Montevideo (Pferd)

Montevideo
Rasse: Holsteiner
Vater: Marlon xx (Englisches Vollblut)
Mutter: Afrika (Holsteiner)
Mutter-Vater: Roman (Holsteiner)
Geschlecht: Hengst[1]
Geburtsjahr: 1971
Land: Deutschland
Farbe: braun
Stockmaß: 167 cm[1]
Reiter: Uwe Sauer
Montevideo
Medaillenspiegel

Dressurreiten

Deutschland Deutschland
Europameisterschaften
Gold 1983 Mannschaft (mit Uwe Sauer)
Bronze 1983 Einzel, (mit Uwe Sauer)
Gold 1985 Mannschaft (mit Uwe Sauer)
Olympische Sommerspiele
Gold 1984 Mannschaft (mit Uwe Sauer)

Montevideo (* 1971) ist ein ehemaliges deutsches Dressurpferd, das eine Goldmedaille bei Olympischen Spielen und zwei Goldmedaillen bei Europameisterschaften gewann.

Abstammung

Montevideo war ein 1971 von Hans Joachim Ahsbahs gezogener brauner Holsteiner[2] und ein gekörter Hengst.[3] Sein Vater war der Englische Vollblüter Marlon XX und seine Holsteiner Mutter Afrika stammte von Roman ab. Montevideo wurde vielseitig ausgebildet und nahm mit Sauer auch an Springprüfungen teil.[4]

Zuchtlaufbahn

Montevideo war für die Holsteiner Zucht gekört und war vor seiner Sportkarriere von 1975 bis 1978 im Deckeinsatz.[5] Er brachte mehrere Hauptstammbuchstuten, eine Staatsprämienstute, sowie Spring- und Dressurpferde hervor[6] und ist über seine Töchter auch heute noch im Sport vertreten.[7]

Sportlaufbahn

Er startete zwischen 1983 und 1992 für die Bundesrepublik Deutschland in internationalen Dressurprüfungen unter Uwe Sauer.[8]

Montevideo und Sauer nahmen 1983 an der Europameisterschaft in Aachen teil und gewannen im Dressur Einzelwettbewerb Bronze. Mit der deutschen Equipe, bestehend aus Uwe Schulten-Baumer junior, Herbert Krug und Reiner Klimke auf dem berühmten Ahlerich, gewann das Paar die Goldmedaille bei dieser Europameisterschaft.[9]

Bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, gewann Montevideo mit Uwe Sauer im Sattel zusammen mit der deutschen Equipe die Goldmedaille. In der Dressur-Einzelwertung belegte das Paar den sechsten Platz.[10]

1984[4] und 1985 erreichte Montevideo mit seinem Reiter Uwe Sauer bei den deutschen Meisterschaften im Dressurreiten jeweils den zweiten Platz hinter Reiner Klimke.[8]

1985 gewannen Montevideo und Sauer zusammen mit der deutschen Equipe bei der Europameisterschaft in Kopenhagen die Goldmedaille in der Dressur.[10]

Im reifen Alter von 21 Jahren trat Montevideo 1992 zusammen mit Uwe Sauer bei den Schleswig-Holsteinischen Meisterschaften in Bad Segeberg an und gewann die Bronzemedaille.[8]

Stammbaum

Ahnentafel von Montevideo[1]
Vater
Marlon XX
Vollblut
1958
Tamerlane XX
Vollblut
1952
Persian Gulf XX
Vollblut
1940
Bahram - 1932
Double Life - 1926
Eastern Empress XX
Vollblut
1944
Nearco - 1935
Cheveley Lady - 1939
Maralinni XX
Vollblut
1950
Fairford XX
Vollblut
1934
Fairway - 1925
Pallet Crag - 1928
Misguided XX
Vollblut
1937
Knight of the Garter - 1921
Miss Privet - 1923
Mutter
Afrika
Holsteiner
~1965
Roman
Holsteiner
1960
Ramzes
Anglo-Araber
1937
Rittersporn - 1917
Jordi - 1928
Dorette
Holsteiner
1948
Monarch - 1941
Schelle - 1940
Tuja
Holsteiner
~1957
Faehnrich
Holsteiner
1953
Fachmann - 1949
Fera - 1947
Ostende
Holsteiner
~1950
Loewenjaeger - 1943
Duenaburg - ~1945

Einzelnachweise

  1. a b c "Montevideo" All Breed Pedigree
  2. Montevideo, FN
  3. Montevideo, auf rimondo.com
  4. a b Uwe Sauer auf munzinger.de
  5. Pferdesuche nach Vater= Montevideo 5, auf fn-erfolgsdaten.de
  6. Montevideo Nachkommen, auf horsetelex.de
  7. Nadir di San Patrignano, stammt über seine Holsteiner Mutter Lancerina von Montevideo ab.
  8. a b c "Uwe Sauer - Championships Placings" (Memento vom 23. Juli 2004 im Internet Archive). Uwe Sauer, abgerufen am 12. Januar 2008.
  9. Anne Grethe Jensen holt 1983 überlegen Dressur-Gold, auf aachener-zeitung.de
  10. a b Uwe Sauer, FEI Datenbank, data.fei.org