Monkey Wrench

Monkey Wrench
Foo Fighters
Veröffentlichung 28. April 1997
Länge 3:51
Genre(s) Alternative Rock
Autor(en) Dave Grohl, Nate Mendel, Pat Smear
Produktion Gil Norton
Label Capitol Records
Album The Colour and the Shape

Monkey Wrench (englisch für „Rollgabelschlüssel“) ist ein Lied der US-amerikanischen Rockband Foo Fighters, das im April 1997 erschien.

Entstehung und Veröffentlichung

Das Lied wurde gemeinsam von den Foo-Fighters-Mitgliedern Dave Grohl, Nate Mendel und Pat Smear getextet beziehungsweise komponiert.[1] Für die Produktion zeichnete Gil Norton verantwortlich.[2] Frontmann Grohl spielt bei dem Lied darüber hinaus Gitarre und Schlagzeug. Gemischt wurde das Lied von Chris Sheldon, während Bob Ludwig das Mastering übernahm. Die ursprüngliche Version des Liedes wurde vom Schlagzeuger William Goldsmith eingespielt. Grohl zeigte sich mit dem Ergebnis jedoch unzufrieden, so dass er das Schlagzeug selbst neu einspielte. Goldsmith verließ daraufhin die Band.[3]

Die Erstveröffentlichung von Monkey Wrench erfolgte als Single am 28. April 1997 bei Capitol Records. Diese erschien in verschiedenen Ausführungen, unter anderem als 7″-Single mit der B-Seite The Colour and the Shape (Katalognummer: Roswell CL 788), oder als CD-Maxi-Single, die um den Titel Up in Arms (Slow) als weitere B-Seite erweitert wurde (Katalognummer: 7243 8 84014 2 5). Am 20. Mai desselben Jahres erschien das Lied zudem als Teil des zweiten Foo-Fighters-Studioalbums The Colour and the Shape (Katalognummer: CDEST 2295), dessen erste Singleauskopplung es ist.[2]

Inhalt

Monkey Wrench ist ein 3:51 Minuten langer, englischsprachiger Alternative-Rock-Titel, der in E-Dur mit 174 Schlägen pro Minute komponiert wurde.[4] Grohl erklärte, dass es in dem Lied darum geht, zu erkennen, dass man die Ursache für alle Probleme innerhalb einer Beziehung ist. Man liebt die andere Person so sehr, dass man sie von den Problemen erlösen will. Ein Monkey Wrench ist ein Werkzeug, der im deutschsprachigen Raum als Engländer bekannt ist. Dave Grohl verwendet den Namen des Werkzeugs als Metapher dafür, in einer Beziehung benutzt zu werden und gefangen zu sein. In einem Interview aus dem Jahre 2010 ergänzte Dave Grohl, dass es um Scheidung von seiner ersten Ehefrau Jennifer Youngblood geht.[3]

Musikvideo

Bei dem Musikvideo führte Grohl Regie.[5] Die Band ist dabei in einer Dreifachrolle zu sehen. Ebenso ist es das erste Video der Band mit dem Schlagzeuger Taylor Hawkins. Grohl kommt nach einem Einkauf zu seiner Wohnung zurück. Er kommt nicht in seine Wohnung, da die Tür durch eine Kette gesichert ist. Durch den Türspion sieht er, wie die Band das Lied in seiner Wohnung spielt. Von außen kommen Grohls Bandkollegen dazu und versuchen durch den Türspion und den Briefschlitz etwas zu erkennen. Schließlich gelingt es die Tür von außen aufzubrechen, doch die Band ist durch ein Fenster nach draußen verschwunden. Die Einbrecher spielen das Lied weiter. Am Ende des Liedes sieht man eine dritte Ausgabe der Band, die durch den Türspion in die Wohnung schaut.[3]

Rezeption

Rezensionen

Jessica Hopper vom Magazin Spin beschrieb Monkey Wrench als „hartnäckigen Radio-Hit“.[6] Ryan Schreiber vom Magazin Pitchfork schrieb, dass Monkey Wrench „nicht schrecklich wäre“. Er könne aber „gut ohne den schwachsinnigen Refrain leben“.[7]

Bestenlisten und Nominierungen

Das britische Magazin Kerrang führte Monkey Wrench auf Platz drei der Liste der „20 besten Foo-Fighters-Titel“.[8]

Das US-amerikanische Magazin Loudwire führte das Lied auf Platz fünf ihrer Liste der „zehn besten Foo-Fighters-Lieder“.[9] Das dazugehörige Musikvideo führte das Magazin auf Platz fünf der „Liste der zehn besten Musikvideos der Foo Fighters“.[10]

Monkey Wrench wurde bei den Grammy Awards 1998 in der Kategorie Best Hard Rock Performance nominiert.[11] Das Musikvideo wurde bei den MTV Video Music Awards 1997 in den Kategorien Best Alternative Video und Best Rock Video nominiert.[12]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Vereinigte Staaten (Billboard Rock)[13]9 (20 Wo.)20
 Vereinigtes Königreich (OCC)[14]12 (4 Wo.)4

Auszeichnungen für Musikverkäufe

Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA)[15] 2× Platin140.000
 Neuseeland (RMNZ)[16] Platin30.000
 Vereinigtes Königreich (BPI)[17] Platin600.000
Insgesamt 4× Platin
770.000

Hauptartikel: Foo Fighters/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Trivia

Am 12. Juni 2015 brach sich Grohl, der über ein Kabel stolperte, während eines Konzertes im Ullevi-Stadion in Göteborg bei einem Sturz von der Bühne sein rechtes Wadenbein, während die Foo Fighters Monkey Wrench spielten, das zweite Stück des Konzerts. Außerdem rissen bei dem Unfall alle Bänder in Grohls rechtem Fußgelenk, zudem wurde der Knöchel ausgekugelt. Nachdem das Bein provisorisch gegipst worden war, spielte er das Konzert auf einem Stuhl sitzend zu Ende.[18][19][20]

Der Name des Projektes Chimp Spanner leitet sich von Monkey Wrench ab. Dabei werden die Synonyme „Chimp“ (englisch für „Schimpanse“) für „Monkey“ (englisch für „Affe“) und „Spanner“ für „Wrench“ (beides englisch für „Schraubenschlüssel“) verwendet.[21]

Einzelnachweise

  1. Repertoiresuche. In: online.gema.de. GEMA, abgerufen am 23. Oktober 2025.
  2. a b Foo Fighters – Monkey Wrench. In: austriancharts.at. Hung Medien, abgerufen am 23. Oktober 2025.
  3. a b c Monkey Wrench by Foo Fighters. Songfacts.com, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  4. Foo Fighters – Monkey Wrench. Tunebat.com, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  5. Foo Fighters: Monkey Wrench. Internet Movie Database, abgerufen am 23. Oktober 2025.
  6. Jessica Hopper: Foo Fighters – The Colour and the Shape. Spin, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  7. Ryan Schreiber: Foo Fighters – The Colour and the Shape. Pitchfork, archiviert vom Original; abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  8. Sam Law: The 20 greatest Foo Fighters songs – ranked. Kerrang, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  9. Chad Childers: The 10 best Foo Fighters Song. Loudwire, abgerufen am 16. Oktober 2025 (englisch).
  10. Corey Irwin: 10 best Foo Fighters videos. Loudwire, abgerufen am 20. Oktober 2025 (englisch).
  11. Foo Fighters. Grammy Awards, abgerufen am 20. Oktober 2025 (englisch).
  12. 1997 MTV Video Music Awards. Rock on the Net, abgerufen am 21. Oktober 2025 (englisch).
  13. Foo Fighters. In: billboard.com. Billboard, abgerufen am 1. Januar 2025 (englisch).
  14. Foo Fighters – Monkey Wrench. In: officialcharts.com. Official Charts Company, abgerufen am 1. Januar 2025 (englisch).
  15. Accreditations. In: aria.com.au. Abgerufen am 1. November 2023 (englisch).
  16. Single Certification Search. In: radioscope.co.nz. Abgerufen am 19. Juli 2025 (englisch).
  17. Brit certified. In: bpi.co.uk. Abgerufen am 14. April 2024 (englisch).
  18. Bühnensturz: Foo-Fighters-Sänger bricht sich ein Bein – und rockt weiter. In: Spiegel Online. 13. Juni 2015, abgerufen am 13. Juni 2015.
  19. „Hey everyone …“ (Memento vom 17. Juni 2015 im Internet Archive), Kommentar & Fotos zum Unfall, Dave Grohl. foofighters.com, 17. Juni 2015 (englisch)
  20. Dave Grohl: Der Storyteller – Geschichten aus dem Leben und der Musik. Autobiographie von Rockmusiker Dave Grohl, aus dem Amerikanischen übersetzt von Dieter Fuchs, Ullstein Verlag, Berlin, Erstauflage 2021, S. 56–65
  21. Interview mit Paul Ortiz von Chimp Spanner auf rocksins.com; abgerufen am 14. Februar 2013