Mohammed Amin Didi
Sumuvvul Ameer Mohamed Amin Dhoshimeynaa Kilegefaanu (Dhivehi ސުމުއްވުލް އަމީރު މުހައްމަދު އަމީން ދޮށިމޭނާ ކިލެގެ ފާނު; 20. Juli 1910; † 19. Januar 1954 auf Vihamanaafushi), allgemein bekannt als Mohammed Amin Didi, war ein maledivischer Politiker, der vom 1. Januar 1953 bis zum 21. August 1953 als erster Präsident der Malediven amtierte. Amin Didi war Vorsitzender der ersten politischen Partei der Malediven, der Rayyithunge Muthagaddim Party. Sein politisches Programm umfasste Bemühungen zur Modernisierung des Landes, darunter die Förderung von Frauen und Bildung auf den Malediven, die Verstaatlichung der Fischereiindustrie und ein unpopuläres Verbot des Tabakkonsums.[1][2]
Leben
Amin Didi wurde 1910 in eine Familie geboren, die mit der maledivischen Sultansdynastie verwandt war. 1920 ging er nach Ceylon (heute Sri Lanka) und studierte am Saint Joseph's College in Colombo.[3] 1928 ging er nach Indien, um an der Aligarh Muslim University weiterzustudieren[4], und kehrte ein Jahr später auf die Malediven zurück. Amin Didi war mit Fathimath Saeed verheiratet und hat eine Tochter und vier Enkelkinder. Einer seiner Enkel, Ameen Faisal, wurde später nationaler Sicherheitsberater, während seine Enkelin die Hochkommissarin der Malediven im Vereinigten Königreich wurde.[3]
1931 wurde Amin in die von Sultan Muhammad Shamsuddeen III einberufene Verfassungsgebende Versammlung berufen, um die erste schriftliche Verfassung des Landes auszuarbeiten.[5] Anschließend bekleidete er verschiedene Ämter in der Regierung, darunter das des Leiters der Zollbehörde, des Leiters der maledivischen Post, des Handelsministers, des Innenministers (1943–1952), des Außenministers (1944–1953), Bildungsministers (1933–1936; 1944–1952) und war außerdem Mitglied des ersten maledivischen Parlaments. Er war von 1946 bis 1953 auch Direktor der Majeediyya-Schule.[3]
Im Januar 1953 wurde ihm nach dem Tod des Sultans und seines Thronfolgers der maledivische Königsthron angeboten, den er allerdings ablehnte und ein Referendum abhalten ließ, das zur Abschaffung der Monarchie führte. Amin Didi wurde Präsident dieser Republik. Bereits im August 1953 wurde Amin Didi jedoch wieder abgesetzt, als er sich zur medizinischen Behandlung nach Sri Lanka begeben hatte. Als er zurückkehrte, ohne von dem Putsch zu wissen, der von einer Gruppe um Ibrahim Nasir angeführt worden war, wurde Amin Didi auf die Insel Vihamanaafushi verbannt.[3]
Ein Machtkampf brach aus, in dem Amin Didi schließlich unter unklaren Umständen im Januar 1954 ums Leben kam.[6][3] Erst 2021 wurde eine offizielle Untersuchung des Todes von Amin Didi eingeleitet.[7]
Einzelnachweise
- ↑ Tom Masters: Maldives. Lonely Planet, 2009, ISBN 978-1-74179-013-9, S. 21 (google.de [abgerufen am 14. Januar 2026]).
- ↑ Xavier Romero-Frías: The Maldive Islanders: A Study of the Popular Culture of an Ancient Ocean Kingdom. Nova Ethnographia Indica, 2003, ISBN 978-84-7254-801-5 (google.de [abgerufen am 14. Januar 2026]).
- ↑ a b c d e Al Ameer Mohamed Amin - The President's Office. Abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ Prominent Alumni Aligarh Muslim University. Archiviert vom am 10. November 2023; abgerufen am 14. Januar 2026.
- ↑ Reformist Islam and the Rise of a Political Third Model in the Maldives: Elite Discourses and Societal Viewpoints
- ↑ Killed, exiled or deposed. 14. Januar 2026, abgerufen am 14. Januar 2026 (englisch).
- ↑ 0: Transitional Justice Office to probe President Ameen’s death. Abgerufen am 14. Januar 2026 (englisch).