MoM-z14
| Galaxie MoM-z14 | |
|---|---|
| Aufnahme mit dem Infrarotteleskop | |
| AladinLite | |
| Sternbild | Sextant |
| Position Äquinoktium: J2000.0, Epoche: J2000.0 | |
| Rektaszension | 10h 00m 22,40s |
| Deklination | +2° 16′ 23,19″ |
| Erscheinungsbild | |
| Physikalische Daten | |
| Hubbledistanz H0 = 73 km/(s • Mpc) |
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| Geschichte | |
| Entdeckung | Rohan Naidu |
| Entdeckungsdatum | 16. Mai 2025 |
| Katalogbezeichnungen | |
MoM-z14 ist mit Stand Juni 2025 die am weitesten entfernte bekannte Galaxie im Universum mit einer Rotverschiebung von z = 14,44. Das bedeutet, dass die Galaxie etwa 280 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden ist. Im kosmischen Zeitstrahl wurde MoM-z14 während der Epoche der Wiederionisierung des frühen Universums gebildet; einer Phase, in der neutrales Wasserstoffgas durch die Strahlung der frühesten Himmelsobjekte ionisiert wurde.
MoM-z14 ist eine bemerkenswert leuchtkräftige und kompakte Galaxie. Sie besitzt eine Masse von 10⁸ Sonnenmassen, was sie in etwa mit der Kleinen Magellanschen Wolke (SMC) vergleichbar macht. Aktuell befindet sich MoM-z14 in einer Phase intensiver Sternentstehung und gibt dabei viele ionisierende Photonen ab, die sich durch ein nahezu staubfreies interstellares Medium (ISM) ausbreiten. Die Umgebung von MoM-z14 ist teilweise ionisiert.[1]
Entdeckung
MoM-z14 wurde am 16. Mai 2025 von Rohan Naidu mit dem James-Webb-Weltraumteleskop (JWST) entdeckt.[2] Vor dem JWST gab es keine Teleskope mit ausreichend großen Spiegeln, um Licht von so weit entfernten Galaxien zu erfassen. Das Spitzer-Teleskop war ein Infrarotteleskop, jedoch nicht groß genug, um MoM-z14 zu entdecken. Dank der Größe des James-Webb-Weltraumteleskops und seiner Hauptmission, die Entstehung von Galaxien zu erforschen, konnte MoM-z14 entdeckt werden.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b Rohan P. Naidu, Pascal A. Oesch, Gabriel Brammer, Andrea Weibel, Yijia Li, Jorryt Matthee, John Chisholm, Clara L. Pollock, Kasper E. Heintz, Benjamin D. Johnson, Xuejian Shen, Raphael E. Hviding, Joel Leja, Sandro Tacchella, Arpita Ganguly, Callum Witten, Hakim Atek, Sirio Belli, Sownak Bose, Rychard Bouwens, Pratika Dayal, Roberto Decarli, Anna de Graaff, Yoshinobu Fudamoto, Emma Giovinazzo, Jenny E. Greene, Garth Illingworth, Akio K. Inoue, Sarah G. Kane, Ivo Labbe, Ecaterina Leonova, Rui Marques-Chaves, Romain A. Meyer, Erica J. Nelson, Guido Roberts-Borsani, Daniel Schaerer, Robert A. Simcoe, Mauro Stefanon, Yuma Sugahara, Sune Toft, Arjen van der Wel, Pieter van Dokkum, Fabian Walter, Darach Watson, John R. Weaver, Katherine E. Whitaker: A Cosmic Miracle: A Remarkably Luminous Galaxy at zspec=14.44 Confirmed with JWST. (arxiv:2505.11263 [astro-ph])
- ↑ Evan Gough: The new, farthest galaxy has been found by JWST, only 280 million years after the Big Bang. In: Phys.org. 22. Mai 2025, abgerufen am 17. Juni 2025 (englisch).