mossad le Alija Bet). Nach seiner Auswanderung (Alija) in das Mandatsgebiet Palästina 1945 absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tel Aviv und nahm nach seiner Zulassung eine Tätigkeit als Rechtsanwalt auf. Daneben fungierte er zwischen 1949 und 1950 als einer der Organisatoren der Auswanderung von Juden aus dem Irak und arbeitete von 1953 bis 1959 im Verteidigungsministerium. Er trat 1946 der Partei Einigung der Arbeit (Achdut haAwoda) bei und wurde 1958 Mitglied des Zentralkomitees und des Sekretariats der Partei. Bei der Parlamentswahl am 3. November 1959 wurde er erstmals zum Mitglied der Knesset gewählt und gehörte dem Parlament nach seinen Wiederwahlen am 15. August 1961, 2. November 1965 und am 28. Oktober 1969 bis zum 21. Januar 1974 an. Während seiner Parlamentszugehörigkeit gehörte er in der vierten Legislaturperiode (1959 bis 1961) dem Ausschuss für öffentliche Dienste (1. Dezember bis 28. Dezember 1959), dem Arbeitsausschuss (1. Dezember 1959 bis 4. September 1961) sowie dem Ausschuss für innere Angelegenheiten (28. Dezember 1959 bis 4. September 1961) als Mitglied an.[1][2]
In der darauf folgenden fünften Legislaturperiode (1961 bis 1965) war Bibi Mitglied des Arbeitsausschusses (4. September bis 18. Dezember 1961), des Ausschusses für öffentliche Dienste (4. September 1961 bis 13. Mai 1964), des Innenausschusses (18. Dezember 1961 bis 22. November 1965), des Ausschusses für die Ernennung von islamischen Richtern (Qādī, 6. Februar 1962 bis 22. November 1965), des Unterausschusses für die Beseitigung von Slums und die Betreuung ihrer Evakuierten (bis zum 4. Juni 1963), des Arbeitsausschusses (13. Mai 1964 bis 22. November 1965) sowie des Wirtschaftsausschusses (17. November 1964 bis 22. November 1965). Anschließend gehörte er in der sechsten Legislaturperiode (1965 bis 1969) dem Ausschuss für Innere Angelegenheiten (23. November 1965 bis 11. Januar 1967), dem Ausschuss für Verfassung, Recht und Justiz und dem Unterausschuss für Grundgesetze (23. November 1965 bis 17. November 1969), dem Ausschuss für die Ernennung von Richtern (31. Mai 1966 bis 17. November 1969) sowie dem Finanzausschuss (11. Januar 1967 bis 17. November 1969) als Mitglied an. In der anschließenden siebten Legislaturperiode fungierte er zwischen dem 18. November 1969 und dem 21. Januar 1974 als stellvertretender Sprecher der Knesset und damit als Vertreter von Parlamentspräsident Reuven Barkat[3] beziehungsweise ab dem 9. Mai 1972 Yisrael Yeshayahu-Sharabi.[4] Des Weiteren war er Vorsitzender des Unterausschusses für Recht und zeitgleich Mitglied des Ausschusses für Verfassung, Recht und Justiz sowie des Hauptausschusses (18. November 1969 bis 21. Januar 1974). Ferner war er zwischen dem 31. März 1970 und dem 31. März 1971 Mitglied des Sonderausschusses zum Gesetz über den Staatsrechnungsprüfer sowie vom 20. Mai 1970 bis zum 21. Januar 1974 abermals Mitglied des Ausschusses für die Ernennung von Richtern.[1]
Veröffentlichungen
- Me-arbaʻ kanfot ha-Naharayim ʻeduyot ṿe-sipurim ʻal ha-maḥteret ṿeha-haʻpalah be-ʻIraḳ, („Von den vier Enden der Flüsse“), 1983
- ha-Maḥteret ha-Tsiyonit-ḥalutsit be-ʻIraḳ meḥḳar tiʻudi, („Die zionistisch-pionierhafte Untergrundbewegung im Irak. Dokumentarische Forschung“), 1988
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Mordechai Bibi. Knesset, abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Mordechai Bibi. Prabook, abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Reuven Barkat. Knesset, abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Yisrael Yeshayahu. Knesset, abgerufen am 1. Dezember 2025 (englisch).