Mittlerer Wasserschlauch
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Mittlerer Wasserschlauch (Utricularia intermedia), Illustration | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Utricularia intermedia | ||||||||||||
| Hayne |
Der Mittlere Wasserschlauch (Utricularia intermedia) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Wasserschläuche (Utricularia) innerhalb der Familie der Wasserschlauchgewächse (Lentibulariaceae).
Merkmale
Der Mittlere Wasserschlauch ist eine sommergrüne, wurzellose, untergetauchte Wasserpflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimeter erreicht.
Die Endzipfel der Wasserblätter sind vorne stumpflich. Ihre Spitze ist aufgesetzt und am Rand befinden sich an jeder Seite 4 bis 12 kaum aus dem Blattrand heraustretende Wimperzähnchen. An den Wasserblättern sind nie Fangblasen vorhanden.
Die Blütezeit liegt zwischen Juli und August. Die Krone ist zitronengelb. Der Sporn ist 7 bis 12 Millimeter lang, walzig und damit ungefähr so lang wie die Unterlippe.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 44.[1]
Vorkommen
Der Mittlere Wasserschlauch ist kalkhold, wächst in Deutschland in oligo- bis mäßig eutrophen Gewässern wie Torfstichen, Moorschlenken und -tümpeln sowie Gräben. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Utricularion.[1] Sein Verbreitungsgebiet umfasst die gemäßigten Zonen der Nordhalbkugel und kommt hier in fast allen Ländern vor.[2] In Europa fehlt sie nur in Spanien, Portugal, Island, Ungarn, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Griechenland, Bulgarien, Moldau und in der Türkei.[3][4]
Die Art kommt zerstreut in Süd-Bayern und selten in Mittel- und Nord-Bayern, Südost-Baden-Württemberg, Nordost-Sachsen, Ost-Brandenburg, Südost- und Nordwest-Mecklenburg-Vorpommern sowie in Niedersachsen bei Meißendorf vor. In Hessen, Schleswig-Holstein und im Süden von Rheinland-Pfalz ist diese Art ausgestorben. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 5u (unter Wasser), Lichtzahl L = 4 (hellg), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch bis subkontinental).[5]
Taxonomie
Der Mittlere Wasserschlauch wurde 1800 von Friedrich Gottlob Hayne in Journal für die Botanik [Ed. H. A. Schrader] Jahrgang 1800 Teil 1 Seite 18 Tafel 5 als Utricularia intermedia erstbeschrieben.
Literatur
- Eckehart J. Jäger, Klaus Werner (Hrsg.): Exkursionsflora von Deutschland. Begründet von Werner Rothmaler. 10., bearbeitete Auflage. Band 4: Gefäßpflanzen: Kritischer Band. Elsevier, Spektrum Akademischer Verlag, München/Heidelberg 2005, ISBN 3-8274-1496-2.
Einzelnachweise
- ↑ a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Unter Mitarbeit von Angelika Schwabe und Theo Müller. 8., stark überarbeitete und ergänzte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 870.
- ↑ Utricularia intermedia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 24. April 2020.
- ↑ Utricularia intermedia. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science, abgerufen am 17. November 2025.
- ↑ P.Uotila (2013+): Lentibulariaceae. Datenblatt Utricularia intermedia In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.
- ↑ Utricularia intermedia Hayne In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 17. November 2025.
Weblinks
- Mittlerer Wasserschlauch. auf FloraWeb.de
- Mittlerer Wasserschlauch. In: BiolFlor, der Datenbank biologisch-ökologischer Merkmale der Flora von Deutschland.
- Steckbrief und Verbreitungskarte für Bayern. In: Botanischer Informationsknoten Bayerns.
- Thomas Meyer: Wasserschlauch Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei Flora-de: Flora von Deutschland (alter Name der Webseite: Blumen in Schwaben)