Mitterau (Gemeinde Gaming)
| Mitterau (Streusiedlung) Katastralgemeinde Mitterau | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Scheibbs (SB), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Scheibbs | |
| Pol. Gemeinde | Gaming | |
| Koordinaten | 47° 54′ 49″ N, 15° 3′ 23″ O | |
| Höhe | 962 m ü. A. | |
| Fläche d. KG | 18,19 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Katastralgemeindenummer | 22020 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Mitterau ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Gaming im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich.
Geografie
Die Streusiedlung liegt südwestlich von Gaming und wird vom Mitteraubach durchflossen, bevor dieser in den Gamingbach mündet. Der Ort besteht aus dem Ortslagen Ahorngraben, Chor, Gaisstall, Klamm, Königslehen, Vorstadtau und einigen unbenannten Lagen.
Geschichte
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Rotte mit 20 Häusern genannt, das nach Gaming eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Gaming besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Scheibbs ausgeübt.[1]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Mitterau ein Gastwirt, ein Sägewerk und mehrere Landwirte ansässig.[2]
Siedlungsentwicklung
Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Mitterau insgesamt 54 Bauflächen mit 20.314 m² und 22 Gärten auf 43.575 m², 1989/1990 gab es 49 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 112 angewachsen und 2009/2010 bestanden 75 Gebäude auf 114 Bauflächen.[3]
Bodennutzung
Die Katastralgemeinde ist forstwirtschaftlich geprägt. 214 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 1556 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 191 Hektar Landwirtschaft betrieben und 1577 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 186 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 1562 Hektar betrieben.[3] Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Mitterau beträgt 16,2 (Stand 2010).
Literatur
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 85, Sektion Gaming, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,3 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 307.
Einzelnachweise
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 36 (Mitterau in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 358
- ↑ a b BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)