Morbus Trevor

Klassifikation nach ICD-10
Q74.8 Sonstige näher bezeichnete angeborene Fehlbildungen der Extremität(en)
{{{02-BEZEICHNUNG}}}
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
Vorlage:Infobox ICD/Wartung {{{21BEZEICHNUNG}}}
ICD-10 online (WHO-Version 2019)

Morbus Trevor (Dysplasia epiphysealis hemimelica, engl. Trevor disease oder Fairbank's disease) ist eine angeborene Störung der Knochenentwicklung, die durch umschriebenen Überwuchs der knorpeligen Anlage mit Deformierung und Vergrößerung eines oder mehrerer Knochen im Zuge der Ossifikation charakterisiert ist. Die Krankheit ist nach David Trevor benannt.[1] Die Erstbeschreibung wurde von Albert Mouchet und J. Bélot 1926 erbracht. Die Bezeichnung „dysplasia epiphysealis hemimelica“ wurde von Fairbank vorgeschlagen.[1]

Epidemiologie

Die Erkrankung ist selten, das Auftreten wird auf 1 zu 1 Million angegeben, deutlich häufiger bei Jungen als bei Mädchen. Der Erbgang ist autosomal-dominant.[2]

Klinik

M. Trevor tritt einseitig zumeist an der unteren Extremität auf und führt im Laufe des Wachstums zur Fehlstellung und Deformierung des Gelenkes. Assoziation mit Enchondromatose ist beschrieben.[3] Der schmerzlose Überwuchs fällt im Kleinkindesalter auf, häufig an den Fußknochen, am Kniegelenk oder Sprunggelenk.

Diagnostik

Die Diagnose kann im Röntgenbild gestellt werden aufgrund der typischen Lokalisation, des unregelmäßigen Überwuchses und des Auftretens von mehreren nicht miteinander verbundenen Knochenkernen, die an Epiphysen angelagert sind.[4] Eine Diagnosesicherung ist im MRT möglich.

Differentialdiagnose

Histologisch sind die Veränderungen von einem Osteochondrom nicht zu differenzieren, letztere treten aber immer metaphysär und nicht epiphysär auf.

Abzugrenzen sind knöcherne Absprengungen durch vorausgegangene Traumata, eine Synoviale Chondromatose aufgrund der Altersgruppe.

Behandlung

Eine ursächliche Behandlung existiert nicht, erheblich störende Veränderungen können operativ entfernt werden, wachsen jedoch bis zum Abschluss der Skelettreifung wieder nach.

Literatur

  • F. Hefti: Kinderorthopädie in der Praxis. Springer 1998, ISBN 3-540-61480-X, S. 675f.
  • A. Greenspan: Orthopedic Radiology. A practical Approach. 3. Auflage, Lippincott Williams & Wilkins, 2000, ISBN 0-7817-1589-X, S. 878f.
Commons: Morbus Trevor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Ole Daniel Enersen: Trevor's disease (Memento vom 13. Dezember 2024 im Internet Archive) bei whonamedit.com
  2. Eintrag zu Dysplasia epiphysealis hemimelica. In: Orphanet (Datenbank für seltene Krankheiten)
  3. Alan E. Oestreich, Christopher Mitchell, Jeffrey Akeson: Both Trevor and Ollier disease limited to one upper extremity. In: Skeletal Radiology. Band 31, Nr. 4, 2002, S. 230–234, doi:10.1007/s00256-001-0473-9, PMID 11904692.
  4. T. J. Fairbank: Dysplasia epiphysialis hemimelica. In: Journal of Bone and Joint Surgery - British Volume. 38-B, Nr. 1, 1956, S. 237–257, doi:10.1302/0301-620x.38b1.237, PMID 13295331.