Christopher Mlalazi
Christopher Mlalazi (geboren 1970 in Bulawayo) ist ein simbabwischer Schriftsteller.
Leben und Werk
Christopher Mlalazi wuchs im Pumula Township am westlichen Rand von Bulawayo auf.[1] Er schreibt Kurzgeschichten, Romane und Theaterstücke.[2] Für verschiedene Theatergruppen verfasste er seit 1998 Bühnenstücke. Erste Erzählungen und Kurzgeschichten erschienen seit 2003 in Tageszeitungen. Sein 2008 zusammen mit Raisedon Bay verfasstes Theaterstück The Crocodile of Zambezi über Fluchtbewegungen nach Südafrika erhielt Aufführungsverbot.[3]
Er erhielt mehrere Literaturpreise und Stipendien. Für Election Day wurde er 2010 mit dem National Arts Merit Award (NAMA) Zimbabwes ausgezeichnet. 2010 war er „Feuchtwanger Fellow“ der Villa Aurora in Los Angeles, 2011 Stipendiat am Nordiska Afrikainstitutet in Uppsala.[4]
2012/13 war er Teilnehmer am International Writing Program in Iowa City. Mlalazi war von 2013 bis 2015 „Hannah-Arendt-Stipendiat“ für verfolgte Schriftsteller in Hannover und arbeitete an seinem dritten Roman They are coming.[5][6]
Seine Romane Many Rivers von 2009 und The Border Jumper von 2019 behandeln wie auch seine Erzählungen die Themen Migration, Armut und Korruption.[7]
Werke (Auswahl)
- Langabi: Season of Beasts, Mother, imprint of Jacana Media, Johannesburg 2023, ISBN 978-1-7764135-1-5.
- The Border Jumper, Xarra Books, Midrand 2019, ISBN 978-0-620-83336-3.
- The election day trilogy. Three stage plays that satirize tensions around elections. Nhimbe Trust, Bulawayo 2018, ISBN 978-0-7974-9312-4.
- They are coming. Weaver Press, Avondale, Harare 2014, ISBN 978-1-77922-261-9.
- Childhood poems. Englisch/deutsch. Edition Fähre, Hannover 2014, ISBN 978-3-938902-28-8.
- Giraffe gets a long neck. Fibel. Plum'tree Books, Camp Hill (PA) 2013, ISBN 978-0-7974-9413-8.
- Running with mother. Weaver Press, Harare 2012, ISBN 978-1-77922-187-2.
- Wegrennen mit Mutter. Übersetzung von Andreas Münzner. Horlemann, Berlin 2013, ISBN 978-3-89502-360-6.
- Many rivers. Lion Press, Coventry 2009, ISBN 978-0-9558082-6-5.
- Dancing with life. Tales from the township. 'amaBooks, Bulawayo 2008, ISBN 978-0-7974-3590-2.
Weblinks
- Christopher Mlalazi, bei Horlemann
Einzelnachweise
- ↑ Manfred Loimeier: Die andere Seite der Geschichte. Der literarische Dialog zwischen Afrika, der Karibik und dem Westen. edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, München 2025, ISBN 978-3-68930-127-9, S. 154.
- ↑ Christopher Mlalazi, bei Villa Aurora
- ↑ Manfred Loimeier: Die andere Seite der Geschichte. Der literarische Dialog zwischen Afrika, der Karibik und dem Westen. edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, München 2025, ISBN 978-3-68930-127-9, S. 154 f.
- ↑ Manfred Loimeier: Die andere Seite der Geschichte. Der literarische Dialog zwischen Afrika, der Karibik und dem Westen. edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, München 2025, ISBN 978-3-68930-127-9, S. 154 f.
- ↑ Martina Sulner: Der neue Hannah-Arendt-Stipendiat Christopher Mlalazi ( des vom 22. Oktober 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Hannoversche Allgemeine, 24. Januar 2013
- ↑ Christopher Mlalazi auf der Website von exiled writers
- ↑ Manfred Loimeier: Die andere Seite der Geschichte. Der literarische Dialog zwischen Afrika, der Karibik und dem Westen. edition text + kritik im Richard Boorberg Verlag, München 2025, ISBN 978-3-68930-127-9, S. 156.