Missionsseminargebäude Hermannsburg

Das ehemalige Missionsseminargebäude Hermannsburg, Missionsstraße 3, in der niedersächsischen Gemeinde Südheide, Ortschaft Hermannsburg, im Landkreis Celle, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut. Aktuell (2025) wird es für die Verwaltung, als Mensa und Büro der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie genutzt.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Südheide (Gemeinde)).

Geschichte und Beschreibung

Hermannsburg wurde 1059 als Heremannesburc erstmals schriftlich erwähnt. Eine erste kleine Missionskirche soll wohl um 850 zur Zeit von Graf Liudolf errichtet worden sein. Sie brannte 955 ab.

Die Hermannsburger Mission wurde 1849 als Missionsanstalt u. a. durch den Hermannsburger Pastor Ludwig Harms gegründet. Daraus wurde 1977 das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen. Das Missionswerk unterhielt bis 2012 das Missionsseminar Hermannsburg, in dem junge Theologen für einen Dienst innerhalb einer der Partnerkirchen des ELM vorbereitet wurden. 2012 entstand die Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg mit Gebäuden an der Missions-, der Museumsstraße sowie der Straße Sägenförth. In diesem Haus 1 sind Verwaltung, Mensa und Büros untergebracht.

Dieses zweigeschossige, traufständige, 17-achsige Gebäude in Fachwerk mit senkrechter Verbretterung und ziegelgedecktem Walmdach wurde 1862 als Missionshaus gebaut.[1] 1879 wurde das zweite Missionshaus errichtet.

Einzelnachweise

  1. Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen

Koordinaten: 52° 49′ 57,2″ N, 10° 6′ 4,6″ O