Modern Metal
| Modern Metal
| |
| Entstehungsphase: | Anfang der 2000er Jahre |
| Herkunftsort: | Europa und USA |
| Stilistische Vorläufer | |
| Alternative Metal, Nu Metal | |
| Pioniere | |
| In Flames, Trivium, Amaranthe | |
| Genretypische Instrumente | |
| E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Synthesizer, Vocoder | |
Modern Metal ist eine Sammelbezeichnung für jüngere Spielarten des Alternative Metal.
Stil
Der Begriff fasst „weniger eine eindeutige Stilrichtung, sondern ist ein Sammelbegriff für viele verschiedene, moderne Spielarten der harten Musik, die sich nicht eindeutig einer bestimmten Richtung zuordnen lassen.“[1] Michael Rensen vom deutschen Magazin Rock Hard beschrieb Modern Metal im Jahre 2005 als „ein weites, nur sehr vage abgestecktes Feld zeitgemäßer Hard’n’Heavy-Sounds, das von deutlich gereiften Veteranen wie Slipknot über verchromten Gothic Metal à la Evanescence und Lacuna Coil bis hin zu Bands wie Nevermore oder Soilwork reicht, die ihre Thrash-, Power- und Death-Metal-Wurzeln einer Verjüngungskur unterzogen haben“.[2]
Im Genre werden zahlreiche Bands zusammengefasst, die Elemente aus unterschiedlichen Musikstilen kombinieren und den Sound etablierter Metal-Subgenres oftmals um neue Facetten erweitern. Dies führt zu einer großen stilistischen Vielfalt, in der sich oft gegensätzliche Einflüsse finden, die sowohl aus Metalcore, Groove Metal und Nu Metal stammen als auch aus Genres wie Gothic Metal/Symphonic Metal oder der Neuen Deutschen Härte.[1] Bands, die moderne Elemente in ihren Sound aufnehmen werden dem Genre zugerechnet. Darunter fallen insbesondere elektronische Versatzstücke sowie solche der Popmusik.[3]
Geschichte
Das Spektrum entstand Anfang der 2000er. Gefasst wurden unter dem Begriff Bands, die Metal mit einem stark modernisierten Sound spielen. Eine klare Stilabgrenzung ist hierbei nicht gegeben.[3] Alternative und Nu Metal sind bedeutende Vorläufer des Modern Metal. Als Wegweiser des Genres wird das Album The Sickness der Band Disturbed von Matthias Weckmann für Metal Hammer angeführt.[4]
Beispiele für Bands, die diesem Genre zugeordnet werden, sind so In Flames, deren Album Sounds of a Playground Fading aus dem Jahr 2011 einen Übergang zum Modern Metal markiert. Ebenso zählen Callejon mit ihrem Werk Wir sind Angst aus dem Jahr 2015 sowie The Agonist, die auf Eye of Providence aus dem gleichen Jahr klassischen Melodic Death Metal mit Symphonic-Metal-Elementen und Metalcore verbanden, zu dieser Kategorie. Als weitere Vertreter des Genres werden Trivium, seit In Waves sowie Five Finger Death Punch und das Debütalbum von Lindemann, das eine Mischung aus Dark Metal und Neuer Deutscher Härte darstellt.[1] Hinzukommend werden das Album The Nexus der schwedischen Band Amaranthe,[5] April Art[6] und Spiritbox als Vertreter geführt.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Modern Metal: Genre. In: Metal Hammer. Abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Michael Rensen: Rote Kappe & große Klappe. In: Rock Hard (Hrsg.): Best of Rock & Metal – Die 500 stärksten Scheiben aller Zeiten. Heel Verlag, Königswinter 2005, ISBN 3-89880-517-4, S. 220–221.
- ↑ a b Modern Metal News auf dem Metal Portal der Schweiz. In: Metalinside. Abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ Matthias Weckmann: Disturbed: "Die Typen sahen aus, als würden sie bei Skid Row spielen." In: Metal Hammer. 26. März 2025, abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ ROCKTIMES - CD Review / Amaranthe - The Nexus. Abgerufen am 13. Januar 2026.
- ↑ April Art | Official Website. Abgerufen am 13. Januar 2026.