Monasterio de la Encarnación (Albacete)

Monasterio de la Encarnación
Daten
Ort Albacete
Art
Kulturzentrum
Gründungsdatum 1532
Eröffnung 1993
Betreiber
Provinzverwaltung
Website

Das Monasterio de la Encarnación ist ein Renaissance-Kloster aus dem 15. Jahrhundert in der spanischen Stadt Albacete in Kastilien-La Mancha, Spanien. Heute beherbergt es den Sitz des Kulturzentrums La Asunción, des Instituts für Albacetische Studien, der Bibliothek Tomás Navarro Tomás und des Königlichen Berufskonservatoriums für Musik und Tanz von Albacete.[1]

Geschichte

Das Kloster wurde Ende des 15. Jahrhunderts als Schwesternhaus gegründet und 1532 in ein Kloster des Ordens der Terciarias Franciscanas, Dritter Ordens der Franziskaner, umgewandelt. Als Kulturgut von besonderem Interesse mit der Kategorie „Denkmal“ erklärt, ist es auch bekannt unter dem Namen „Las Margaritas“, da es von Margarete von Österreich, der Gemahlin Philipps III., gestiftet wurde. Sie veranlasste nicht nur den Bau, sondern erreichte auch, dass der König selbst den Grundstein legte.[2]

Die Fassade dieses Bauwerks gilt als eine der interessantesten Spaniens in ihrem Stil – einem madrilenischen Spät-Herrerastil, der sich durch drei klassische Eingangsarkaden und ein dreieckiges Giebelfeld auszeichnet.

Die ehemalige Kirche, heute in einen Festsaal umgewandelt, hat einen rechteckigen Grundriss mit zwei seitlichen Eingängen (von denen einer heute vermauert ist) und wird von einer großen achteckigen Kassettendecke in par y nudillo-Konstruktion bedeckt. In den Ecken befinden sich muschelförmige Trompen, und die oktogonalen Kassettierungen sind von den Entwürfen Sebastiano Serlios inspiriert. Obwohl einige Ausführungsfehler erkennbar sind, bildet das Ensemble ein harmonisches Renaissancewerk mit mudéjar-Tradition. Dieses Bauwerk dürfte aus der Zeit der Weihe des Tempels im Jahr 1557 stammen.

Der Kreuzgang stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. In den angrenzenden Räumen ist das ehemalige Refektorium erhalten – heute in zwei Säle unterteilt –, das von einer schlichten Kassettendecke mit Balken auf Konsolen archaischen Profils bedeckt ist. Unterhalb dieser verläuft ein Gipsfries mit Wappen der fünf Wundmale zwischen Renaissancepflanzenmotiven, die auf den Franziskanerorden anspielen.

Die Franziskanerinnen blieben bis zum Jahr 1843 in dem Kloster. Seitdem diente es verschiedenen Zwecken: als Strafanstalt (1843), als Gebärhaus (ab 1844) oder als Kirche der Himmelfahrt (1959–1972). Heute beherbergt es das Kulturzentrum La Asunción der Hauptstadt von La Mancha, das Institut für Albacetische Studien, die Bibliothek Tomás Navarro Tomás sowie das Königliche Berufskonservatorium für Musik und Tanz von Albacete.

Museum und Kulturzentrum La Asunción

Seit 1993 befindet sich im Kloster das Museum und Kulturzentrum La Asunción, das der Provinzverwaltung von Albacete untersteht. Es beherbergt temporäre Ausstellungen von Fotografie und Malerei sowie verschiedene Veranstaltungen, darunter auch politische Kundgebungen. Gezeigt werden Werke der Preisträger des Nationalen Fotografiepreises, wie etwa von Ramón Masats und Isabel Muñoz.

2020 stellte der Maler Eduardo Honrubia Soriano seine Werke unter dem Titel Honrubia aus, während Teresa Tomás Villarías ihre Ausstellung Arbolario präsentierte. 2019 zeigte das Zentrum eine Ausstellung über das Werk des Malers und Architekten Miguel Fisac (1913–2006). Im Jahr 2025 zeigen sie die Ausstellung Aires Manchegos die den Tendenzen der zeitgenössischen Kunst in Kastilien-La Mancha gewidmet mit Werken von Künstlern wie Joaquín Llorens, Jesús Calzada, Fernando Peña Corchado (Leodegario), Daniel Garbade, Salvador Samper, César González García und José Eugenio Mañas.[3]

Einzelnachweise

  1. Diputación de Albacete. Abgerufen am 14. Oktober 2025.
  2. Monasterio de la Encarnación (Albacete). 29. Dezember 2016, abgerufen am 14. Oktober 2025 (europäisches Spanisch).
  3. artwatcher: La esencia de La Mancha en la muestra ‘Aires Manchegos’ de Albacete. In: ARTZEITMAGAZINE GALLERY. 1. Oktober 2025, abgerufen am 14. Oktober 2025 (englisch).

Koordinaten: 38° 59′ 46,6″ N, 1° 51′ 27,5″ W